Montag, 15. April 2013

Die Partei des Sozialen - die SPD

Wir haben eine Idee von Deutschlands Zukunft: Wir wollen ein erfolgreiches Land, in dem soziales Gleichgewicht herrscht und unsere Gesellschaft so modern ist, dass andere neugierig werden.

Ein Land, in dem das wir entscheidet und nicht bloß Gier und Eigennutz.  

Wir wollen ein Land, in dem Hungerlöhne und Armut im Alter zur Vergangenheit gehören.

Leistung muss sich lohnen. Für die SPD heißt das auch: Zu harter Arbeit gehört eine gute Rente. Als einzige Partei haben wir ein schlüssiges Rentenkonzept, das Antworten gibt auf drohende Altersarmut.

Wir sind die Partei der Arbeit, seit 150 Jahren. Auf diese Erfahrung können Sie bauen. Im Mittelpunkt die Interessen der Menschen, die etwas leisten wollen. Die hart arbeiten, sich und ihre Familie ernähren. Das hat Wert – und einen Preis.

Die Finanzinstitute haben einen erheblichen Anteil an der Krise, die nun schon seit Jahren Europa nicht zur Ruhe kommen lässt. Sie haben Gewinnen in den guten Jahren privatisiert, die Verluste aus Fehlspekulationen konnten sie selbst aber nicht tragen ... Die Zeche zahlen die Menschen in Europa, Beschäftigte, Rentnerinnen und Rentner und vor allem auch die Jugend. 

Liebe SPD,

jetzt mache ich aber große Augen und mein Mund bleibt offen stehen. Was ihr dort fordert, hättet ihr schon lange umsetzen können. Ich denke da an die rot-grüne Regierung mit Kanzler Schröder. 

Um euch diese Thesen zu glauben, sollte am Anfang die Entschuldigung stehen. Ihr solltet sagen: 

Wir haben es falsch gemacht.

Wir haben den Sozialstaat zerstört, Hartz IV etabliert.
Wir haben Niedriglöhne im Gegenzug dessen zugelassen.
Wir haben stundenweise Tätigkeiten forciert.
Wir haben Arbeitslose zu Tätigkeiten gezwungen, die sie nicht wollen.
Wir haben Arbeitslose zu Willkürobjekten von Angestellten der Jobcenter gemacht.
Wir haben es gewollt, dass Arbeitslose, wie kleine Kinder behandelt werden.
Wir haben es ins Gesetz geschrieben, dass Arbeitslose bis auf Null sanktioniert werden können.
Wir haben Tote und Kranke durch dieses Gesetz zu verantworten.
Wir haben uns damit gebrüstet, den besten Niedriglohnsektor in Europa zu haben.
Wir haben uns immer gegen Mindestlöhne ausgesprochen.
Wir haben die Leiharbeit zum vorherrschenden Arbeitsmodell gemacht.
Wir haben die gesetzliche Rente zerstört.
Wir haben die Rente mit 67 eingeführt.
Wir haben den Rentenanspruch drastisch gekürzt.
Wir haben die Rente noch einmal gesenkt, wenn jemand eher als mit 67 in Rente geht.
Wir haben dadurch die Altersarmut per Gesetz verbrochen. 
Wir haben die Unternehmer so entlastet, dass wir ihnen Steuern zurückzahlen mussten.
Wir haben die Finanzhaie gefördert.
Wir wollten, dass der Finanzmarkt so entsteht, wie er entstanden ist.

Das waren unsere Fehler. Wir haben die gemacht und wir entschuldigen uns bei allen Arbeit"nehmern", Rentnern, und Jugendlichen.

Wir waren diejenigen, die die Privatisierungswelle vorangetrieben haben.

Nun sehen wir, dass das ein Fehler war.

Gebt uns eine 2. Chance. Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und sehen ein, dass es Mist war, was wir verbrochen haben.

Habe ich das irgendwo übersehen? Hat ein Peer Steinbrück, der einer der Hauptverantwortlichen für die soziale Schieflage ist, irgend ein Wort als Entschuldigung dafür gefunden?

Nein, die SPD ist NICHT die Partei der ARBEIT. Sie war es noch nie. Sie ist als Partei der ArbeiterKLASSE angetreten. Wieso verniedlicht die SPD ihre 150-jährige Geschichte? Vielleicht, weil sie die Arbeiterklasse immer verraten hat, wenn es darauf ankam. So wie heutzutage?

Was ist eine Partei der ARBEIT? Auch Manager sagen, dass sie arbeiten. Und ich würde einer Friede Springer ebenso zubilligen, dass sie über sich sagt, dass sie arbeitet. Ein Herr Mehdorn arbeitet auch. Und er meint sicherlich von sich, dass er HART arbeitet.  

Laut "Regierungs"programm soll der einen guten Lohn erhalten der HART arbeitet. Was bedeutet "hart" arbeiten? Der Herr Mehdorn? Die Vorstandsvorsitzenden der DAX-Unternehmen? Nur der, der Dachdecker ist? Nur der Holzfäller (wenn es den überhaupt noch gibt). Ist "hart" arbeiten irgendein Qualitätsmerkmal, das die einen Arbeitskraftverkäufer von den anderen unterscheidet?

Heißt das, dass Arbeitskraftverkäufer, die in unserer Hocharbeitsproduktivitätsgesellschaft keinen Platz mehr finden um "hart arbeitend" ihre Familien zu ernähren, ihre Familien nun nicht mehr richtig ernähren dürfen, weil sie nicht mehr "hart" arbeiten? Schimmert da nicht das Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen durch? 

Ganz davon abgesehen, ist das Bild einer Familie mit einem "hart" arbeitenden Familienoberhaupt (und genau das sagt der Satz), der seine Familie ernähren muss, eine Geschichte von gestern. 

Wäre es nicht besser, man betonte nicht das "hart" arbeitend, sondern sagte, dass jeder Anspruch auf eine Tätigkeit hat, wozu er qualifiziert ist, dass keiner gezwungen werden darf, etwas zu machen, was er absolut nicht will, was seine Qualifikation entwertet? Dass Arbeitskraftverkäufer Anspruch auf Qualifikation haben durch die Jobcenter? Und das nicht die Jobcenter bestimmen, was Qualifikation ist, sondern dass das eine richtige Ausbildung bedeutet. Wäre es nicht besser zu sagen: Die vorhandene Arbeit sollte auf viel mehr Schultern gleichmäßig verteilt werden und die Wochenarbeitszeit deshalb signifikant gesenkt werden mit Lohnausgleich?

Würde das nicht endlich auch unseren siechenden Binnemarkt und kleinen mittelständischen Unternehmen zu Gute kommen?

Wo höre ich bei der SPD, dass sie die Hetze gegen Langzeitarbeitslose verurteilt? Oder habe ich das vielleicht überhört? 

Hat sie gesagt, dass sie es unsäglich findet, dass arbeitslose Kranke bespitzelt werden sollen? Hat sie sich dagegen gewandt, dass man als arbeitsloser Kranker nur krank ist, wenn man nicht mehr als 3 Stunden am Tag arbeiten kann?

Generiert sich die SPD nur als Partei der Arbeitsplatzbesitzer und nicht etwa aller Arbeitsplatzbesitzer, sondern nur derjenigen, die außerdem nicht schlecht verdienen?

Wer hat denn eigentlich die Riesterrente aufgelegt? 
Wer hat dadurch den Versicherungsgesellschaften satte Gewinne beschert?
Wer verschleudert Steuergelder an Versicherungsgesellschaften?
Ist das nicht auch eine Form von Umverteilung von unten nach oben?

Wieso sollten ander Länder neugierig auf uns werden? 

Hat sich die SPD gegen die Bestrafung Südeuropas gewandt?
Hat sich die SPD gegen die Einführung von wirklicher Armut in Südeuropa gewandt?
Hat sich die SPD gegen die Scheinheiligkeit Deutschlands gewandt, dessen Unternehmenseigentümer an den Südeuropäern sich eine goldene Nase verdient haben und durch die Steuergelder, die sie zur "Rettung" der Banken erhalten, sich wieder eine goldene Nase verdienen?

Die SPD hat immer fleißig den Arm gehoben, wenn es um die Ausplünderung anderer Länder ging. Sie hat fleißig den Arm zur Deflation in Südeuropa gehoben. Sie hat nirgends Einspruch erhoben und sich gegen die unsinnigen Spardiktate zu Wort gemeldet. Wer soll auf auf so ein Land neugierig werden?

Worte ... Worte ... Worte ...

Mehr ist es nicht, was das "Regierungs"programm verheißt. Keine Einsicht in Fehler! Nichts! Nur Worte!

Die darf die SPD gern behalten.






Kommentare:

  1. Prima Artikel!!!
    Ich stimme Ihnen WORT FÜR WORT ZU!!!!!!!!!!!!!
    DANKE

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  2. Nicht und niemals vergessen: SPD und Grüne haben die deutsche Büchse der Pandora geöffnet: Seit Schröder und Fischer dürfen deutsche Soldaten wieder im Ausland töten! Was sie auch ausgiebigst tun. Dass diese Arbeiterverräter seit Noske und Ebert immer reaktionärer und viel schlimmer sein müssen als die eigentliche rechte Reaktion.

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