Freitag, 25. Januar 2013

Ab in den Keller

Das Merkel - Hampelmännin der Finanzoligarchen! Was sonst? Ihre Visionen von Europa, wie es sich entwickeln soll, sind eine Fahrt mit Überlichtgeschwindigkeit in den Abgrund. Schöne Vision. Es ist schon lustig, Wettbewerbsfähigkeit an den sogenannten Lohn"nebenkosten" festzumachen, die Sozialversicherungen sind. Das vergessen viele und somit ist es auch einfach allen einreden zu wollen, das wir wettbewerbsfähiger auf diesem Gebiet werden müssen. Da trifft sich die Freiheit von allem und mehr Netto vom Brutto der FDP mit dem Merkel. Da trifft sich das Beifallsklatschen von Menschen mit der immerfortwährenden Wahl der FDP in Parlamente. Da überlegt sich eine große Anzahl der Menschen nicht, dass ihre Sozialversicherung auf dem Prüfstand steht und am liebsten wegfallen sollte, wenn es nach Merkel und Co. gehen würde. Da versteht eine Menge Mensch nicht, dass sie dann weniger Netto von Brutto haben würde, weil Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung sowie Pflegeversicherung dann privatisiert sein werden würden. 

Also sollen alle wettbewerbsfähiger gemacht werden. Die Infrastruktur steht auch auf diesem "Wettbewerbsfähigermachenplan". Soll heißen, dass die Infrastruktur privatisiert werden muss. Prima! Wettbewerbsfähiger zu werden heißt also, die Daseinsvorsorge plus Straßen und alles andere, was uns gehört, was wir durch unsere Steuern finanziert haben, zu verscherbeln, damit eine kleine Gruppe von Gierschlunden uns abzocken können und Aktionäre beglückt werden. Es ist schon eigenartig - ich sagte ja schon, dass ich in einem seltsamen Land lebe - dass da Dinge verscherbelt werden sollen, die Merkel und Co. NICHT gehören. Sie werden uns gestohlen und das Diebesgut wird an Hehler verschleudert, die das dann wiederum an andere Räuber verteilen. Alle wohlwissend, dass es Diebesgut ist.

Die Lohnstückkosten sollen auch wettbewerbsfähiger gemacht werden. Ein europäischer Run auf die niedrigsten Lohnstückkosten soll einsetzen, fordert das Merkel. Also sollen die Löhne noch mehr sinken, die Arbeitsprivilegierten noch länger arbeiten und - bedingt durch den technischen Fortschritt - es werden noch weniger im produktiven Arbeitsprozess benötigt. Ob die heute noch Arbeitsprivilegierten wirklich privilegiert sind, na, das wird dann Ansichtssache sein. Ich für mein Teil meine, dass es arme Schweine sind, die bis zum Verrecken wie die Doofen malochen müssen. Aber das ist je nach Tätigkeit und Ansicht sicherlich verschieden. Dieses Wettbewerbsfähigermachen mit den Run auf die niedrigsten Lohnstückkosten ist vielleicht - zumindest wenn man der Erste ist - gut für die Exportindustrie. Wenn alle gleichgezogen haben werden - müsste dann die nächste Runde nach unten anstehen. Wielange und wie weit nach unten - das ist hier die Frage, die man dem Merkel doch mal stellen müsste, die aber keiner stellt. Ich denke, die Folge ist die völlige Verelendung der Masse Mensch bis hin zum vermehrten Sklavendasein. Die Anfänge sind schon sichtbar. Wir werden Verhältnisse erhalten, die Charles Dickens trefflich beschrieben hat, auch hier in Deutschland.

Das Wettbewerbsfähigermachen ist tödlich für die Binnenwirtschaft, für die, die nicht exportieren. Immer mehr Menschen mit immer weniger Geld. Eine in Deutschland im Sterben liegende Binnenwirtschaft, trotz immer wieder anderslautender Meldungen, würde der Todesstoß versetzt. Die Oligarchen kaufen nun mal nicht in normalen Einkaufscentren. Die gehen auch nicht zum 0-8-15-Friseur oder lassen sich einen stinknormalen Handwerker kommen. Für so etwas gibt es ja den Starfriseur und den Star-Handwerker, da reicht eine minimale Anzahl. Die anderen haben eben Pech gehabt. Verödete Stadtviertel mit geschlossenen Geschäften, Jugendliche im Alkohol- oder Drogenrausch und Beschaffungskriminalität sind die Folge. Das wird vermehrt SWAT-Aktivitäten in den hoffnungslosen Stadtvierteln, die ghettosiert werden, zur Folge haben. Die besseren Geschäfte werden dann von Mafiavolks aus aller Welt geflutet, die den Ausverkauf Europas nutzen und sich eindecken. Europa als Mafiaparadies. In Portugal sind diese Folgen schon zu besichtigen. Das will also das Merkel für uns alle. So etwas schwebt ihr vor, wenn ihr überhaupt etwas vorschwebt. Wenn sie überhaupt Lust hat, darüber nachzudenken, was sie anrichtet. Aber so eine fühlt sich auch in der Mafia-Riege sicherlich wohl, wenn sie dann von denen als ihre Wohltäterin adoptiert werden wird. 

Die Forschungsausgaben sollen wettbewerbsfähiger gemacht werden. Da werd' ich doch ratlos. Was will man da wettbewerbsfähiger machen? Ziel wird doch nur sein, dass die Staaten kein Geld mehr für ihre Wissenschaftler ausgeben und alle öffentlichen Institute verramscht werden sollen. Hat sich das Merkel schon einmal ernsthaft darüber Gedanken gemacht, wer dann eine Grundlagenforschung noch betreiben wird? Forschung im Sinne von irgendwelchen Unternehmen - das will sie. Schön. Da wird menschlicher Geist missbraucht, um die Pille für längeres Leben für ein paar Superreiche zu finden. Das nächste Lifestyle-Medikament oder die nächste Lifestyle-Cremes soll dann entwickelt werden. Es wird nur nach Profit geforscht werden. 

Sie will effizientere Verwaltungen. Okay, das könnten wir schon heute haben, indem die aufgeblähten Jobcenter und die aufgeblähten Nachrichtendienste, die nur die Menschen bespitzeln und demütigen sollen, auf ihre eigentliche Tätigkeiten zurückgeführt werden würden. Oder wenn Finanzämter ihre tüchtigen Mitarbeiter nicht in die Irrenanstalt schicken würden, sondern sie ermutigen und weitere tüchtige Mitarbeiter einstellen würden. Oder wie in Sachsen, diejenigen nicht mit Prozessen zu überziehen, wenn sie auf den faulen Apfel zeigen, sondern ihnen besser eine Prämie zu geben, für ihren Einsatz.  Aber das will niemand. Man will immer bürgerunfreundlicher werden, weil Städte und Gemeinden nicht gewillt sind, dafür zu kämpfen, dass sie nicht unterfinanziert werden. Lieber schmeißen sie ihre Angestellten auf die Straße. Toll. Das wird dann effizient und wettbewerbsfähiger genannt.

Vermisst habe ich, dass niemand davon spricht, Grundlagenforschungen auszubauen. Nur damit können technische Innovationen erreicht werden. Das ist teuer und mühselig, aber es würde sich lohnen, nicht heute oder morgen, aber übermorgen. 

Nur das Morgen und Übermorgen interessiert niemanden. Das Merkel denkt - wenn sie überhaupt denkt - nicht an Morgen oder Übermorgen. Ihr einziges Interesse ist im Heute und beim Höchstprofit für ihre Freunde. Technische Innovationen, wirkliche Innovationen und nicht nur die hundertausendste App, die niemand wirklich braucht, gibt es nicht mehr. Nichts bewegt sich mehr nach vorn. Alles ist Rückschritt, der sich mit Fortschritt schmückt. Was ist schon Fortschritt, wenn ich im Wohnzimmer auf einem iPad eine App aufrufe, die mir sagt, was ich noch im Kühlschrank habe? Nicht nur, dass dies kein Fortschritt ist, sondern es ist auch der Schritt zur Degeneration von uns Menschen. Viele lassen sich von Apps durchs Leben führen, als dass sie es lieber selbst in die Hand nehmen und selbst organisieren. Nur dann werden auch die grauen Zellen trainiert und nicht in ihrer Funktion abgebaut. 

Nur, das will das Merkel nicht! Denkende Menschen? Ein Graus für ihre großkotzigen Freunde und deshalb auch für sie. Denkende Menschen könnten die Ketten bemerken, das Hundehalsband sehen, was sie fesselt. Denkende Menschen könnten auf die Gedanken kommen, dass sie Ketten und Hundehalsband nicht mehr nötig haben, dass sie die abwerfen und die zum Teufel jagen, die ihnen Ketten und Hundehalsband angelegt haben. Eine grausliche Vorstellunge für die Schichten, die das Merkel vertritt.



Kommentare:

  1. Ein schöner, bitterböser Artikel von dir.
    Ich verzweifle manchmal, wenn ich die träge Masse um mich herum so beobachte. Die ewige Propaganda, daß wir ja im "besten System" aller Zeiten leben, hat einiges bewirkt. "Uns geht´s doch gut" oder "anderen geht´s viel schlechter als uns"; und man läßt sich alles gefallen - "wir können ja doch nichts dagegen tun"...ich kann´s nicht mehr hören.
    Es wird noch einige Zeit dauern, bis sich hier was ändern könnte.
    Manchmal bin ich froh, daß ich mit 57 Jahren vielleicht noch einen erträglichen Abgang in meine Altersfreizeit habe. Auch wenn meine Ost-Rente noch etwas bescheidener ausfällt als "normal".

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    1. Danke Weberknecht. Mir geht es ebenso. Ich bin gerade über 60 und sowas von froh, dass ich dieses Alter schon erreicht habe.

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