Dienstag, 27. März 2012

Was soll das bringen?

Okay, die Schleckerfrauen sind keine großen Banken. Den Banken hat man Zucker in die breiten, fetten Hintern geblasen. 

Die Schleckerfrauen sind nur Frauen. Frauen die ein bisschen dazu verdienen müssen. Sich dafür schlechte Arbeitsbedingungen gefallen lassen mussten und müssen, aber wenn man Geld zum überleben benötigt, dann nimmt man meist auch das in Kauf. 

Leider halten wir alle nicht zusammen und kündigen den fetten, gierigen Bossen den Gehorsam auf. Das wird wohl nie geschehen, deshalb ist es so leicht, uns unter die Knute zu zwingen.

Man diskutiert über Transfergesellschaften, die der Steuerzahler finanzieren soll. 

Die Frage stellt sich mir: Wohin sollen die Frauen transferiert werden? 
Sollen sie auf ein Leben mit HartzIV vorbereitet werden? 
Sollen sie lernen, sich noch mehr zu ducken?
Sollen sie lernen, sich klaglos einer Verfolgungsbetreuung auszusetzen?

Ich habe kürzlich in einem Kommentar in einem anderen Blog, ich weiß jetzt nicht mehr, welcher es war, über die Praktiken der Arbeitsagenturen gelesen, dass sie Menschen dazu verdonnern, Bildchen aus Frauenzeitschriften auszuschneiden und sie bei Verweigerung dieses Schwachsinns sanktionieren.

Was will man in den Transfergesellschaften machen? In Regionen, die sowieso keine richtigen Arbeitsplätze mehr haben, kann auch nicht in irgendetwas qualifiziert werden. Und wenn die Frau 50 ist? Nicht mehr rank und schlank? Ein paar Falten im Gesicht hat? Was soll dann aus ihr werden? Bis 67 in Hartz IV? Bis 67 verfolgt, erniedrigt, oft kriminalisiert oder als faules Stück bezeichnet? 

Was bitteschön will eine Transfergesellschaft machen? Die drohende Arbeitslosigkeit und H4 hinauszögern? Mehr ist nicht drinnen.

Transfergesellschaften sind Augenwischereien, die niemanden etwas bringen. Okay, nur etwas Aufschub, das ist sicherlich auch vielen Frauen wichtig und aus deren Sicht verständlich.

Ich möchte nicht in der Haut der aussortierten Frauen stecken. Sie sitzen vor der Tür in Verzweiflung. Sie wissen nicht, wie es weitergehen soll und es geht auch nicht weiter. Nicht unter diesem System, was Menschen nur als Nummer in einem ökonomisierten Arbeitsprozess betrachtet.

Wir reden immer davon, dass Deutschland reich wäre. Nur, die Prämissen für ein reiches Land sind falsch gesetzt. Ein reiches Land kann nicht reich sein, wenn Millionen von Menschen in diesem Land nicht wissen, wie sie den Monat überstehen sollen. 

Reich ist doch eher ein Land, was seinen Menschen Perspektiven eröffnet, ihre Menschenwürde achtet, Kinder nicht nach sozialer Schichtung sortiert, einen starken Öffentlichen Dienst hat, eine gute Infrastruktur und die Daseinsvorsorge der Menschen nicht in die Gierschnäbel privater Hände legt. Das nenne ich ein reiches Land. Und Deutschland entfernt sich immer mehr von diesem Bild. Es verarmt zusehends.

Die Schleckerfrauen sind nur ein Symptom dafür, was hier jeden Tag falsch läuft!