Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wir brauchen sie nicht mehr

Lindner geht. Die FDP hat es nicht geschafft aus ihrer einseitigen Ecke der alten, reichen Männer und deren Befindlichkeiten bzw. deren Ansprüchen zu kommen. 1 Partei - 1 Thema und das noch zu einer Zeit, wo Europa in Flammen steht. Soviel Weltfremdheit und Beharrungsvermögen muss man erst einmal vorweisen können.

Lindner geht, damit Rösler nicht gehen muss. Um beide wäre es nicht schade. Leistung = Null.

Lustig finde ich die Mitgliederbefragung zum Eurorettungsschirm. Da hätten Lindner und Rösler sich doch mal kundig bei Lenin "Strategie und Taktik" machen können, wenn sie gewusst hätten, dass Lenin viel Vernünftiges gesagt hat.

Die Europäische Gemeinschaft, auch unsere Regierung aus CDU und FDP, beschließt den sogenannten Europäischen Rettungsschirm mit diversen irgendwelchen Hebeln. Darüber kann man seine eigene Meinung haben. Nun stelle man sich vor: Der Wirtschaftsminister dieser deutschen Regierung, die das beschlossen hat, fragt nachträglich die Mitglieder seiner Partei, ob das richtig war, was er mit der Regierung und der EU beschlossen hat.


Also ich bin nicht gegen Mitgliederbefragungen. Die wäre angebracht gewesen, sich über ein neues Profil der FDP zu unterhalten.

Was hätte die FDP also gemacht, wenn die Mehrheit der Mitglieder gegen den Rettungsschirm mit seinen Hebeln gewesen wären? Wäre sie dann aus der Regierung ausgestiegen? Eine andere Möglichkeit hätte sie doch dann gar nicht gehabt? Und hätte dann Rösler nicht zurücktreten müssen als Parteivorsitzender? Er war der zuständige Minister, der als Regierungsmitglied den Rettungsschirm mit vertreten muss.

Strategie und Taktik! Man sollte vor dem Handeln den Kopf einschalten. Okay, das fällt unserer ganzen Regierung schwer bzw. ist für sie keine Option.

Wo könnte der Platz der FDP liegen bzw. wo ist noch einer frei? So wie sie jetzt ist, braucht sie kein Mensch mehr. Deren Platz haben inzwischen die Grünen eingenommen - keine Altherrenpartei, flexibel und mit mehr und moderneren Themen als sie die FDP je hatte.

Dazu gesellen sich wahrscheinlich die Piraten, die das freiheitliche Sprektrum, eigentlich früher Domäne der FDP, jetzt einnimmt.

In diese Mitte drängt ebenso die SPD, die den Weg zur neoliberalen Partei abgeschlossen hat.

Die CDU ist sowieso dort schon drinnen und kabbelt sich nur noch um ein paar Prozente mit der SPD. Die Inhalte beider Parteien sind gleich.

Links von der Mitte scheint es eine LINKE zu geben, die nach ihren Wahlen für den Parteivorsitz erst beweisen muss, ob sie wirklich eine linke Partei bleiben will oder ebenso in die Mitte drängt.

Wozu noch FDP? Der einzige Platz für sie bleibt nur noch am rechten Rand der Mitte. Die Figuren dafür stehen schon bereit und sie heißen nicht Rösler oder Lindner oder Brüderle.

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