Sonntag, 11. Dezember 2011

Die Merkel macht ihren Job gut.

Das sagen viele Menschen. Na geht es noch? Mal abgesehen, dass Kanzlerin KEIN JOB ist, sondern eigentlich ernsthafte Arbeit ist im Sinne der Menschen, für die sie da sein sollte. Aller Menschen und nicht nur ein paar Spezies. Sicherlich, für die paar Spezies macht sie einen hervorragenden Job, nur, warum sagen dass die anderen 99%? Haben die einen auf der Waffel?

Die neueste Aussonderung aus diesem Merkelmündchen sind die Arztbesuche, die angeblich die Bevölkerung hier absolviert. 18 pro Jahr sollen es sein. Das heißt, dass jeder, vom Baby bis zum Greis jeden Monat einmal und aller zwei Monate zweimal zum Arzt gehen müsste. Jahr für Jahr! Also etwas Dümmeres gibt es doch wohl nicht. Ich kenne überhaupt niemanden, der jeden Monat zum Arzt rennt, geschweige denn, aller zwei Monate noch einmal zusätzlich. Wir sind doch nicht alle chronisch krank. 

Wenn man mal überlegt, mal angenommen die Zahl wäre nicht getürkt - und sie ist es - dann käme man zu manchen Zeiten vielleicht auf 3 Arztbesuche im Monat: der Zahnarzt, der Hausarzt und dann noch einmal, wenn der einen zu einem Facharzt überweist. Nur, das machen wir ja nicht zum Spaß. Zahnarzt muss sein und wenn man zum Facharzt überwiesen wird, hat das schließlich auch seine Begründung und ist nicht Larifari. 2 Facharztbesuche im Monat geht in der Regel nicht, weil die Anmeldetermine das nicht zulassen, es sei denn man geht zwischendurch zum Notdienst, weil es einen dreckig geht. Wer bitteschön geht freiwillig zum Notdienst. Sicherlich gibt es Menschen, die sich im überfüllten Wartezimmern gern eine Stunde hinsetzen, blöde Zeitschriften kostenlos lesen, so aus lauter Vereinsamung. Möglich ist das sicherlich. Denken wir dann noch an die vielen Menschen, die z.B. wegen Bluthochdruck täglich ihre Medis benötigen oder auch wegen chronischen Schmerzen oder irgendeiner anderen Krankheit, die sie täglich ertragen müssen. Die bekommen ja auch nicht eine Jahresdosis auf einmal, sondern müssen Monat für Monat zu ihrem Arzt wandern, um sich ihr Rezept abholen zu können. Und denken wir an wirklich sehr kranke Menschen, die vielleicht täglich zum Arzt gehen müssen, zur Kontrolle. Möchte irgend jemand mit denen tauschen? Die machen das auch nicht aus Freude an der Sache.

Aber das wird natürlich nicht analysiert, warum Menschen wieviel Mal wirklich zum Arzt gehen oder gehen müssen. Die paar freiwilligen Arztjunkies kann man da ruhig außen vor lassen.

So, nun - und das wird kommen, wie das Amen in der Kirche - sollen wir vom Arzt ferngehalten werden - so als Kostenfaktor - mit 5 EUR pro Arztbesuch. Nur, wieso sollen wir vom Arzt ferngehalten werden? Sollen wir frühzeitig sterben, falls wir nicht die 5 EUR pro Arztbesuch zahlen können. Wenn mal mal richtig krank wird, kann das schnell sehr teuer werden. Und was machen die, die krank sind und nicht z.B. wöchentlich 5 EUR auf den Anmeldungstresen der Arztpraxis legen können? 
Okay, Rentner sind unnütze Fresser. Die arbeiten nicht, wollen aber essen. Auf die kann man ganz schnell verzichten. Alt sind sie, zu nichts mehr nütze und werden auch öfters krank und dann igittigitt bekommen sie oft noch Demenz und dann müssen wir noch Pflegekräfte bezahlen, für solch unnützes Volk. Halten wir sie vom Arzt fern, lassen wir sie sterben. Punkt!

Dann gibt es noch diejenigen, die nicht arbeiten wollen, weil sie es sich in den so üppigen Sozialleistungen schmusig gemacht haben. Was sollen wir mit solchen anfangen? Nicht arbeiten WOLLEN und trotzdem leben wollen. Das geht natürlich überhaupt nicht. Dann haben die noch viele Kinder, die auch nur haben wollen, ohne etwas zu leisten. Leistungsfreies Einkommen. Nee, aber nicht mit uns Mutti. Da hätte ja unsere westerWelle recht mit spätrömischer Dekadenz. Wenn die richtig krank werden, können die sich die 5 EUR pro Arztbesuch sowieso nicht leisten. Was soll's, wer braucht die schon. Deren Kinder haben junge Beine und können uns allemal noch als Sklavenarbeiter zur Verfügung stehen. Da machen die für uns noch etwas Vernünftiges. 

Also, in Zukunft werden wir wählen können: Essen oder Arzt. Das ist ein Nullsummenspiel, weil wir dann sowieso zeitig sterben werden, auf die eine oder die andere Art.

Nur, ZUKUNFT? Die wird es wohl nicht mehr geben. So wie jetzt die Welt aussieht, brechen z.B. die Eurostaaten sowieso zusammen. Das ist eine ganz einfache Rechnung. Hohe Arbeitsproduktivität trifft auf kein Geld bei 99 % der Bevölkerung in der EU. Das lumpige 1 % kann das nicht mehr herausreißen. Die haben das nur noch nicht kapiert. Und es wird zu spät sein, wenn die es endlich kapieren. 

Kommentare:

  1. Es ist immer zu spaet. Und jeder wird dann sagen....ich habe es nicht gewusst. Grand bonjour, von einer franzoesin

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  2. Leider nur zu wahr; Deutschland am Abgrund - und der Michel will's nicht kapieren.
    Das wird einen harten Aufprall geben...armer Michel!

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  3. Das haben die Brüder von Schwarz-Gelb schon seit 2009 vor. Nur damals träumten sie noch ernsthaft von 9 EUR pro Arztbesuch:
    http://www.informelles.de/2009/10/29/statt-10-eur-praxisgebuehr-9-eur-pro-arztbesuch/

    Den Wählern hats trotzdem gefallen, brauchen sie dann ja 1 EUR weniger zu bezahlen. Der Unterschied zwischen Praxisgebühr und 9 EUR pro Arztbesuch ist leider nicht jedem gänzlich aufgegangen. Und das bis heute.

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  4. Und es trifft natürlich nicht die selbsternannten Eliten, die sind alle privat versichert.
    Pack elendes...

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  5. @anonym: So isses. Nur wir zählen ja schon lange nicht mehr. Wir sind nur noch Kostenfaktor. Entweder amortiesieren wir uns oder nicht. Wenn nicht, dann weg mit uns. Die Zeit ist zurückgedreht worden ins Mittelalter. Ich gebe dafür den Bonzen in den damaligen sozialistischen Ländern die Schuld dafür. Wenn sie nicht so kleinkariert gewesen wären, vielleicht wäre dann das Experiment gelungen. Nun haben wir den Salat.

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