Freitag, 9. November 2012

Da kriegste doch die Tür nicht zu

Wenn man glaubt, der niedrigste Punkte ist erreicht, geht es immer noch tiefer. Sie entblödet sich nicht, unser Hosenanzug, zu hetzen. Und gegen wen geht es mal wieder? Gegen den Lieblingsfeind unserer Hetäre der Wirtschaftsbosse - Griechenland.

- Einschub: Da sind mir doch die Mädels von der Herbertstraße lieber. Die stehen dazu, was sie sind und spiegeln einen nicht falsche Tatsachen vor. Einschub Ende -

Ich frage mich, was sie für ein Demokratieverständnis hat. Ich beantworte die eigentlich keine Frage gleich selbst: Keines!

Wieso sollen nicht Griechen streiken dürfen, wenn ihnen alles genommen werden soll? Wenn ihre Daseinsvorsorge privatisiert werden soll. Es ist das gute Recht der griechischen Normalos sich dagegen aufzulehnen. 

Wieso sollen die griechischen Normalos vor einer, von ihnen NICHT gewählten Person kuschen? Alles mit sich machen lassen?

Sollen sie sich freiwillig hungern schicken? Ohne Gegenwehr? Sollen sie sich freiwillig ins Grab legen, nur weil sie in den Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden?  Sollen sie sich freiwillig den Lohn bis zu 50 % kürzen lassen? Sich in die Arbeitslosigkeit schicken lassen. Sollen sie tolerieren, dass Teile ihrer Städte exterritorial werden, wie z.B. der Hafen, den ein Chinese billig "erworben" hat? Wo dann keine Arbeitsgesetze, kein Unfallschutz, nichts mehr gilt, nur das, was dem chinesischen Paten gerade einfällt? Sollen die griechischen Normalos das tolerieren?

Wollen wir in Europa chinesische Arbeitsverhältnisse?

Was denkt sich diese Person dabei? Denkt sie überhaupt noch? Oder ist eine große, schwarze Leere in ihrem Kopf?

Was erzählt sie für einen Schwachsinn mit den Eisenbahnen in Griechenland, die nicht mal den Lohn der Angestellten einspielen. Wieso sollten sie das auch, wenn man umweltpolitisch und sozial denkt.

Japans Eisenbahnwesen ist hoch subventioniert und Japan hat noch eine höhere staatliche Verschuldung als Griechenland - noch. In der Türkei wird der Schienenverkehr auch nicht gewinnträchtig angeboten. In Portland ist der Nahverkehr sogar kostenlos. Also geht es, wenn man will und nicht alles und jedes nur unter dem Gesichtspunkt der Gelddruckmaschine sieht. 

Es gibt noch viel mehr in einer Gesellschaft, was nicht mit Geld zu bezahlen und zu beziffern ist. Wer das in Geldwerten ausdrücken will, zerstört eine Gesellschaft und wir sind auf dem besten Wege dazu, bei uns und in Europa unter unserer Knute.

Ich frage mich, was die Familie Kasner über ihre Tochter denkt. Schämen sie sich als Christen nicht für das, was aus ihrer Tochter geworden ist? Also stolz können sie nicht auf diese Person sein, die auch so tut als ob sie Christin wäre.

Ich kenne solche Opportunisten aus der DDR. Es gab wirklich sehr viele tolle Genossen, die ich kennengelernt habe so in den 80er Jahren. Sie arbeiteten für den Sozialismus, für ihr Land, haben sich zerrissen und waren tief verbunden mit der sozialistischen Idee. Dann gab es die Zeitgenossen, die nur so taten, um sich sämtliche Vorteile, die es damals zu verteilen gab, erraffen zu können. Die Wasser predigten und heimlich - nun ganz heimlich war es nicht - Wein tranken. Das waren die Schlimmsten. Sie waren gnadenlos anderen gegenüber, nur auf ihren kleinen, persönlichen Vorteil bedacht. Sie räumten alles und jeden aus den Weg, der ihnen in die Quere kam. Sie schafften es leider auch bis in hohe Positionen, weil sie so gut schleimen, lügen und betrügen konnten. Von dieser Sorte stammt auch unser Hosenanzug ab. Alles in der DDR mitgemacht und nicht nur einfach so, sondern aktiv gestaltet. Man konnte nicht einfach B-promovieren, man wurde nicht einfach so in die Sowjetunion delegiert werden und man bekam nicht einfach so eine Stelle bei der Akademie der Wissenschaften und FDJ-Sekretärin für Agit-Prop bekam man auch nicht in die Wiege gelegt. Das alles setzte Staatstreue und zwar aktive Staatstreue voraus. Und jetzt geht es so weiter, genau wie damals. Scheißen auf die Kleinen und bei den Großen anbiedern, um wiederum Vorteile für sich einzuheimsen. 1989/90 nannte man das noch Wendehals und es wurden einige damit tituliert, die es nicht verdienten. Leider wurde diese gewisse Person nicht so genannt. Ein Fehler.

Mir tut die Familie Kasner leid. Welcher Vater, welche Mutter wollte, dass ihr Kind so asozial und geldgeil wird?




Kommentare:

  1. Ich nehme an, dass der "Einschub" ein Zitat Merkels ist. Wenn ja, bezeichne ich diese Aussage einfach nur als erbärmlich.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. nein, de Einschub ist meine Meinung und ich weiß jetzt nicht, was daran erbärmlich sein soll. Die Hetäre des Kapitals schwindelt uns etwas vor, was sie nicht ist. Diese Damen eben nicht.

      Löschen
    2. Nein, das finde ich gar nicht "erbärmlich".
      Damit ist gemeint, diese Mädels stehen dazu, daß sie
      sich verkaufen, während dieses Berliner Subjekt vorgibt,
      sich anden Amtseid zu halten ("...alles zum Wohle des Volkes..." usw.) und doch tagtäglich diesen Eid bricht.
      Die Mädels sind wenigstens ehrlich in dieser Beziehung.

      Löschen
    3. Genau so isses, genauso ist es gemeint.

      Löschen
  2. Du sprichst mir ja so aus dem Herzen!
    Ich wünschte nur, daß alles, was man tut,
    früher oder später auf einen selbst zurückfällt.
    Das wünsche ich mir aus vollem Herzen für unsere
    sogenannte "Elite". Möge es wahr werden!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wirklich alles Schlechte, was man anderen angetan hat, wieder auf einen zurückfällt. Ich denke, dass auch Merkel ein unglücklicher Mensch ist. Sie hat keinen Partner, der sie liebt und keine richtigen Freunde. Die aus den Eliten sind nur Zweckfreunde, die auch ganz schnell wieder verschwinden werden. Ich würde es auch nicht als angenehm empfinden, wenn sich in jeder Kabarettsendung ausgiebig über mich lustig gemacht wird. Ich würde das als beschämend empfinden, wenn ich dort immer der Lüge überführt würde. Geld ist wirklich nicht alles. (Zuwenig ist natürlich Mist)

      Löschen
    2. Um das beschämend zu empfinden (das Wort ist wichtig: "empfinden"), muß man aber auch Empfindungen haben. Und sowas spreche ich ihr total ab, genauso wie ein Gewissen. Was natürlich eng zusammenhängt.

      Löschen
    3. Ich habe mich schlecht ausgedrückt. ICH würde das als beschämend empfinden. Der Hosenanzug natürlich nicht, sonst würde sie ja anders handeln.

      Löschen
  3. @ PeWi, zu menem Kommentar: Da habe ich was fasch verstanden, sozusagen durcheinandergewürfelt.
    :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das dachte ich mir schon, weil das sonst nicht deine Art gewesen wäre. :D

      Löschen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.