Mittwoch, 9. Mai 2012

Die FDP versteht überhaupt nichts,

aber stellt in Sachsen völlig "ideologiefreie" Verkehrskonzepte vor - aus dem letzten Jahrhundert.

Die Vorrangstellung des Autos soll in Sachsen zementiert werden. Der ÖPNV wird noch mehr geschrumpft. Ganze Landstriche sind per Bahn nicht mehr oder kaum noch erreichbar. 

Ideologiefrei heißt wahrscheinlich bei der FDP, puschen der Energiekonzerne und puschen der Autokonzerne, Asphalthersteller, Straßenbauunternehmen.

Und komischerweise soll damit auf den demographischen Wandel reagiert werden. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man einen Lachanfall bekommen. So sollen also ältere Leute gezwungenermaßen Auto fahren, ob sie wollen/können oder nicht. Und wenn sie nicht mehr können, haben sie eben Pech gehabt. So, wie man z.B. den 70-jährigen schon heute vorwirft, nicht mehr Autofahren zu können, obwohl gerade Junge die Unfälle machen. Aber das steht auf einem anderen Blatt. Dann sitzen sie nun in der Lausitz, im Erzgebirge eben in ihrem Nest, ohne Arzt, ohne Einkaufsmöglichkeiten und rotten so dahin. 

Nungut, die FDP meint es ökonomisch nur gut. Wenn die alten Menschen sowieso keine Knie- oder Hüft-OPs mehr bekommen sollen, liegen oder sitzen sie sowieso nur noch in ihrem Häuschen. Und da können rumänische, bjelorussische - oder was weiß ich noch von woher - Hausangestellt sich nützlich machen, vielleicht dann auch gern griechische, spanische oder portugiesische (Deutschland will ja alles Liebe und Gute für diese Länder). Und wer sich das nicht leisten kann, bei dem ist sowieso alles zu spät. Soylent Green - sage ich nur.

Ideologiefrei ins Abseits.

Zug fahren ist doof, Autofahren ist besser, Fliegen aber am allerallerallerschönsten, scheint der sächsische Verkehrminister zu denken und halluziniert über die nichtvorhandenen Gewinne der popeligen sächsischen Flughäfen. Es ist nur noch lachhaft. Und sowas haben nun die Sachsen in den Landtag gewählt. Knallchargen, die wir mit unseren Steuergeldern durchfüttern müssen, deren ganzes nichtiges Leben lang.

Was man doch alles unter ideologiefrei verkauft. Dabei wird gerade eine ideologisch völlig veraltete Ansicht als das Nonplusultra dargestellt. Bei der FDP in Sachsen gibt es keinen sparsamen Umgang mit Ressourcen (okay, in gewissern Hinsicht schon, wenn man den Zustand der Straßen in Sachsen sieht), keine umweltfreundliche Fortbewegung, kein Spritsparen, kein Schutz der Wälder und der Natur. Die FDP in Sachsen liebt Asphalt. Nun vielleicht nicht Asphalt an sich, sondern die Unternehmer, die sich mit Asphalt eine goldene Nase verdienen oder weiterhin verdienen wollen. Man findet es prima Erdöl dafür zu verschwenden. Autobahnen sind alles! Schienen nichts! 

Mobilität nur noch für die, die es sich leisten können. Endlich freie Autobahnen ohne dem Pleps. Das ist die FDP Sachsen! Eine Truppe völlig "ideologiefreier" Nullen.