Dienstag, 6. März 2012

Nun Gewerkschaft - jetzt bist du dran

Die Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst verlangen 6,5% mehr Lohn. Die Arbeitgeber hüllen sich in schweigen.

Wie berichtet wird, kommen sehr viele der Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes mit ihrem Geld nicht mehr über die Runden. Nicht, weil sie im Champagner baden und Belugakaviar mampfen, nein, weil sie seit vielen Jahren schon Lohnverzicht üben mussten. Übrigens nicht als einzige in dieser versumpften Republik.

Was macht Ver.di ist hier die Frage. Gibt die Gewerkschaft wieder klein bei? Oder übt sie sich endlich mal damit, wirklicher Interessenvertreter der Arbeitnehmer zu sein?

Das Ziel der Arbeitgeber ist klar. Sie schweigen. Sie wollen, dass die Bevölkerung sich über die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes aufregt. Sie wollen den heiligen Volkszorn über die so dicken und fetten Angestellten des Öffentliche Dienstes, die den ganzen Tag nichts machen, sondern nur auf ihren Bürostühlchen schlafen, heraufbeschwören. Und ich denke, sie werden es auch schaffen. 

Solidarität zwischen den Menschen ist nämlich Fehlanzeige - hier - in unserem Land. Da gilt nur: Wenn ich nichts bekomme, sollst du auch nichts bekommen! 

Und lass mal Leute an Bushaltestellen warten oder vor geschlossener Kindergartentür stehen. Dann - ja dann - reißen die Duckmäuser ihr Mäulchen auf. Dann wissen sie ganz genau, wie gut es dem Öffentlichen Dienst geht. Dann werden die Spießer auf die Barrikaden gehen. Tja, genau das will der Arbeitgeber - genau diese Reaktionen. Die kann er dann schön benutzen, um die Gehaltsforderungen der Menschen abzuschmettern.

Sicherlich, die Finanzen der Städte, Gemeinden und Länder sind zerrüttet. Dafür können die Menschen aber nichts. Wer, wenn nicht die öffentlichen Arbeitgeber haben die Macht - wenn sie denn wollten - Berlin zu zwingen, eine andere Politik zu fahren und zwar eine verfassungsmäßige. 

Wer, wenn nicht der Landrat oder der Ministerpräsident eines Landes könnte der Merkel auf die Finger hauen und sie an ihre Verantwortung dem Lande gegenüber zu erinnern? Warum lassen sie sich eine Ausplünderung gefallen? Verdienen sie auch mit daran? Oder wie? 

Warum lesen nicht endlich, endlich mal alle diejenigen, die in diesem Land Verantwortung tragen, das Grundgesetz. Da steht nirgendwo drinnen, dass NUR die Exportindustrie und ausschließlich nur die gefördert wird. Da steht nirgendwo drinnen, dass NUR die Banken Anspruch auf Steuergelder haben und ausschließlich nur die. Im Grundgesetz steht etwas von Sozialstaatlichkeit, von Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, der Kultur ... 

Sind wir von Grundgesetzfeinden umzingelt?

Wenn es so weitergeht, gehen wir unter. China hat seine Institutionen angewiesen, nur noch chinesische Autos zu fahren. Wenn es chick wird und patriotisch, werden auch die Reichen in China chinesisch fahren. Und was wird dann?

Die Menschen unseres Landes wurden verarmt von einer Regierung, die falsche Akzente setzt. Und der Export funktioniert dann auch nicht mehr. Schluss! Aus! Pumpe!

Deshalb hoffe ich, dass die Gewerkschaft nicht klein beigibt und sich nicht wie verrückt herunterhandeln lässt, so mit Arbeitsplatzgarantie und Kleingedrucktem, wo man aus der Arbeitsplatzgarantie jederzeit wieder aussteigen kann.

Unser Land muss umlenken und endlich wieder den Binnemarkt in den Mittelpunkt seines Interesses stellen. Dafür MUSS Mensch endlich auch an den explodierenden Gewinnen der Unternehmen beteiligt werden und nicht nur als noble Geste. Es geht um unser Land - sein oder nicht sein.

Nur, wie sage ich das unseren Demokratie- und Grundgesetzfeinden an der Spitze unseres Landes?

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