Freitag, 4. Mai 2012

Missbrauch meiner Fernsehgebühren

Zufälligerweise habe ich heute Morgen wieder mal das MOMA im ZDF eingeschaltet und nach ein paar Minuten wieder ab. Das hält man doch nicht aus und ich konnte nicht an mir halten, den Verantwortlichen wieder einmal meine Meinung zu sagen. Ich glaube, dass meine Mails sicherlich schon dort im Spam-Ordner landen ;)



Sehr geehrte Damen und Herren,

heute habe ich nun endgültig zum letzten Mal das Moma gesehen.

1. Es kann doch wohl nicht sein, dass wir tagtäglich mit einer als ukrainischen Bäuerin verkleideten Millionärin (vom "Tellerwäscher in der Sowjetunion" gleich zur Millionärin, was ohne krumme Geschäfte schier unmöglich ist) berieselt werden. Die Untersuchungen einer amerikanischen Anwaltskanzlei bieten dafür genügend Beweise. Diese lächerlichen blauen Flecke könnte ich Ihnen nach jedem Laborbesuch hier in Deutschland auch vorweisen. Und nicht zu vergessen: Sie hungert freiwillig! Alles das zu verbrämen mit der achso schlimmen Menschenrechtssituation in der Ukraine ist wohl scheinheilig bis zum geht's nicht mehr. Deutschland hat sich noch nie darum gekümmert, wenn EM oder WM oder Olympische Spiele in Diktaturen stattfanden. Der Unterschied, andere Diktaturen haben das gemacht, was der Westen wollte. In anderen Diktaturen konnte die deutsche Industrie schalten und walten wie sie wollte (Mercedes z.B. im damaligen Apartheitsstaat Südafrika - gibt aber auch jüngste Beispiele woanders). Wir umarmen Saudi Arabien, schicken dort Panzer hin, damit Volksproteste in Bahrein unterdrückt werden. Merken Sie nicht selbst, wie krude Ihre Berichterstattung ist?

2. Wer im Glashaus sitzt, der sollte keine Steine werfen. In Deutschland arbeiten Gefangene für ein Taschengeld für verschiedene Unternehmen. Das ist nichts Besonderes und wird nur ganz selten mal am Rande erwähnt. Wieso ist es in Deutschland etwas anderes als in der DDR? Die Kirche muss doch wohl im Hause bleiben. Und ich glaube kaum, dass die in Deutschland Inhaftierten ein Mitspracherecht bei der Produktion eingeräumt wird, wo doch "normale" Arbeitnehmer dies hier auch nicht haben.

In beiden Fällen liefert mit meinen Gebühren das MOMA übelste Propaganda ab und erinnert mich doch sehr an das alte DDR-Fernsehen.