Mittwoch, 7. März 2012

Schön wäre es, wenn Politiker auch mal nachdenken würden

Wie die Presse meldet, erwirtschafteten die Gesetzlichen Krankenkassen einen satten Überschuss und der Fonds ist gefüllt.

Das Finanzpolster bei den Kassen gibt das Bundesgesundheitsministerium mit rund zehn Milliarden Euro Ende 2011 an. Der Fonds habe eine Liquiditätsreserve von rund 9,5 Milliarden Euro, heißt es in den diversen Meldungen.

Für mich kommt das nicht überraschend. Meine Krankenkasse hat vor dem staatlichen Eingriff in den abzuführenden Prozentsatz sehr viel weniger gekostet. Ich bin Mitglied einer relativ kleinen Krankenkasse. So um die 3 Prozent musste ich dann mehr bezahlen als vorher. Das Geld liegt jetzt bei der Krankenkasse auf der hohen Kante. Im Gegenzug bekomme ich z.B. manche Behandlungen nur noch, wenn ich sie selbst zahle, obwohl ich sie vor rund 3 Jahren noch als Kassenleistung erhalten habe. Da wurde noch einmal Geld auf die hohe Kante gelegt. Der Leistungskatalog wurde ja gekürzt UND der Beitragssatz angehoben.

Nun wird davon gefaselt, dass wir wieder Geld zurückerstattet bekommen sollen. Da habe ich einen sehr viel besseren Vorschlag. Die 10 EUR Praxisgebühr sollten abgeschafft werden und sinnvolle Leistungen, die ich und andere bis jetzt immer erhalten habe, sollten wieder von der Krankenkasse bezahlt werden.

Weshalb zahle ich denn meine Beiträge in die Krankenkasse ein? Doch nicht, um letztendlich alles selbst zu bezahlen, angefangen von den Medikamenten bis hin zu Untersuchungen.

Wurde nicht die sogenannte Reform eingeführt, damit ALLE Menschen und nicht nur die reichen am medizinischen Fortschritt teilhaben können? Da die Leistungen der Krankenkassen zurückgeführt wurden, ist es heute so, dass derjenige, der nicht zahlen kann auch nicht am medizinischen Fortschritt mehr teilhaben kann. Vor kurzem schon - jetzt nicht mehr.

Blubber - blubber - blubber ... typischer Politikerscheiß. Wenn man denn wollte, könnte man schon ein leistungsfähiges Gesundheitssystem für alle installieren. Wenn man denn wollte.

So macht es doch überhaupt keinen Sinn wenn bei gleichen Beiträgen und gleichen Leistungskatalogen es zig Krankenkassen gibt. Entweder man lässt die Krankenkassen ihre Beitragssätze selbst kalkulieren oder, wenn man das nicht will, macht nur eine einzige Krankenkasse Sinn.

Nur, bei unseren Politikern darf man nicht nach sinnhaftem Denken forschen. Das findet in deren Hirnen nicht statt. Wie sollte es auch. Marionetten hängen an Fäden und denken nicht.

So, wie das Gesundheitswesen jetzt ausgestattet ist, ist eine Selektieranstalt: Zahle selbst - oder stirb - im schlimmsten Falle - immer öfter. 




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