Donnerstag, 13. Oktober 2011

Eine Einladung für die Braunen

Okay, Sachsen ist tiefbraun - leider. Ein brauner Abgrund. Man stimmt im Landesparlament sogar mit den Rechten - CDU, FDP - in trauter Dreisamkeit mit der NPD.

Warum, weshalb? Man hob die Immunität des Fraktionsvorsitzenden der Partei DIE LINKE auf. 

Sein Verbrechen? Er hat sich gegen eine Demo der NPD mit vielen hunderten anderen zur Wehr gesetzt, obwohl Sachsen die Demo erlaubt hatte. Er soll zu einer Sitzblockade aufgerufen haben. Na und? Er hat sich ja nicht mit einer Utzi hingesetzt und losgeballert. Nein, er hat seine verfassungsmäßigen Rechte in Anspruch genommen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon. Die Staatsanwaltschaft in Sachsen ermittelt immer sehr intensiv, wenn es Braune zu verteidigen gilt. In der Handyspitzelaffaire und in der rigiden Hausdurchsuchung in Thüringen gegen einen Jenaer Pfarrer aus gleichem Anlass - die sächsische Staatsanwaltschaft kennt da kein Halten. Alles ist gut, solange es braun oder schwarz ist.

Da kann man so richtig stolz auf Sachsens braunen Sumpf sein. Die NPD hat Oberwasser bekommen und CDU und FDP haben sich so richtig mit diesen Braunen angefreundet. Es ist ein tolles Signal in diese Richtung: Leute, es ist prima, dass ihr gegen die Menschenrechte demonstriert. Macht bitte weiter so. Wir räumen euch alle unbequemen Personen aus dem Weg.

Was ist nur aus Sachsen geworden? Das Schwarze hat einen braunen Stich.

Kommentare:

  1. Helge Mannteuffel15. Oktober 2011 um 21:04

    " Der braune Schoß ist fruchtbar noch!" mit diesem Spruch bin ich aufgewachsen und wurde von meinen Eltern ziemlich immunisiert. Dank an Vater und Mutter.

    Leute wie Sarrazin geben dem Affen auch noch so viel Zucker, daß man aus dem Staunen nicht mehr raus kommt, wer sich da bereitwillig äußert, weil "man es endlich mal wieder sagen darf!"

    Guter Geschenktip: Biedermann und die Brandstifter von Max Frisch.

    AntwortenLöschen
  2. @helge: Ich bin auch mit diesem Spruch aufgewachsen und habe in der eigenen Familie in der Hitlerzeit einen Verwandten gehabt, der erst in Brandenburg eingekerkert war und dann ins KZ kam. Er hatte es Gottseidank überlebt. Er war ein sehr lieber Mensch und ein Mensch, der immer gegen Ungerechtigkeiten vorging.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.