Montag, 17. Dezember 2012

Ein Weihnachtsgeschenk für Kinder

Schon ein schönes Weihnachtsgeschenk für die Kinder ausgesucht? Für die lieben Kleinen? Die Sechsjährigen? Die Siebenjährigen? 

Wie wär es mit einer Walther PPK, hilft Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern?

Oder soll es schon etwas Größeres sein? Eine Utzi vielleicht? Eine Pumpgun?

Man weiß ja nie. Auch Kindergartenkinder sollten schon bewaffnet sein. Es könnte ja sein, dass irgendein Amok-Läufer den Kindergarten überfällt. Unsere lieben Kleinen sollten sich schon wehren können und dem Amoker die Zähne, bzw. den Pistolenlauf zeigen.

Bewaffnet eure Kinder und es wird keine Straftaten mehr geben, die durch Waffen initiiert werden.

Das ist das gleiche, als wenn man riefe: Brennt die Stadt ab, dann können in dieser Stadt keine Brandstifter mehr Brände legen. Uff! Na ja, Vergleiche hinken immer etwas. 

Wenn alles nicht klappt, sollte es eben so sein. Gottesstrafe sagt man dazu.

Ich habe heute gelesen, das die amerikanische Waffenlobby so für Waffen in jeder Hand argumentiert.  

Es wären weniger Opfer oder gar keine zu beklagen gewesen, wenn, ja wenn sich die Schüler hätten wehren können. 

Man stelle sich mal das verdrehte Gehirn eines US-Amerikaners vor. Amok wird durch Waffen in den Händen aller Bürger verhindert. 

Ich frage mich, wer würde seine Kinder mit Waffen in die Grundschule schicken? Dazu müsste man ja nur noch Grütze im Kopf haben. Jeder normale Mensch kann darüber nur noch den Kopf schütteln. 

Profit über alles. Und wenn alle Bürger, einschließlich Klein- und Kleinstkinder bewaffnet sind, ist der Profit noch größer. Man könnte dann ja auch noch eine kindgerechte automatische Waffe entwickeln. Buggys mit Dreijährigen gegen andere Buggys. Oder wie stellen sich das die Waffenlobbyisten so vor. Knallen die Kinder dann wild in der Gegend herum aus ihren Kinderwägen?

Statt dümmliche Barby einen rosaroten Samtkarton mit Geschenkmunition unter den Weihnachtsbaum gelegt? Machen die das so mit ihren Kindern?

Und dann kommt der US-amerikanische, bigotte, christliche Fundamentalist und macht aus den Tod der Kinder noch eine Gottesstrafe. Was ist das denn für ein Gott? Einer, dem es freut, wenn Kinder ermordet werden? Der irgendwelche Menschen, die sicherlich auch sonntags in die Kirche gehen, dadurch straft, dass er ihnen die Kinder erschießen lässt? Wie muss ich mir denn so einen Gott vorstellen? Ein Hintermann von Auftragsmördern? Und lohnt es sich so einen Gott noch anzubeten? Gehörte der nicht hinter Gittern? Lebenslänglich? Ist das ein Gott, der erschossene Kinder als Weihnachtsgeschenk anbietet? Haben die christlichen Fundamentalisten nicht das Neue Testament gelesen? Mit dem Neuen Testament wurde das Christentum begründet! Hier ist es ein Gott der Liebe, ein Gott der verzeiht. Und schon gar keiner dem es freut, wenn Kinder erschossen werden, wenn man schon an Gott glauben will.

Was sind das für Menschen dort in den USA? Und gerade die wollen die westlichen "Segnungen" in alle Welt bringen? Die wollen, dass alle anderen genau so wie sie leben? So denken? Und natürlich bringen sie diese "Segnungen" mit Waffengewalt in die Welt. Wie auch sonst. Und diese Menschen regen sich über Salafisten auf? In welcher Beziehung sind sie anders?





Kommentare:

  1. Tja, irgendwie ticken die schon anders, unsere Freunde hinter dem grossen Wasser.

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  2. Man kann sich auch ohne Feuerwaffen, Messer u.s.w. gut wehren. Die Chinesen haben es uns doch gezeigt. Als die Kaiser den Bauern das Tragen von Waffen verbot, haben sie alternativ sehr effiziente Kampftechniken entwickelt die m.E. das Optimum inpunto Selbstverteidigung sind. - Es geht darum einen Angriff abzuwehren, und nicht darum den Angreifer zu töten. Deshalb gehören Waffen auf den Müll.

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    1. Es gibt auch Szenen, wo ein Chinese mit seiner Kampftechnik beginnt, sein Widerpart Feuerwaffe - Chinese leider - Bumm - tot ;) Aber das nur am Rande. Amerikaner denken anders. Wo bleibt denn der Profit, wenn die alle Kung Fu und Co. beherrschten einschließlich alter gebrechlicher Omas und Opas. Es geht doch nur darum 1. Profit zu machen und 2. eben wie ein freier Bürger Waffen tragen zu können, das ist aus dem 18. Jahrhundert überkommen und war damals ein Fortschritt. Jetzt wendet er sich gegen die US-Amerikaner selbst und artet eben zu Amokläufen aus und zur Selbstjustiz. Aber die Amerikaner müssten das eben selbst erkennen, wie anachronistisch ihr Weltbild ist. Waffen schaffen eben keine sichere Gesellschaft. Nur das haben die dort noch nicht erkannt, wie es hier ebenso wenig erkannt wird. Nur hier kommt man nicht so leicht an Waffen für Jedermann.

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  3. @ PeWi
    Ich glaube du hast über meine Worte nicht genug nachgedacht. Es geht doch hier um die Frage der Waffengewalt, und das schon in Kinderhand. Wenn man die Menschheit dazu bringen würde sich waffenlos wehren zu wollen, würde automatisch das Aggressionspotential sinken. Die Voraussetzung der chinesischen Kampftechniken ist die Zentrierung der eigenen Empfindungen und damit ist es schon ausgeschlossen selbst Aggressor zu werden. Würden alle das einsehen gäbe es das Problem nicht mehr.

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    1. Waffenloses Wehren ist ebenso tödlich. Jede defensive Technik ist ebenso eine offensive Technik. Wer sich nicht zentrieren will, macht das nicht und wendet seine Kenntnisse offensiv an. Auf die Einsicht von Menschen zu warten ... naja, das habe ich längst aufgegeben. Und Waffengewalt in Kinderhand - da trägst du Eulen nach Athen. Ich glaube, dass die Wenigsten außerhalb von USA dies unterstützen und wollen. Und - Gewalt ist Gewalt. In Brasilien haben die Sklaven auch mit waffenlosen Techniken gegen ihre Unterdrücker gekämpft. Probleme lassen sich nun mal nicht mit irgendwelchen waffenlosen Nahkämpfern/Verteidigern oder bewaffneten Menschen lösen. Mir würde es auch nicht gefallen, wenn wir lauter kleine "Jackie Chans" in den Schulen hätten, die alle und jeden aufs Kreuz legen könnten. Probleme sind nur gewaltlos zu lösen und am besten in Gesprächen. Wir werden das nur nie erleben. Je besch... das Leben für den Einzelnen wird, desto mehr werden die Ellenbogen ausgefahren und es werden immer die falschen die Opfer sein. Und da müssen wir überhaupt nicht nach Amerika schauen. Hier ist es auch so, mehr mit Fäusten und Fußtritten mit ähnlicher Wirkung. Eckhart, ich weiß genau, was du meinst, aber es wird so nicht funktionieren.

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  4. @ PeWi
    Aus deinen Worten spricht eine gewisse Hoffnungslosigkeit. Versuche es doch mal damit: "Verändere dich und du veränderst die Welt." Dies ist nicht zu widerlegen, denn mit deiner Veränderung zum Guten, hat die Welt sich schon verbessert.
    Dieser erneute Fall in Newtown ist es doch Wert um Verbesserungen zu ringen - und am Besten ist es doch da, bei sich selbst anzufangen. Selbst Strategien zu entwickeln - und so etwas fängt immer im Kopf an.

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    1. Also, ich denke schon, dass ich blauäugig bin, aber ich sehe, es gibt immer noch welche, die einen übertreffen. Um die Welt zu verändern bedarf es schon noch ein ganzes bisschen mehr. Da müssten wir damit anfangen, dass wir uns zusammenschließen und zu begreifen lernen, dass nicht unsere vielleicht "andersartigen" Nachbarn unsere Feinde sind, sondern diejenigen, die das Ergebnis unserer Arbeitskraft einstecken und uns mit Almosen abspeisen. Wir müssten begreifen, dass wir die Eigentumsverhältnisse an den Produktionsmitteln ändern müssen. Ansonsten wird sich die Welt nie ändern, zumindest nicht in einem noch überschaubaren Zeitrahmen. Ich persönlich kann soviele Strategien entwickeln wie ich will, wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse sich nicht ändern und ich meine von grundauf, nicht mal ein Reförmchen dort und ein Reförmchen hier, dann nutzt das gar nichts. Ich möchte Ihnen nicht zu Nahe treten, weil ich Sie nicht kenne. Mir klingt das aber ganz nach privat. Was ist in Ihren Augen eine Veränderung zum Guten? Wenn ich selbst gut bin? Das ist es wohl nicht. Die Welt ist wohl ein klein wenig komplizierter. Es geht um Profit und Macht und darum, andere Menschen, die weder das eine noch das andere haben, unter die Knute zu zwingen. Um das zu ändern, reicht es nicht, persönlich gut zu sein, obwohl gerade diejenigen, die Profit und Macht haben, uns das einreden wollen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, begonnen bei den Regierungen, bei sogenannten Wahlen, bei Spendenaktionen, bei der Religion und nicht zu vergessen den Medien. Aber das führt an dieser Stelle zu weit. Ich habe schon sehr viel darüber in diesen Blog geschrieben.

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    2. Der Amokschütze hat erst seine Mutter erschossen. Schon allein das ist krank. Wie kommt es dazu, dass man so krank werden kann. – Fehlende Liebe u. Zuwendung? Die Mutter bringt dem Jungen das Schießen bei – nun hat sie die Quittung für ihr Fehlverhalten. Nicht die Waffe ist es die tötet – sondern die Gedanken töten bevor es zur Tat kommt.

      Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte
      Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten.
      Achte auf deine Taten, denn sie werden dein Schicksal.

      Hätte die Frau ihrem Kind gezeigt wie man seine Mitte findet, wäre das alles nicht geschehen. Aber vermutlich hatte diese Frau selbst nur Schwachsinniges im Kopf. Der Mensch muß es in seiner Entwicklung lernen, und das ist wichtig – nicht alles ist ganz falsch und nicht alles ist ganz richtig.

      Finde mal 10 Menschen in deinem Umfeld die absolut exakt deiner Meinung sind – wenn dir das gelingt, dann kannst du deine Vorstellung als realisierbar ansehen.

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  5. So, ja, also:
    In einer Grundschule in den USA ist ein "Amoklauf" geschehen. Wieder mal in einer Schule, in der sowieso niemand eine auch irgendwie geartete Gegenwehr erwarten konnte. Oder zu erwarten brauchte?
    Nein, es war kein Supermarkt in Texas oder Arizona, es war eine Grundschule in Connecticut. In den besagten Supermärkten wäre dann nämlich schon nach spätestens dem zweiten oder dritten Schuß Feierabend für den Amokläufer gewesen. Sehr praktisch!
    Eigenartigerweise passieren diese sog. Amokläufe auch immer in den Ländern/Staaten, die die restriktivsten Schußwaffengesetze haben und nicht etwa in den sog. "hochgerüsteten" Ländern/Staaten.
    "Zufälligerweise" hat die US-Bundeshauptstadt Washington(DC) die absolute Spitze in punkto Verbrechen mittels Schußwaffen inne. Und genauso "zufälligerweise" hat Washington(DC) auch das schärfste Waffenrecht in den USA.
    Kriminelle kümmert das jeweilige staatliche Waffenrecht nicht die Bohne, die beschaffen sich ihre "Wumme" so oder so. Aber sie haben eben diesen einen entscheidenden Vorteil: Sie können sich fast sicher sein, daß ihr Opfer sich nicht wehren kann! Und ja: Kriminelle wird es immer geben.
    Aber warum bitte, soll ich mich gegen diese nicht wehren dürfen?
    Ach ja, und es interessiert auch niemanden, daß mehrere Kinder dort mindestens zwei Schützen mit Gesichtsmasken gesehen haben! So wie z.B. auch in Erfurt und Winnenden!
    Und jeweils der "Täter" hat sich dann auch noch "selbst gerichtet" und konnte somit natürlich auch nichts zu seiner Verteidigung aussagen... Wie passend. Überall das gleiche Muster?
    Und, es tut mir leid: Auch ein tränenüberströmter Obama erscheint mir da nur irgendwie als Pausenclown. So etwa wie G.W.Bush nach dem 11.09.2001...

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  6. Ja, genau. Die Menschen, die auf irgendeinem Bahnhof in irgendeiner Stadt totgeprügelt und totgetreten wurden, sollen froh sein, dass hier keine Waffen zum Einsatz gekommen sind.
    In diesem Sinne, frohe Weihnachten.

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  7. @ an Alle,
    ich werfe gleich mit Tomaten.
    :-)

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  8. @Eckart
    „Die Chinesen haben es uns doch gezeigt. Als die Kaiser den Bauern das Tragen von Waffen verbot, haben sie alternativ sehr effiziente Kampftechniken entwickelt die m.E. das Optimum inpunto Selbstverteidigung sind.“

    Das scheinst Du mit Japan zu verwechseln. Nach der Sengoku-Periode 15.-16. Jh. wurden die Bauern entwaffnet und dies wurde sogar recht erfolgreich umgesetzt, wenn auch nicht vollständig.
    In China gab es zwar sehr oft ähnliche Bestrebungen, diese konnten aber praktisch nie umgesetzt werden. Die chinesischen waffenlosen Kampfkünste entstanden auch nicht als Reaktion auf ein kaiserliches Edikt.
    Sämtliche Dynastien hatten mit Aufständen zu kämpfen. Gerade die daoistischen Klöster wurden hier sehr oft als subversiv eingestuft, da sie eine Bedrohung für die innere Sicherheit/Machtverhältnisse darstellten. Sie stellten oft das moralische Rüstzeug für lange, blutige Aufstände bereit, welche sich gegen die Misswirtschaft, Korruption und Bürokratie der chinesischen Gentry richteten. Sehr „schön“ ist das z.B. am Untergang der Ming-Dynastie zu sehen. Die Rolle des Kaiserhofs sollte hier also nicht überschätzt werden. Der Kaiser war in China immer nur ein Symbol und konnte bei Bedarf ausgetauscht werden.
    Die Macht hatte immer der Beamtenapparat, dieser hatte die Kontrolle über die Produktionsverhältnisse. Das hat sich übrigens bis heute nicht geändert, wenn auch weniger unter konfuzianischen Kennzeichen.
    Die Konzentration auf waffenlose Verteidigung allein ändert also wenig an gesellschaftlichen Verhältnissen. Dies mag für Einzelne sicher ein Weg zur Aggressionsbewältigung darstellen. Sie verhindert aber weder Verbrechen noch Mord und Totschlag, allenfalls deren „Effizienz“.

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  9. Deinen Hinweis will ich gerne aufnehmen – ich hätte es präziser ausdrücken sollen. Deinem Plädoyer kann ich voll zu stimmen. Es sind wohl auch in diesem Falle wieder gesellschaftliche Hintergründe, nur die werden nicht beleuchtet.
    So stellt sich z.B. die Frage nach den vielen Absonderlichkeiten, wie: Warum waren alle Opfer durch Gewehrmunition getötet worden, wo doch der junge Mann sein Gewehr im Kofferraum hat liegen lassen? Warum trug er nur Faustwaffen bei sich als er aufgefunden wurde? Warum trägt er eine Schutzweste, um sich dann doch selber zu erschießen – mit einem Gewehr, welches man gar nicht bei ihm findet? Wer sind die beiden „Schwarz gekleideten Männer“ die man auf dem Gelände gesehen hat? Einen davon hat man sogar dingfest gemacht – und dann wieder laufen lassen?
    Es gibt noch so viele Fragen.
    Die gesellschaftliche Frage steht im Raum: Welcher Hedgefonds hat Millionen mit dem plötzlichen fallenden Kursen der Waffenindustrie gemacht? – qui bono

    mfg Eckart

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