Montag, 5. Dezember 2011

Weg damit

... Ungeachtet dessen steigt die Mehrwertsteuer auf eklatante 23 Prozent; werden die Abgaben für Gas, Strom und Transport erhöht. Wer im Öffentlichen Dienst oder in Staatsbetrieben angestellt ist, muss auf das 13. Monatsgehalt verzichten. Das Urlaubsgeld für Angestellte ist gestrichen, wenn das Monatseinkommen über 1.000 Euro liegt. Zugleich hat die Regierung die Arbeitslosenbezüge um ein Viertel gekürzt und deren Bezugsdauer halbiert. Überstundenentgelte werden gedeckelt und Löhne eingefroren, zugleich aber Arbeitszeiten im privaten Sektor um zweieinhalb Stunden pro Woche erhöht. All das sind nur einige Beispiele aus einem Katalog der Kaltschnäuzigkeit, der vorrangig dazu dient, das Volk schlichtweg billiger zu machen und dem Staatshaushalt mehr Einnahmen zu verschaffen. ...

Zwar eine Zeitung und kein Blog
"Der Freitag" mit diesem lesenswerten Artikel: Das Volk billiger machen


Ich weiß nicht mehr weiter. Was soll man mit dieser deutschen Verbrecherclique an der Spitze unseres Landes anfangen? In der DDR sind wir alle auf die Straße gegangen, so jeden Montag über 100.000. Wieso ist es jetzt so ruhig? Haben wir Deutschen einen Hang, uns von Verbrechern regieren zu lassen? Sind wir allesamt Masochisten?

Wieso üben wir keine Solidarität mit den Portugiesen, den Griechen, den Spaniern und in der Folge mit den Italienern. Bei denen wird erst der Abstieg zum Drittweltland geplant, ist noch nicht ganz in trockenen Tüchern.

"Das Volk billiger machen". Ein guter Ausdruck. Er trifft den Nagel auf den Kopf. 

Am billigsten kann man das Volks machen, wenn man es ausrottet. Da könnten wir Deutschen doch einen prima Beitrag dazu leisten. Wir haben in unseren Archiven alles dazu noch liegen. Wir sind die Meister gewesen, wenn sogenanntes unwertes Leben vergast oder gnadenhalber erschossen wurde. Wir alle kennen die Verdienste der IG Farben und vieler anderer Unternehmen, deren Eigentümer den großen Reibach gemacht haben und die Reichtümer, die sie durch Mord und Totschlag und durch Vernichtung durch Arbeit ergaunert haben, bis in die heutige Zeit geschleppt haben. Viele große Vermögen sind blutig. 

Unsere deutschen Eliten - Eliten - püh - wie sie sich fälschlicherweise nennen - können dann auch diese Seite von Deutschland den anderen Ländern aufdrängen, wenn die dann nicht mehr so wollen, wie sie. Schön, wenn man ganze Archive hat mit den Gebrauchsanleitungen, wie es geht, das Volk wegzurationalisieren. Für nicht ganz so helle Köpfe haben wir die Aufbereitung durch Guido Knopp. 

Ich habe es nie so verabscheut wie heute, Deutsche zu sein. Ich schäme mich, wenn ich an die Griechen, an die Portugiesen, an die Spanier und dann an die Italiener denke. Wie soll man diesen Menschen je wieder in die Augen schauen können? Wie soll man sich als Deutsche je wieder in diese Länder trauen können?

Und - was wird mit uns passieren? Was ist, wenn der ganze Exportschweinskrams nicht mehr aufgeht? Wenn alles auf uns zurückfällt? 

Ich bin fest davon überzeugt und meine Erfahrungen haben das immer wieder bestätigt: Jede verbrecherische und böse Tat fällt immer wieder auf den Täter zurück. Immer. Und werden sich dann die meisten wieder damit herausreden: Wir haben gar nichts darüber gewusst? Wie schon einmal - 1945?

Wir haben doch die Erfahrungen, was es heißt, einen Krieg zu verlieren. Heutzutage ist es kein heißer Krieg, sondern ein ökonomischer. Der wird aber mit den gleichen harten Bandagen von Deutschland aus geführt wie damals. Und es gibt viele, die darauf noch stolz sind: Wir sind wer. Es scheint, dass wir nicht alles falsch gemacht haben, wenn andere Länder es uns nachmachen. Das habe ich selbst gehört auf Gruppenreisen. Also ob die anderen Länder es mit Freude uns nachmachen würden. Da wären sie ja schön blöd. Sie werden erpresst, gezwungen und ausgeblutet. 

Wir sind die nächsten!  

Das was bis heute bei uns noch an Sozialem da ist, wird uns in ein paar Jahren im Rückblick als Himmelreich erscheinen. Wir müssen notgedrungener Weise noch billiger werden - als Volk. Sonst klappts ja nicht mehr mit dem Exportschweinskrams.

Wir sind die nächsten!



 


Kommentare:

  1. Puhhh, das könnte eng werden, PeWi! Ich meine das mit den paar Jahren! So wie das überall knallt, glaube ich das eher nicht. Zumal, und davon kannst du ausgehen, liegen die Notstandsgesetze bereits griffbereit in der Schublade und wenn die da rauskommen, dann wirds richtich lustich!

    lg Holger

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  2. @HB: Könntest Recht haben. Notstandsgesetze liegen doch schon seit Ewigkeiten (als es noch die DDR gab) in der Schublade, müssen vielleicht noch etwas aufgepeppt werden.

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  3. Mit dem Lisabon-Vetrag sind die doch schon aufgepeppt worden. Bin mir ziemich sicher, dass die Up to date sind. Geübt wurde ja auch schon, so z.B. in Heiligendamm. Ferner ist Aufstandsbekämpfung auch fast immer ein Hauptpunkt auf sogenannten Sicherheitskonferenzen.

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