Mittwoch, 10. Oktober 2012

Was ist ein toter Grieche wert

Nichts. Das geht unserem Hosenanzug am Arsch vorbei. Ich weiß jetzt nicht, was sie überhaupt in Griechenland wollte. Ihr ist es doch sowas von egal, wie es den kleinen Leuten in Griechenland geht. 

"Was, die haben kein Brot zum essen, dann sollten sie eben Kuchen essen", sagte mal eine französische Königin, der das zum Schluss recht schlecht bekam.

Was schert es unseren Hosenanzug, wenn Kranke keine Medikamente mehr kaufen können? Krebskranke sterben müssen? Schließlich gibt es Ähnliches in kleinerem Ausmaß auch in Deutschland. Hier wie dort - alles egal - Hauptsache die Reichen werden reicher und verlieren keinen kostbaren Cent ihres zusammengeraubten Vermögens.

Was schert es dem Hosenanzug, wenn die griechische Wirtschaft den Bach heruntergeht. Binnenmarktliches Wirtschaften und binnenmarktliches Verkaufen ist sowieso nicht das Ding dieser Frau. Schon der Binnenmarkt in Deutschland ist ihr nichts wert, also wie sollte ihr der in Griechenland am Herzen liegen.

Sie sollte sehen - nach Aussagen des griechischen Herrschers von EU-Gnaden - wie es den Menschen in Griechenland gehen würde. Na toll. Das sieht man, wenn man durch weit abgesperrte Straßen fährt und sich nur im Regierungsgebäuden aufhält. Den Hosenanzug interessiert es doch ebensowenig, wie es weiten Teilen in Deutschland geht und da bräuchte sie nur vor ihre Haustür zu treten, um das zu sehen. Griechenland ist weit fort für sie. Wieso sollte sie sich für die Menschen dort interessieren?

Was versprach sich der griechische Präsident vom Besuch des deutschen Hosenanzugs? Wollte er nur bei seiner eigenen Bevölkerung gut Wetter machen? "Seht her, ich hab es ja probiert, leider vergebens" Oder wie? Hat er etwa ernsthaft geglaubt, dass im Hosenanzug ein Mensch drinnen steckt?

Und wieso plustern sich jetzt deutsche Zeitungen auf, dass ein Herr Riexinger von den Linken in Athen bei den Protestlern war? Gehört nicht jeder anständige Mensch auf die Seite der Humanität? Muss nicht jeder anständige Mensch aufstehen, wenn andere ausgehungert werden sollen, egal, wo auf der Welt? Was haben die deutschen Zeitungen für ein Humanitätsverständnis?

Wahrscheinlich das gleiche, wie der von einigen Wenigen gesteuerte Hosenanzug, ohne menschlichem Inhalt.

Einem Hosenanzug, dem ich die Worte von Hermann Hesse ans nicht vorhandene Herz legen möchte:

Unser Ziel ist, einander zu erkennen und einer im anderen das zu sehen und ehren zu lernen, was er ist; - des andern Gegenstück und Ergänzung! 


Dazu die nichtgehaltene Rede von Herrn Riexinger HIER



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