Dienstag, 26. Juni 2012

Ich als Konsument erwarte

Mit bierernster Miene wird die neueste Kristallkugelverlautbarung des GfK unters Volk gebracht. Muss ja positiv sein, schließlich werden wir in ungefähr einem Jahr wählen. Und wen sollen wir wählen? Natürlich. Die debil dreinschauende, Ärmchen hochwerfende, jubelnde Fußballkanzlerin, die Fußball entdeckte, um Popularität zu schinden. 

Die deutschen Konsumenten erwarten mehr Geld in ihrer Geldbörse und wollen hochpreisiger kaufen. 

Okay.

Ich erwarte mindestens, wenn nicht noch mehr, eine Rentenerhöhung von mehreren tausend Euro im Monat, denn ich erwarte höherpreisiger einkaufen zu können.

Ich denke da so an einen Ferrari - rot sollte er schon sein. Gut, der schwarze mit Phil-Collins-Musik im OFF würde auch toll sein. Aber, da fängt die eine Schwierigkeit an, welches OFF. Ich glaube, dass Sphärenklänge, trotz erwarteter Mehreinnahmen meinerseits, leider nicht käuflich sind. Also wird es wohl nix mit Phil-Collins-Musik-im-OFF-im-schwarzen-Ferrari.

Ein Ferrari, super, der würde sich ganz toll vor meiner Haustür im armen Neubaugebiet ausmachen. Neubaugebiet habe ich gesagt - nicht Platte. Das wäre wohl polemisch. Aber das wollen wir nicht. Wir loten aus, was wir konsumieren könnten, so wie wir es wollten, wenn wir die erwarteten Mehreinnahmen hätten. Sprich: Wir verteilen das Fell des Bären, BEVOR er erschossen wurde. Da der Bär kein Schadbär ist, darf er leider, leider nicht erschossen werden.

Ach, wie schön, war meine Traumblase mit den vielen wenn und aber ... mit dem vielen "die Konsumenten erwarten". Nun ist sie geplatzt und nur weil wir den Bären nicht totschießen können, dessen Fell wir so gern verteilen würden, wenn es denn ginge. (Ich liebe den Konjunktiv, ebenso wie alle deutschen Institute, die Kristallkugelvorhersagen machen)

Aber ich finde es schon toll, wenn es Institute gibt, die mit unserem Geld Wahlkampf für die Kanzerlin exzessiv betreiben. Viel Wissen und Können muss man anscheinend in diesem Institut nicht haben. Man sollte besser der Pinocchio-Typ sein und sich nicht an der länger werdenden Nase stören.

Erwarten wir also die Erwartung.