Donnerstag, 29. März 2012

Sie grienst, die Grinsekatze

Und sie verkauft allen, die es nicht mehr hören können, dass die Arbeitsmarktsituation im Einzelhandel glänzend sei.

Vergessen sind die Zeiten, als Rösler noch davon schwadronierte, andere Themen in der FDP zu verankern, als die altbekannten, einspurigen. Aber, das kann man von Rösler auch nicht erwarten, er hat nicht Lenins "Strategie und Taktik" gelesen.

Da kräpelt die FDP am Rande der Auflösung herum. Und was macht sie? Sie setzt sich wieder einmal voll in die Nesseln. 

Ich bin wirklich keine Hurraschreierin für eine Transfergesellschaft für die Verkäuferinnen von Schlecker. Ihre Arbeitslosigkeit wird nur hinausgezögert, kommt aber unaufhaltsam. Aber - und das wäre der große Vorteil der Transfergesellschaft - das eine Jahr, was man an Arbeitslosigkeit nur noch zubilligt, würde verlängert werden. Man wäre nicht sofort in H4. Das ist der große und einzige Vorteil, der nicht zu verachten ist, zumindest für die Frauen. Wo sollen die denn sonst hin?

So, wenn ich nun FDP wäre, was würde ich tun. Ich will doch gewählt werden - oder nicht? Ich würde mich mal um die Menschen wie Lieschen Müller kümmern. Warum sollte nicht auch mal Lieschen Müller Geld nachgeworfen werden und nicht immer nur den Banken? Lieschen Müller benötigt das Geld viel dringender als damals ein Herr Ackermann. 

Da werden Rettungsschirme aufgespannt - noch und nöcher ... unser Steuergeld wird was weiß ich nicht wem alles in den Hintern gepustet, Spekulanten, Banken, Heuschrecken und was weiß ich nicht wen sonst noch alles. 

Aber einen Rettungsschirm für Leute wie du und ich? Pustekuchen! Dafür ist auf einmal der Staat nicht zuständig. Verkäuferinnen von Schlecker sind ja auch nicht systemrelevant. Die können ja verrecken. Warum sind sie nicht als Liz Mohn auf die Welt gekommen ... Selbst dran schuld.

Und was macht die FDP? Sie verweigert den Rettungsschirm für Lieschen Müller. Ist ja nur Lieschen Müller und nicht irgendein Milliardär oder Millionär. 

Von wem will eigentlich die FDP gewählt werden? Die paar Reichen, wenn die überhaupt wählen gehen (haben die ja gar nicht nötig - die kaufen), sind doch nicht die Masse. Das hat die Grinse-FDP sicherlich vergessen.

An der Verweigerung der FDP für die Transfergesellschaft sieht man wieder, wie sie uns Normalos verachtet. Wir sind für sie Asche, nicht existent. Nur, wir wählen und sind viele Millionen.

*Kicher* - die Stellensituation im Einzelhandel wäre glänzend. 

Bei uns im Einkaufscenter machen wieder 2 Läden dicht (kein Schlecker) und weitere sind nicht mehr besetzt, leer, mit Werbung zugepackt. In den anderen langweilen sich die Verkäuferinnen zu tote. 

Sicherlich werden da ab und zu auch ein paar Verkaufskräfte gesucht: jung, dynamisch, flexibel, stundenweise ... Das ist wirklich eine glänzende Situation. 

Ich weiß ja nicht, wo unsere asiatische Grinsekatze lebt. Hier nicht! Hier geht der Einzelhandel den Bach hinunter. 

Vielleicht in seiner Welt, in einer Parallelwelt, einer anderen Dimension, vielleicht ist es dort anders als bei uns. Weiß man's? Ich denke eher, dass ein gewisser Herr Rösler noch nie in seinem Leben in einem normalen Einkaufscenter war. Noch nie! Wetten?