Donnerstag, 6. Oktober 2011

Und noch mehr Milliarden

Die Banken sind wieder klamm. Ist auch logisch, da sie immer noch mit den Geldern von uns Steuerzahlern und ihrer Kunden in die Spielbank gehen. Sie haben nichts gelernt und wollen nichts lernen. Warum auch. 

Uns Merkelsche z.B. hat den Banken schon wieder Finanzspitzen zugesichert. Das ist so, als ob man Rauschgiftsüchtigen immer wieder Geld in die Hand drückt und sagt, so jetzt werde aber clean. Nimm das Geld und kaufe dir etwas zu essen. Der Rauschgiftsüchtige wird immer nur seine Sucht befriedigen.

Wir sehen, wie Staaten systematisch zu Grunde gerichtet werden, da das Primat auf Finanzspekulationen liegt und nicht auf der Herstellung von Gütern, die man auch verkaufen kann.

Man will den Euro retten, indem man immer mehr Geld druckt. Wie kann man nur so verrückt denken? 

Es wird Zeit, dass wir die Escape-Taste drücken und die Wirtschaft IN unseren Ländern voran bringen. Das heißt, dass wir das produzieren - und zwar selbst - was wir brauchen. Dass diejenigen, die es produzieren, auch am Gewinn beteiligt werden, so dass sie dass konsumieren können, was sie herstellen. 

Vielen kleinen Betrieben geht es sauschlecht, weil die potenziellen Abnehmer ihrer Waren, kein Geld mehr haben, das abzunehmen, was sie herstellen. Diese mittelständischen Betriebe sollten auf-Teufel-komm-raus gefördert werden, aber nur, wenn sie auch Löhne zahlen, von denen die Mitarbeiter leben können. Wir müssen von dem subventionierten Lohn herunterkommen. Er ist der Todesstoß für die Wirtschaft im Lande. 

Okay vorerst ist es toll, billige Arbeitskräfte, die vom Staat subventioniert werden, zu bekommen. Nur, auf lange Sicht, nützt das keinem Unternehmen. Dazu ist die Subvention zu gering für den Einzelnen. Wie soll z.B. eine Reinigungskraft Geld für den Friseur aufbringen?

So greift ein Rad ins andere. Die Unternehmen bezahlen fast nichts für ihre Arbeitskräfte. Da Arbeitskraft anders in die Buchung eingeht, wie gestellte Rechnungen, freut sich das Unternehmen, ohne zu bedenken, dass es dadurch am eigenen Niedergang arbeitet. Das muss geändert werden!

Es kann nicht wirtschaftlich sein, Teile über den halben Erdball zu transportieren und dann noch Gewinn zu machen, weil irgendwo auf der Welt die Arbeitskraft billig ist. Dort muss die Schraube angesetzt werden. Es kann nicht sein, dass irgendetwas wirtschaftlicher ist, wenn man Leiharbeiter benutzt, nur weil die Rechnungen für Leiharbeiter anders in die Buchhaltung eingehen, als die Arbeitskraft als solche. Ein Leiharbeiter ist nämlich teurer als eine angestellte Kraft. Dort muss der Hebel angesetzt werden, damit die Wirtschaft gesunden kann. 

Und das muss jedes Euroland machen. Das heißt, dass jedes Land sich wieder industrialisieren muss. Jedes Land hat etwas Besonderes, was andere nicht haben und dann kann der Handel auf Augenhöhe geschehen. 

Das Primat der Banken muss zurückgedrängt werden, sonst werden wir allesamt untergehen.

Frau Merkel setzt die falsche Priorität. Ich sehe das Endprodukt ihrer Politik so:

Es wird ein Land der Banken entstehen. Es wird nur noch Banken geben, sonst nichts. Die Banken handeln gegenseitig mit nicht vorhandenem Geld, überbieten sich mit sogenannten Finanz"produkten", ohne dass irgend etwas produziert werden würde. Finanzprodukte sind ein Widersinn an sich, weil NICHTS produziert wird. Es ist eine Verschleierung des Wortes "Jeton" und nichts anderes. Es wird nur noch ein paar Reiche geben, die alles haben und eine große Masse, die hungernd durch die Straßen irrt, stehlend, raubend, mordend. Und ein anderer Teil der großen Masse, die nichts mehr hat, wird das Opfer der stehlenden, mordenden Masse werden. Anarchie wird eintreten. Die Reichenghettos werden durch die Bundeswehr streng bewacht werden.

Und was sein wird: Die Kinder werden uns fragen: Warum habt ihr nichts dagegen gemacht?



Kommentare:

  1. Deine Zukunftsvision ist doch schon längst eingetreten. Banken und weiteres Großkapital herrschen und bestimmen die Politik, und durch zunehmende Verarmung sowie Chancenlosigkeit erhöht sich die Kriminalität. In Griechenland wurden Streikende (Flugverkehr) durch das Militär bedroht, und in England uferte der soziale Aufstand in Gewalt aus, worauf die Politik erbarmungslos reagierte. Am Beispiel der USA sehen wir genau, wie die Staatsmacht gegen friedliche Proteste vorgeht.
    Die Bundeswehr wurde zu einer Berufsarmee, damit auch die Hemmschwelle sinkt, gegen die eigene Bevölkerung vorzugehen, wenn sie den Befehl dazu bekommt.
    Mit dem Verstand kann ich dies alles eh nicht mehr begreifen.

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  2. @frei-blog: Nein, sie ist es noch nicht. Es gibt noch Unternehmen, es gibt noch Betrieb und es gibt noch Millionen Menschen, die nicht ganz arm sind. Noch kann die Bundeswehr nicht im Innern eingesetzt werden. Und - hier in Deutschland ist alles ruhig und wird noch ein ganzes Stück weiter ruhig sein. Schau auf die Kommentare von Le Penseur - er nennt sich Der Denker, lustig - der im Sinne des Kapitals bei mir kommentiert unter:
    http://heut-schon-gedacht.blogspot.com/2011/09/rechtsschwenk.html
    Er ist nicht allein. Viele denken so und machen die Drecksarbeit für Ackermann und Co.

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  3. http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=11361

    http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Gendarmerietruppe

    Du irrst wenn Du glaubst es wäre ein Bundeswehreinsatz im Inneren nötig, das kann diese Organisation hier viel besser erledigen. Die ist schliesslich extra für die Niederschlagung von Aufständen geschaffen worden. Nur keine Angst, unsere Politiker wissen das sie nur Waffen vor dem Zorn des Volkes schützen können

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  4. Hast Du dir des "Denkers" Blog mal angeschaut? ;-)
    Nur der übliche Sarrazin-Henkel-Tea-Partymist, viel gedacht wird da nicht, eher viel Blödzeitung gelesen. Ganz besonders lustig wirds, wenn´s bei ihm um Wirtschaft geht.

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  5. @apache: Danke für den Link, das wusste ich noch nicht. War sehr informativ.

    Apropos "Denker": Die Kommentare haben mir schon gereicht. Den Blog tue ich mir nicht an. Mit Denken hatten schon die Kommentare nichts zu tun. Aber wenn du meinst, dass die Wirtschaft bei ihm lustig ist, dann werde ich doch mal reinschauen.

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