Dienstag, 1. Januar 2013

Da neue Jahr hat begonnen - ein Ausblick

Es wird sicherlich kein gutes Jahr für uns werden. Wir können uns noch bis zur Bundestagswahl hinüberretten. Bis zu diesem Zeitpunkt wiegt man uns noch in den Schlaf.

Sogar unsere Mutti ruft uns zum Zusammenhalt auf, weil die wirtschaftliche Lage sich verschlechtern werden wird. Unsere Leistungsbereitschaft wäre angesagt.

Okay, was soll die? Die Opelmitarbeiter in Bochum sind auch leistungsbereit. Die habe auch bis zum Umfallen gearbeitet, geleistet, verzichtet, geleistet ... Hat es ihnen was genützt? Was soll so eine Sprechblase mit "Leistungsbereitschaft"? Ganz zu schweigen von den Schleckerfrauen.

Wer soll 2013 mit wem zusammenhalten? Wird Liz Mohn nun mit mir zusammenhalten. Will sie meine Busenfreundin werden? Oder fällt dem Olaf Henkel ein, wie toll er mit seiner Putzfrau zusammenhalten könnte? Wer hält zu den Opelarbeitern? Oder den immer noch arbeitslosen Schleckerfrauen? Nur mal die als kleines Beispiel. Es gibt endlos mehr und es werden immer mehr. Friede Springer hält mit Lieschen Müller zusammen. Was hätten diese beiden Frauen sich einander mitzuteilen? Würden sie überhaupt die gleiche Sprache sprechen?

Lustig fand ich ja den Satz, der sinngemäß darüber sprach, dass die anderen europäischen Staaten noch nichts für die Bankenregulierung tun wollten oder würden oder wie auch immer. Das war doch ein Schenkelklopfer. Unsere Mutti - wie sei leibt und lebt. Haltet den Dieb, sprach der Dieb bzw. Mutti. Sie war und ist doch immer diejenige, die nichts gegen die Banken machen will, die abwiegelt, die verhindert, die meint, dass das alles nicht so drängend wäre. Nunja, kleiner dementer Aussetzer. Man muss dem dummen Volk nun nicht die Wahrheit über sich sagen. Man muss dem Volk auch nicht sagen, dass ja gerade Mutti die Urheberin ist, dass europäische Länder in die Rezension rutschen und noch weiter rutschen werden. Sie nennt das: die Reformen in der Staatsschuldenkrise wirken. Auch so ein Schenkelklopfer. Sicherlich wirken die. Positiv für die Banken, negativ für die kleinen Leute. 

Wir werden Ende 2013 und dann im weitern Ausblick ab 2014 auch noch genügend reformiert werden.

Schäuble hat diese sogenannten Reformen schon in seiner Schublade. Griechenland, Spanien, Portugal lassen grüßen. Seine Pläne: Die Erhöhung der Mehrwertsteuer u.a. von Lebensmitteln auf 19%. Das ist fast das Dreifache an MWST. Mit der üblichen Teuerungsrate bei Lebensmitteln von 10 bis 20 % und noch die 19% drauf? Na dann Gute Nacht Einzelhandel. Dann werden die Lichter dort noch schneller ausgehen. 

Die Renten sollen auch wieder einmal gekürzt werden, in dem man lächelnd das Rentenalter hochsetzen will. Die, die vorzeitig in Rente gehen, sollen diese noch mehr gekürzt bekommen. Ebenso sollen die Witwen den Staat sanieren. Alle, die keine Lobby haben, werden bluten müssen, nur diejenigen nicht, die den ganzen Schlamassel angerichtet haben. 

Vorbild: Südeuropa. Na, wir wollten es ja nicht glauben. Wir lieben unsere Mutti, die uns niemals in Stich lassen wird. 

Da fragt man sich doch, wozu Unternehmen überhaupt noch produzieren sollten, wenn die große Mehrheit der Menschen sich dann nur noch die Nase an den Schaufensterscheiben der Geschäfte platt drücken kann. Wird es dann überhaupt noch genügend Geschäfte geben, wo man sie platt drücken könnte? Bei uns im Alleecenter werden z.B. immer mehr Läden frei und durch Fotoangebote von Klamotten ersetzt. So als Potemkinsches Dorf.

In das gleiche Horn wie Mutti tutet die FDP. Das Jüngelchen will den Kündigungsschutz noch beschäftigungsfreundlicher ausgestalten. Ich weiß ja nicht, ob er weiß, wovon er spricht, da an dieser Stelle nicht mehr allzuviel herauszuholen und Heuern und Feuern schon Alltag ist. Er will außerdem noch mehr Kettenbefristungen. 

Ein Volk, das nur von einem befristeten Job (Arbeit ist es ja nicht mehr) zum nächsten lebt. Eine gute Arbeit, die unbefristet ist, die anerkannt ist, bei der man sich einbringen kann, ist seines Erachtens wirtschaftswachstumshemmend. Wo er sein Hirn hat, das lässt sich nur schwer ermitteln.

Ich möchte einmal wissen, welch Schaden die Arbeitsverdichtung, die Kettenbefristungen und das Loslösen des Werteschaffenden von seinem Arbeitsplatz in der Wirtschaft bis jetzt angerichtet hat. Die Spitze des Eisberges sind immer wieder diverse Rückrufaktionen in allen Branchen der Industrie. In der Autoindustrie ist das spektakulär in der Lebensmittelindustrie hört man kaum etwas davon, obwohl tagtäglich dort Rückrufaktionen zu verzeichnen sind.

Und hier kommt Sarazzin ins Spiel. Deutschland schafft sich ab, aber anders als er so "weise" von sich gab. Wen wundert es, wenn niemand mehr sein Leben planen kann. Wer will schon sein Kind in ein Chaos setzen, wo man selbst nicht weiß, ob man morgen noch überleben kann.

Und was sagt die SPD zu allem? Der, der Kanzler werden will, der Steinbrück Peer, hat nur dazu zu sagen, dass ein Kanzler zu wenig Geld erhält. 

Okay, wenn er es würde, würde er auch total verarmen. Vorträge halten ist lukrativer und außerdem sehr viel einfacher. Vorträge halten ist ein Luxusjob, den nicht jeder machen darf. Er müsste sich schon einschränken - ohne die ganzen Vorträge. Er müsste seinen Cent schon dreimal umdrehen, damit er sich eine Bockwurst leisten können wird. Der Arme. Mein Vorschlag an Peer Steinbrück: Schuster bleib bei deinen Leisten. Halte weiter Vorträge vor deinen dekanten Freunden und alle Welt ist geholfen. 

Auch wenn jeder Sparkassendirektor vielleicht mehr bekommt, so steht einem Politiker Neid wohl schlecht zu Gesicht. Sozialneid, den er immer denen vorwirft, denen es um Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft geht. Wenn er die vielleicht auch berechtigte Frage aufwirft, wie der Kanzler entlohnt wird, so stellt sich doch eher die Frage, ob die anderen gerecht entlohnt werden. Dann stellt sich aber auch wiederum die Frage, ob er für seine Pippifax-Vorträge nicht überbezahlt wurde und wofür er denn diese horrenden Honorare erhalten hat. Das scheint einen Peer Steinbrück aber nicht zu stören. 

Alles ist richtig und gut, wenn die Politiker viel, viel Geld erhalten - aus Steuermitteln, dass sollte unbedingt dazu gesagt werden - und richtig fett Rente erhalten, auch wenn sie absolut nichts geleistet haben und das gleiche ist völlig falsch, wenn diejenigen, die die Werte schaffen, nicht von den Hand in den Mund leben wollen. Es ist völlig falsch, wenn diejenigen sich erlauben, einen gerechten Anteil an den Reichtum der Gesellschaft, einzufordern. 

Okay. Irgendwie sind wir auch selbst daran schuld. Wir fordern diesen Anteil nicht mehr ein. Das war mal. Es gibt niemanden mehr, keine Gewerkschaft und auch sonst niemanden mehr, der sich an die Spitze einer sozialen Bewegung setzt und vehement für die kleinen Leute eintritt und uns eint.

Nun, wir werden sehen. 

2013 wird spannend werden. 
2013 wird Satire pur werden, wenn man den Wahlkämpfenden dann zuhören wird.












Kommentare:

  1. Frage von pedrobergerac an den Bund der Steuerzahler

    Bei der genauen Betrachtung Ihrer Website ist mir Folgendes aufgefallen.
    Sie beschäftigen sich mit allen Steuerbelangen die man sich nur vorstellen kann.
    Eigentlich fehlt nur ein einziger Betrachtungspunkt:

    Warum müssen wir eigentlich Steuern zahlen?

    Mit dieser Frage will ich Ihr Augenmerk auf die Geldschöpfung lenken, welche in allen Belangen des Finanzwesens, vor allem beim Studium der Wirtschafts(wissenschaften) völlig ausgeblendet wird.

    Will man uns damit verheimlichen, dass die Geldschöpfung durch Privatbanken der eigentliche Grund für die Steuern ist?
    Würde nämlich der Staat, alles Geld dass er braucht, um Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen, Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde nämlich der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen (Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er doch keine Kredite aufnehmen, keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen?

    Wir könnten all unsere Arbeitsleistung, unsere Fähigkeiten, unsere Fertigkeiten, all unser Wissen und unsere Kraft in die Bewältigung der Probleme zu stecken, die wir durch das derzeitige Schuldzinsgeldsystem erst bekommen haben. Wir könnten wirkliche Bildung finanzieren, alle Mütter oder Väter könnten zu Hause bei Ihren Kindern bleiben. Wir könnten eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

    Warum machen wir das nicht einfach? Warum lassen wir es zu, dass die Banken auf unsere Kosten leben und somit unsere Gesellschaft langsam in den Untergang treibt, wie man aktuell an Griechenland erkennen kann?
    WARUM WIRD UNS DIE TATSACHE ÜBER DIE GELDSCHÖPFUNG VORENTHALTEN?
    WARUM WERDEN WIR VON ALLEN SO DREIST BELOGEN UND BETROGEN?
    Haben Sie sich das schon einmal gefragt?
    Warum ist dies kein Thema für den Bund der Steuerzahler?
    Wem dient der Bund der Steuerzahler? Dem Systemerhalt des Schuldzinsgeldes?

    Bevor ich nun diese Anfragen schließe möchte ich Ihr Augenmerk noch auf den Plan B der Wissensmanufaktur richten. Dieser Plan B zeigt auf, dass die Bankenrettungen beileibe nicht alternativlos sind, wie uns unsere Bundeskanzlerin immer weismachen will.

    Sie haben sich den Dienst an den Steuerzahlern auf Ihre Fahnen geschrieben? Machen Sie was draus. Ab 2013 rollt eine neue Steuerlawine auf die Bürger dieses Landes los. Und scheuen Sie sich nicht, die Banker und Politiker als das zu bezeichnen, was sie in Wirklichkeit (ohne Gesetze) sind. Verbrecher und Ausbeuter, die auf unsere Kosten wie die Made im Speck leben.

    Noch ein schönes Weihnachtsfest
    Und ein Gutes Neues Jahr

    Mit freundlichen Grüßen
    Pedrobergerac

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    1. Leider wird das den Bund der STeuerzahler nicht interessieren. Sie sind nicht für die Steuerzahler da. Ich habe mal 2 Monate für die gearbeitet. Sie sind für die da, denen die Grundlagen der Gesellschaft gehören. Das sagen sie auch in den internen Schulungen direkt oder auch verbrämt. Noch toleriert wird er kleine Handwerksmeister, da er ja auch privater Produzent ist, zwar im kleinem Sinne, aber dennoch dem Profil entspricht. Aber die andere Frage wäre: Woher soll der Staat das Geld nehmen? Ein Staat produziert nichts. Ein Staat ist nur Organisationsform. Als der Mensch die Arbeitsteilung "erfand" musste Geld für diejenigen gegeben werden, die in dem Sinne nicht produktiv waren, aber für das Funktionieren des Stammes, der Gemeinschaft, der Stadt oder wie auch immer unabdingbar waren. Er konnte das, weil die Produktivkräfte schon zu dieser Zeit sich rasant entwickelten. Daraus wurde dann der Staat. Da der Staat aber Ausdruck und Machtmittel der Herrschenden ist, kommen die, mal ganz primitiv ausgedrückt, zu kurz, die nicht zu den Herrschenden gehören. Und die Herrschenden sind die, denen die Produktionsmittel gehören. Das hat zu allererst nichts mit Geld zu tun, sondern funktioniert auch mit jedem anderen Tauschwert genauso. Es sind die Grundlagen der menschlichen Gesellschaft.

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    2. Pedrobergerac:
      Die Privatbanken produzieren auch nichts und schöpfen Geld aus der Luft. Das kann der Staat (das Volk, nicht die korrupten Politiker) auch.
      Und mit diesem Geld wird dann produziert. Entweder Sachwerte (Schulen) oder Dienstleistung (Lehrer). Dieses Geld bräuchte er sich nicht zu leihen.
      Das Totschlagargument von der Inflation ist ein Scheinargument, in die Welt gesetzt von Privatbanken. Inflation haben wir bereits. Aber verursacht durch das Schuldzinsgeld der Privatbanken.

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    3. zur info
      pedrobergerac
      http://www.med1.de/Forum/Cafe/60345/

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    4. Das stimmt natürlich, zumindest das mit den Banken und nicht nur die Privatbanken. Aber du vergisst eben, dass der Staat die Organisationsform eines Landes ist. Und ehrlich, wer will schon, dass der Staat genau so Geld aus dem Nichts schöpft, wie die Banken. Du siehst ja, wo das hingeführt hat. Es muss immer eine Balance in der Kette der Wertschöpfung geben. Die sind durch die sogenannten Finanz"produkte". nicht gegeben, weil sie eben keine Produkte sind. Ich kann das nicht ganz so gut erklären, weil man da weit ausholen müsste. Ein Weg wäre wohl eher der, den die islamischen Banken (noch?) gehen, zumindest in den sogenannten Gottesstaaten. Unsere Stammesgeschichte kennt seit jeher so etwas wie Steuern. Und das ist doch das eigentliche Thema. Das beginnt eben damit, dass andere Stammesmitglieder durchge"füttert" wurden, um nicht auf die Jagd gehen zu müssen, sondern z.B. Pfeilspitzen den ganzen Tag machen zu können. Die Art der Steuer hat sich gewandelt und die Art der Verteilung. Die Verteilung ist heutzutage das Hauptthema. Wie werden die Steuern verteilt. Wer ist Nutznießer davon und wer zahlt. Dort ist der Sprengstoff, aber nicht an der Stelle, dass Steuern gezahlt werden.

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    5. zur info
      http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/11693-die-schulden-rueckzahlungs-illusion

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    6. Mein Post handelt nicht von Schulden, Zinsen, Rückzahlungen u.ä. Ich würde mir wünschen, beim Thema zu bleiben.

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    7. Das ist aber der Kern des Themas. Auch wenn es Dir nicht gefällt.

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    8. Nein. Und es geht gar nicht darum, ob mir etwas gefällt oder nicht. Ich habe NUR und ausschließlich nur über den Vorwahlkampf gesprochen. Der Kern liegt sehr viel tiefer als das oberflächliche Zinsthema. Der KERN liegt dort: Wem gehören die Produktionsmittel! Und NUR dort. Es nervt mich merklich, dass du nur auf den Teilaspekt der Zinsen u.ä. herumreitest.

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  2. Was mir momentan Kopfschmerzen bereitet: Wenn die ermäßigte Mehrwertsteuer abgeschafft wird, geht es Millionen Menschen in der BRD erst richtig dreckig. Mir macht das Angst, und es wäre jedem geraten, diese Angst ernst zu nehmen.

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    1. Die Armut wird immer weiter um sich greifen. Die lächerliche H4-Erhöhung ist da nur noch zynisch. Wie gesagt: Wir werden uns die Nasen an den Schaufenstern breit drücken.

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    2. Ach, was ich noch dazu sagen wollte: Griechenland lässt grüßen, die große Probierstube.

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