Dienstag, 7. Februar 2012

Es treibt mich um

Griechenland soll einen deutsch-französischen Vormund erhalten, der auf einem Konto das Geld sammelt und es den ausländischen Gläubigern gleich wieder weiterreicht.

Unser Steuergeld wird also postwendend irgendwelchen Hedgefonds oder anderen windigen Spekulanten sofort wieder in den Rachen geworfen. Das nenne ich "Rettung Griechenlands".

Für was soll Griechenland "gerettet" werden. Diese Frage stellt sich mir immer bohrender. Besser gesagt: Für wen?

Die Bevölkerung selbst in Griechenland hat nichts mehr. Sie werden alle über kurz oder lang auf Hartz-IV-Niveau gedrückt, sicherlich noch darunter. Ärzte erhalten schon nur noch 450 EUR im Monat und werden in der Regel nur noch mit Jahresverträgen beschäftigt, damit man sie nicht tariflich bezahlen muss. 

Zwischenzeitlich ist der öffentliche Dienst dermaßen ausgedünnt worden, dass - dieses Mal auch wieder das Gesundheitswesen - einfach kein Personal da ist, der Kranke behandelt. Es ist niemand da, der Infusionen mache, z.B. bei Krebserkrankungen. Die Erkrankten werden einfach wieder nach Hause geschickt. Wenn Blut gebraucht wird, müssen die Patienten einen Blutspender selbst mitbringen. Und wenn dann niemand da ist, der es abnehmen kann, gehen alle wieder frisch, fromm, fröhlich, frei nach Hause. Man kann es ja noch verschmerzen, wenn bei einer anderen öffentlichen Stelle mal den ganzen Tag gewartet werden muss. Da stirbt niemand, obwohl es auch eine Bankrotterklärung des - Dank vor allem Merkel -  erzwungenen Systems ist.

Warum das alles? Wieso statuiert man an der griechischen Bevölkerung ein Exempel? Hilfreich ist das ja alles nicht. Es soll nur jemand zur Abschreckung der Kopf abgeschlagen werden, so wie das auch im Mittelalter üblich war. Ob der Deliquent schuldig war oder nicht, spielte dabei keine Rolle. 

Was will Merkel erreichen? Wollen ihre Hintermänner/frauen austesten, wie weit eine Bevölkerung leidensfähig ist, bis sie die Waffen in die Hand nimmt und wenns das Bratenmesser wäre oder die Küchengabel?

Wollen sie austesten, ab wann ein Aufruhr zu erwarten ist - oder ob eine Bevölkerung vernichtet werden kann ohne viel Aufhebens? Dahingerafft durch unbehandelte Erkrankungen? Das ist am Einfachsten und Wirklungsvollsten. Durch Hunger geschwächte Körper sind sehr anfällig. Die Reichen 1% hätten dabei keine Hand angelegt. Es gäbe kein Abschlachten, kein Morden. Man kann sich mit Tränen in den Augen herausreden, dass man doch alles gemacht habe, aber leider ... das wäre eben so, wenn man über die Verhältnisse leben würde ... Es würde dann eben Kollateralschäden geben?

Vielleicht will man testen, ab welcher Leidensstufe Menschen den Eigentod vorziehen, als weiter dahinzuvegetieren?

Oder wie soll ich das verstehen, wenn man an verarmten Menschen ein Exempel statuieren will und ihnen das letzte noch wegnehmen will?

Nein, das letzte wird man den meisten nicht wegnehmen können. Ihre Ehre! Die werden sie noch haben, im Gegensatz zu Merkels und Co, die noch nie welche besessen haben. Leider wird man an Ehre nicht satt.

Was will man?

Soll uns allen vor Augen gehalten werden, dass wir nur parieren bräuchten, damit man es mit uns nicht ebenso machte, wie mit den Griechen? Oder will man es genauso machen, fein austariert, bis zur Grenze dessen, was ohne Aufruhr noch machbar sein wird. Und dafür die Maßnahmen gegen das griechische Volk, fein niedergeschrieben, sozusagen - wissenschaftlich begleitet?

Das ist die für mich die einzig logische Erklärung für das, was man der griechischen Bevölkerung antut. Leider tuten viele Deutsche ins Horn der 1% und deren Marionetten, die sich Regierung nennt, und verkennen dabei, dass es auch um uns in Deutschland geht. Leider.