Samstag, 5. Mai 2012

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Bei mir im Blog gibt es ja schon des Längeren keine Kommentarfunktion mehr, da ich bedroht worden bin. Also gibt es nur noch die Ankreuzfunktion. 

Mit Erstaunen musste ich jetzt bemerken, dass bei meinem Post "Missbrauch meiner Fernsehgebühren" es zwei Stimmen gibt, die halb ja/halb nein sagen.

Okay, jeder kann meinen, dass seine Gebühren beim ÖR gut verwaltet werden. Es gibt ja immerhin noch genügend Leute, die sich wohl informiert empfinden und gut aufgehoben beim ÖR, obwohl das nur noch Ihrer Vorstellung entspricht, aber nicht mehr der Realität. 

Der MDR z.B. wurde seit Wiedergründung so ausgerichtet, dass er die ehemaligen DDR-Bürger in dieser Region missionieren soll. Seine Aufgabe: Religion zu vermitteln, ein Feindbild DDR aufzubauen und eine rosarote Gegenwart darzustellen. Kernaufgabe also: Verblödung der Menschen, die in diesem Sendegebiet wohnen. Die Auswirkungen sind vor allem im Raum Dresden zu spüren. Sein Name vermittelt außerdem ein Bild der Grenzen vor dem 2. Weltkrieg und ist nicht durch Tradition zu begründen. Mitteldeutschland ist heute nicht mehr Mitteldeutschland, sondern liegt im Osten von Deutschland. Um Mitteldeutschland zu werden, müssten wir schon "unsere" Ostgebiet Heim ins Reich holen. Diese Aufgabe wurde sicherlich - ich spekuliere mal - nicht aufgegeben. Heute aber mit anderen Mitteln.

Nachrichtensendungen - eigentlich das Herzstück des OR. Sie wurden und werden immer mehr zum Sprachrohr derjenigen, die unser aller Leben beherrschen oder beherrschen wollen, stellvertretend sei nur Frieda Springer und Liz Mohn genannt. Des Weiteren habe ich z.B. schon festgestellt, gerade beim MDR, dass dessen Nachrichtensendung 19:30 weit weniger über Tagesgeschehnisse informiert, wie z.B. RTLII in ihren News, was in meinen Augen ungeheuerlich ist. Das ÖR tut sich mit der BILD-Zeitung zusammen und wirbt unterschwellig für sie, was außer mir, glaube ich, niemanden interessieren zu scheint. Ich habe schon verschiedene Öffentlichkeiten darauf aufmerksam gemacht, ohne dass es je jemanden interessieren hat (auch die ND-Seiten informierte ich in einem relevanten Umfeld, was dort gerade abgehandelt wurde - interessierte dort auch nicht). Man schaue sich die Morgensendungen an, da liegt ganz offen die BILD auf den Tischen - ein Unding.

75 % der Deutschen stehen auf Seiten von Timoschenko, wie man zu hören bekommt. Haben sich diese 75 % schon mal Gedanken darüber gemacht, dass es vielleicht nicht so abwegig ist, diese Dame zu belangen? Eine amerikanische Anwaltskanzlei ermittelt wegen Geldwäsche gegen sie. In der damaligen Sowjetunion war es den Bürgern nicht möglich riesige Ersparnisse zu erwirtschaften. Die Unternehmen waren alle staatlich. Hat sich schon jemand mal gefragt, wie ein ehemaliger Sowjetbürger (bei ehemaligen DDR-Bürgern trifft dies auch zu) an ein Vermögen gekommen sein soll, um Unternehmen aufzukaufen? Man schaut immer zu solchen "Aufsteigern" auf und vergisst, dass kein Mensch, der ehrlich ist, Millionär werden kann, so aus dem Stand. Irgendeinen Grundstock hat jeder oder eben man arbeitet mit der Mafia zusammen. Und die liebe Frau Timoschenko erntet die Gefängnisfrüchte, die sie jahrelang in ihrem Land selbst geduldet hat. Obwohl Amnesty International schon jahrelang von Menschenrechtsverletzungen in den ukrainischen Gefängnissen sprach, interessierte es Frau Timoschenko und auch Deutschland erst, als sie es am eigenem Leib spüren musste. Sie hätte die Verhältnisse, wenn sie denn gewollt hätte, ändern können, als sie Regierungschefin war. Man wünscht keinen Menschen unwürdige Behandlung, das versteht sich von selbst, aber es hat uns und sie bis jetzt auch nicht gestört, wieso jetzt? Wieso Frau Timoschenko? Weil der Machthaber der Ukraine auf Russland setzt und sein Land nicht den westlichen Unternehmen (bis jetzt) zum Fraß vorgeworfen hat und - was auch sehr wichtig ist - es stehen in Deutschland 2 Wahlen an. Es nervt auf die Dauer, immer wieder das blaue Fleckchen gezeigt zu bekommen, was jeder kennt, der Spritzen bekommt. Auch an dieser etwas ungewöhnlicheren Stelle des Armes wurde mir auch schon Blut gezogen und habe ich, als ich täglich mehrfach Spritzen bekam, dort welche erhalten. Ich hätte mit Frau Timoschenko locker konkurrieren können. Meine Mitpatienten damals auch mit den Bauchflecken, weil sie sich die dorthin haben geben lassen. Will sagen: Niemand weiß wirklich, was dort geschehen ist!

Arbeitende Gefangene. Das gibt es überall auf der Welt. Das ist usus in einer Strafanstalt. Keine Arbeit gilt auch als Strafmaßnahme in Gefängnissen. Woher also die Aufregung, wenn DDR-Häftlinge für IKEA arbeiteten? Das Totschlagargument sind dann die politischen Gefangenen, was nicht immer nachvollziehbar ist, obwohl es sie auch gab. Nur, wären sie besser dran gewesen, den lieben langen Tag untätig in der Zelle zu hocken? Sie waren nun mal eingesperrt. Das mag man ungerecht finden, war es vielfach auch, aber Tatsachen sind Tatsachen. Dann wird ein Zeitzeuge hergeholt. Man bekommt den Eindruck eines Reality Scripts. Der sagt aber auch nichts Relevantes aus, sondern nur, dass er arbeiten musste. Na und? Ist nicht bei uns in Deutschland Arbeit das höchste Gut überhaupt. Lieber Arbeit, zu welchen Bedingungen auch immer? Tönt das nicht aus jedem Lautsprecher? Benehmen sich nicht die meisten Arbeitnehmer so? Sonst wären sie schließlich schon längst auf die Barrikaden gegangen. Sozial ist, was Arbeit schafft. Und lauter solch Müll. Das ist alles okay, obwohl Menschen von der Arbeit immer kranker werden, obwohl Menschen weit unterhalb ihrer Qualifikation gezwungen werden, irgendwelchen Mist als Job anzunehmen. Und das ist toll? Unternehmen greifen auch sehr gern in der Bundesrepublik auf Gefangenenarbeit zu. Sie ist billig. So billig arbeitet kein Deutscher in Deutschland. Warum die Aufregung? Weil damals DDR auf dem Etikett stand? Heute steht Deutschland auf  einem ähnlichen Etikett. Es ist nicht alles Demokratie, wo Demokratie draufsteht.

So - und das alles - blanke Propaganda - bezahle ich mit meinen Gebühren - zwangsweise. Ich kann nicht mal ausweichen, indem ich den Fernseher abschaffe. Nächstens werde ich noch einmal zwangsweiser abgezockt mit der Haushaltsabgabe, egal ob ich einen Fernseher habe oder auch nicht. Was ist am ÖR anders als beim Privaten außer der ewigen Werbung zwischen den Filmen und Serien? Sie bringen die gleichen Serien, die gleichen Realtiy Scripts, es wimmelt von Liebe und Triebe, von Rosamunde Pilcher, vom Kochen den ganzen Tag und der MDR bringt am laufenden Bande volkstümliche Musik. Ich will mir kein Aufnahmegerät anschaffen müssen, um wirklich gute Dokus sehen zu können, die es immer weniger gibt oder die nur neu zusammengeschnitten worden sind. Ich bezahle Gebühren und möchte gut informiert werden. Das wird man aber beim ÖR in keinster Weise, auch wenn das viele halluzinieren. Da kann nicht mal "Neues aus der Anstalt", was auch schon weichgespült wurde in der Mehrheit der Sendungen, mich zufrieden stellen. Mal 1 Sendung, mal 1 Film in zig Monaten oder Wochen. Herrjeh, dafür bezahle ich sehr ungern Gebühren. Der Rest ist der gleiche Schrott, wie bei den privaten.

Nun frage ich mich, wie kann man sowas tolerieren? Wie kann man für so etwas zumindest ein 50%-iges Verständnis aufbringen. Das bleibt wirklich das Geheimnis der Ankreuzer.