Donnerstag, 28. Juni 2012

Die Karawane zieht weiter

Foxconn will jetzt nach Indonesien, wie ich gelesen habe. Die chinesischen Mitarbeiter werden wohl zu rebellisch? Wollen die vielleicht wieder mal mehr Geld?

Indonesien ist glücklich. Arbeitsplätze! Für Millionen! Zumindest verspricht das Foxconn. Will jetzt Apple 70 % Gewinn machen? Reichen 60 nicht mehr aus? Oder toleriert Apple nicht, dass es vielleicht nur 59% werden würden, wenn die chinesischen Mitarbeiter vielleicht ein winziges Stück mehr an Lohn bekämen? Leisten könnten sie sich das Smartphone in der Regel dann immer noch nicht.

Haben sich vielleicht zuviele Chinesen im Werk umgebracht? Will man aus solchen Schlagzeilen raus?

Will man glückliche indonesische Arbeiter zeigen, die zusammengepfercht in einer Unterkunft hinter Stacheldraht wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag erhalten? Das wohl eher nicht. Aber alle Elektronikriesen, die dort produzieren lassen, sind glücklich darüber. Minimale Ausgaben. Der Asiate an sich braucht nur seine eine Schüssel Reis am Tag, denken sie sicherlich. Mehr Lohn wird der Arbeiter an sich nicht bekommen. Vielleicht noch ein winziges Stückchen drüber. Er soll sich schließlich super fühlen, angestellt bei Foxconn zu sein, zur großen IT-Familie zu gehören, produzierend für Apple, Dell und Co. 

Heile, heile Welt - zumindest für Besitzer von Unternehmen.

Es gibt immer wieder arme Schlucker, die sich um den ärmlichsten Arbeitsplatz reißen, um nicht verhungern zu müssen. Schließlich braucht jeder Europäer ganz zwingend ein Smartphone, wenn nicht gar 2, sonst nichts. Essen, Bücher usw. usf. - alles nicht wichtig. Er will sich verschulden, damit die armen Hascherl wenigstens eine Schüssel Reis am Tag erhalten. Da sage mir niemand, wir wären nicht solidarisch.