Freitag, 10. Mai 2013

Vor 80 Jahren brannten Bücher

»Rufer: Gegen Dekadenz und moralischen Zerfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.«

Am 10. Mai 1933 brannten in Deutschland Scheiterhaufen. Es wurde Bücher hineingeworfen. All jene Bücher wurden entsorgt, die "zersetzende Inhalte" hätten. Eine studentische Jugend entblödete sich nicht, ihre Literatur zu entsorgen. 

Menschen kann man töten oder totschweigen. Ideen NICHT. 

Die Bücher von u.a. Karl Marx, Karl Kautsky oder Sigmund Freud konnten verbrannt werden. Deren geistige Leistungen nicht.

Man wollte zeigen, dass diese Schriftsteller und Denker nichts in Deutschland zu suchen hatten. Man wollte ihre Ideen und geistigen Leistungen diffamieren und sie unsichtbar für Deutsche machen. Die faschistischen Horden wollten die Menschen treffen und lebten das an deren Büchern aus.  Es traf Juden, Linke, liberale Schriftsteller, Wissenschaftler und viele andere, die nicht dem volksdeutschen Gedankentum anhingen.

Deutschland amputierte sich geistig. 

Nicht, dass etwa nach dem Krieg in Westdeutschland die große Aufholjagd nach diesen Bücher begann. Ich habe in den 1990er Jahren einen Literaturhefter einer Abiturientin in den Händen gehalten. Heinrich Heine kam dort nur im "Buch der Lieder" vor. Seine kritischen Schriften? Fehlanzeige.

Ich erinnere mich an meine Kindheit und an den Schriftsteller Ludwig Renn. 1933 wurden seine Bücher verbrannt. Welches DDR-Kind kannte nicht seinen "Der Neger Nobi" oder wer wuchs nicht auf mit "Herniu und der blinde Asni" und der Fortsetzung "Herniu und Armin"? Die beiden letzteren sind Bücher,  die in der Schlacht vom Teuteburger Wald kulminierten. In der Schule wurden wir auf die Bücher aufmerksam gemacht, sie wurden vorgelesen.

Diktaturen haben immer zu ihrer Machterhaltung Ideen unterdrückt, Bücher verbrannt oder verboten, Bücher und Ideen, die nicht in ihr Weltbild passten.

Heutezutage verbrennt man keine Bücher mehr auf Scheiterhaufen. Heutzutage wird das anders geregelt.

Als der Staat DDR entsorgt wurde, wurden seine Bücher entsorgt, millionenfach in den Müll gekippt oder - ohne Scheiterhaufen - in den Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Die Bibliotheken wurden wiederum geplündert und von allem "DDR-Ballast" "befreit". Die DDR-Schriftsteller sollten vergessen werden und damit auch die DDR. WIR sollten vergessen. WIR sollten bereit gemacht werden für die Marktwirtschaft.

Auch Bücher von Ludwig Renn wurden ein zweites Mal entsorgt, dieses Mal von einer Gesellschaftsform, die sich Demokratie nennt. Sie wurden nicht spektakulär auf einem Scheiterhaufen wie damals verbrannt. Da ist man heutzutage heimlicher. Der Markt muss jetzt herhalten. Der Markt will diese Bücher nicht mehr. Wie kann er sie auch wollen, wenn er sie nicht kennt und wenn sie weggeschmissen worden sind!

Einige werden zwar wieder von ehemaligen DDR-Verlagen verlegt. "Herniu und der blinde Asni" oder "Herniu und Armin" sind aber nicht dabei. Man kann sie nur noch antiquarisch erwerben.

Und wenn meine Generation verstorben ist, wird niemand mehr Ludwig Renn als Kinderbuchautor kennen. Die Faschisten, die das Werk begonnen haben, werden dann durch Mithilfe dieses "demokratischen" Staates BRD ihr Werk vollendet haben. Niemand wird mehr diese Bücher kennen. Sie werden aus dem Bewusstsein der kommenden Generation verschwunden und endgültig durch Disney/Martell ersetzt worden sein. 

Für mich ein erschreckender Gedanke.

Ebenso erschreckend ist für mich, dass gerade an diesem heutigen Tag nicht mal in einem Nachsatz dieses Unrecht benannt wird, nirgendwo - auch nicht in linken Medien. Sicherlich folgten der Büchervernichtung nach dem Ende der DDR nicht die gleichen Konsequenzen wie im "3. Reich". Nur, Unrecht bleibt Unrecht! Letztendlich ging es um die gleiche Idee.


Kommentare:

  1. das wusste ich gar nicht, ist ja erschreckend :(

    danke für die Info

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das geschah auch still und heimlich. "Wir wollten ja diese Bücher nicht mehr". Es gibt aber immer noch Stellen, die diese Bücher aus dem Müll aufgesammelt haben und verkaufen. Peter Sodann will sie sammeln und sammelt sie schon.

      Löschen
  2. Bücherverbrennung ist keine Erfindung der NSzeit. Immer hat die Obrigkeit kontrolliert was die Untertanen zu lesen bekamen.
    Auch heute werden in der BRD Bücher in großer Zahl vernichtet, wenn der Inhalt den Mächtigen gefährlich wird. Die Vernichtung von Bücher ging nach dem Krieg soweit, dass die Alliierten alle Schulbücher einzogen und vernichteten und neue Schulbücher anordneten. Welches Wissen wurde dabei eigentlich vernichtet?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Okay, Margitta, das ist aber eine völlig andere Sache. Es ist völlig richtig, dass der braune Dreck durch die Allierten vernichtet worden ist. Es befremdet mich sehr, dass du fragst, welches Wissen nach dem FASCHISMUS (!) vernichtet worden ist. Rassistisches Gedankengut z.B. mit Heinrich Heine zu vergleichen ist schon infam und zeigt, wohin die bundesdeutsche Gesellschaft wieder gelangt ist. Die Deutschen sind nicht die Opfer! Die Opfer schlugen nur wieder zurück!

      Löschen
    2. Liebe PeWi,

      besteht die deutsche Geschichte für Dich nur aus den 12 Jahren von 1933 - 1945?
      Ach ja, ich vergaß die Deutschen waren ja schon immer blutrünstig, mordlüstern und bösartig. Aber wer in Opfer/Täter Kategorien denkt, dem wird wohl die deutsche Volksseele verschlossen bleiben und hört die verzweifelten Rufe seiner Vorfahren nicht.
      Ich bin mal gespannt wie unsere Nachfahren über unsere Zeit urteilen werden. Wenn sie so selbstgerecht sind wie viele Menschen heute, dann wird ihr Urteil möglicherweise härter ausfallen als über die NSzeit.
      Bist Du wirklich davon überzeugt, dass der Faschismus ausgerottet ist? Ich sehe den Faschismus in Weiten Teilen der Welt.
      Ach ja, da fällt mir gerade ein, auf Deiner Seite lese ich sehr oft den Satz: und wieder soll die Welt am deutschen Wesen genesen. Verrätst Du mir bitte was Du als das deutsche Wesen bezeichnest.

      Liebe PeWi, wenn Du jetzt der Meinung bist mir das Etikett "rechte Ecke" anheften zu müssen, dann ist das halt so.

      Nur noch ein Gedicht von Kristiane Allert-Wybranietz:

      Gewachsen

      Jede Kritik,
      egal von welcher Seite,
      aber Kritik an mir,
      zerfraß mir einst
      das Selbstvertrauen
      wie Säure den Stein.

      Heute weiß ich,
      ich kann und möchte
      gar nicht jedem gefallen
      und werde
      immun
      gegen diese Säure.

      Löschen
    3. Nun höre mal auf! Ich habe mit keinem einzigen Wort gesagt, dass der Faschismus ausgerottet worden ist. Gerade bei euch dort drüben, wurde nie damit aufgeräumt. Und - man muss immer nach Ursache Wirkung fragen. Ohne diese Frage, wird alles wischiwaschi. Ich habe auch niemals gesagt, dass die deutsche Geschichte nur aus dem 3. Reich besteht. Nur dieser Gedenktag hat nun mal, ob es dir nun gefällt oder nicht - genau diese Zeit im Visier. Wir reden jetzt nicht von bornierten Pfaffen oder Fürsten von damals, wir reden nicht über Alexandriea und wo alle anderen zerstörten Bibliotheken noch waren. Wir reden von der Zeit, die unsere Mütter und Väter aktiv erlebt haben. Und so aktiv, dass sie gewusst haben, dass sie in einem Verbrecherstaat lebten, wenn sie es denn wissen wollten. Es geht um den 10.Mai 1933!!! Ich sage dir gern, was es heißt, "am deutschen Wesen genesen", falls du es immer noch nicht begriffen hast. Das Überhebliche an den deutschen Politkern bzw. deren Hintermänner - siehe Familien nebenan, die immerzu und jeden sagen müssen, dass sie die größten, schönsten und besten sind und das wirklich jeder so sein soll, wie sie. Und wenn die nicht wollen, wird es eben dank unserer Wirtschaftskraft durchgesetzt und krepiere da wer wolle. Europa spricht wieder Deutsch! Und wenn Deutschland das dachte, war es schlecht für Deutschland selbst und für die Welt. Ich habe es bei euch drüben selbst erlebt, wie ich immer geschulmeistert wurde, nur weil ich Ostdeutsche bin. Und unterhalte dich mal mit Menschen, die ausländische Wurzeln haben, wie mit denen umgegangen wird, sogar, wenn sie assimiliert worden sind. Und mir geht es in diesem Post auch überhaupt nicht um die ganze Welt. Mir geht es darum, einem Tag zu gedenken, als Deutschland der Barbarei Tür und Tor geöffnet hatte. Mir geht es darum, dass an diesem Tag, die Tür zu Massenorden hier in Deutschland geöffnet worden ist. Und ja, der deutsche Spießbürger denkt noch tiefbraun in seinem Rassismus, in seiner Weinerlichkeit, dass man immer uns Deutschen etwas anhängen will. Es ekelt mich an! Und - noch eins. Wer das duldet und noch gutheißt, ohne an die dialektischen Zusammenhänge zu erinnern, der duldet auch braune Soße, ob er es nun wahrhaben will oder nicht. Und wie kann ein Urteil über die Nazizeit nicht hart ausfallen. Ich bin derart wütend so etwas lesen zu müssen. Inhumanität hoch 3 würde ich sagen. 6 Millionen Ermordete und das ist nicht verachtenswürdig? Und noch mehr Menschen, die in einem Krieg, der von Deutschland ausging (Sender Gleiwitz) die verstümmelt worden sind oder starben. Zerbombte Städte. Und auch hier ist Deutschland, das Land gewesen, was den 1. Schlag geführt hat. Ich erinnere an Coventry, so das es ein Wort danach gab: coventrieren. Etwas schlimmeres kann nur noch sein, wenn wir einen 3. Weltkrieg erleben. Nur dann müssen wir uns als Menschen um nichts mehr sorgen, weil dann unsere Spezies vielleicht ausgestorben ist. Es ist eine Schande, dass es Menschen gibt, die dies verniedlichen. Ich weiß jetzt nicht, was das Gedicht soll. Es hat nicht mit meinem Gedenken zu tun! Ich muss aufhören, sonst krieg ich mich nicht wieder ein.

      Löschen
    4. Na, wo habe ich denn heute meine deutsche Volksseele hingelegt. Muss ich immer wieder alles verlegen? Ei verbibsch noch mal. Ich glaube, ich habe noch nie so etwas gehabt. Gibt es die zu kaufen? Oder wird die einem, wenn man braver Spießbürger ist wie ein Orden verliehen? Oh, ich denke, da wird niemand bei mir vorbeikommen: Um 12:00 gibt es bei mir kein Mittagessen, um 18:00 darf man bei mir noch klingeln und zu dieser Zeit gibt es noch kein Abendbrot bei mir. Man darf sogar zu mir ohne Anmeldung erscheinen. Ich kehre keine Straße und zupfe kein Unkraut aus, weil ich Pusteblumen liebe und auch Gänseblümchen. Verfluche die Rasenmäherkolonne aller 14 Tage und die Baumverschneider, die Bäume nur ganz übersichtlich mögen, möglichst nicht zu hoch und keine Büsche, die sich mal ein bisschen breitmachen. Meine Seele wandert lieber durch die Welt und lernt von anderen und da gibt es genug zu lernen. Meine größten Erfolge sind, dass man mich gefragt hat, warum ich denn in Deutschland lebe. Lustig. Ohne deutsche Volksseele ist das vielleicht nicht möglich und ich weiß das nur noch nicht. Also, es lebe die deutsche Volksseele, wo immer sie auch sei. Übrigens, unsere Vorfahren, waren bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, als die Zeit der Nationalstaatlichkeit begann, im Prinzip keine Deutschen. Sie haben unter Fürsten, Königen, Herzögen als Sachsen, Bayern, Franken, Lombarden, Venezianer, Genuesen usw. usf. gelebt. Sachsen hatte einen König, der auch Polen regierte.

      Löschen
  3. margitta lammers

    Ich bin mal gespannt wie unsere Nachfahren über unsere Zeit urteilen werden. Wenn sie so selbstgerecht sind wie viele Menschen heute, dann wird ihr Urteil möglicherweise härter ausfallen als über die NSzeit.
    Bist Du wirklich davon überzeugt, dass der Faschismus ausgerottet ist? Ich sehe den Faschismus in Weiten Teilen der Welt.

    dem würde ich auch unbedingt zustimmen - und ich frage mich ernsthaft, wie aktiv die kritiker unserer eltern und großeltern wohl gehandelt hätten. wirkliche, sogar noch relativ ungefährliche proteste gegen den demokratischen faschismus unserer zeit sehe ich nicht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist schön, wenn man immer wieder Verniedlicher der deutschen Barbarei trifft. Und ja, es gab viele Großeltern, die aktiv gegen diese Barbarei gekämpft hatten. Man zähle bei Wikipedia mal die ganzen KZ's worin die gelandet sind und schaue in die Dokumente der Zuchthäuser. 6 Millionen ermordete Juden, eine vielleicht sechsstellige Zahl ermordeter Sinti und Roma, dazu kommen noch diejenigen, die irgendwelche Mischlinge waren oder Osteuropäer, vor allem Polen und Russen. Es gab Pläne, den russischen Osten russenfrei zu machen, um deutsche Bauern ansiedeln zu können. Und alles, weil sie nicht arisch, zumindest so wie die Faschisten arisch verstanden haben, waren. Menschen wurden von der Straße von Rollkommandos weggefangen, weil sie irgendwie südländisch, jüdisch (belegt) aussahen. Dazu kommen noch Kriegsgefangene aus aller Welt und Gegener des Naziregimes, die in den KZ's ermordet worden sind. Außerdem kommen noch tausende sogenannte Fremdarbeiter, die durch Arbeit vernichtet oder schwer geschädigt worden sind. Die habe für die deutschen Großkonzerne gearbeitet und sind nicht alle freiwillig ins Deutsche Reich gekommen. Die lebten in KZ ähnlicher Umgebung und worden auch so gehalten. Nicht zu vergessen die verbrannte Erde, die von Norwegen aus hinter den deutschen Truppen zurückgelassen worden ist und in anderen Gegenden der Besatzungsgebiete. In den abgelegenen Gegenden Norwegens z.B, wo keine Touris hinkommen, merkt man noch immer die Vorbehalte alter Menschen gegen Deutsche. Verständlich, sie haben einfach zu viel erdulden müssen. Alles ist fein dokumentarisch festgehalten. Es es freut mich, immer wieder Menschen zu treffen, die das Einfallstor: Bücherverbrennung, "Kristallnacht" als gar nicht so schlimm - und so muss ich das verstehen - betrachten und die Racheopfer an Deutschen über alles stellen. Darunter waren viele Verbrecher und viele Unschuldige. Aber so ist das im Krieg. Die Unschuldigen bezahlen den Preis. Und man wundere sich auch nicht, dass Opfer zurückschlagen. Außerdem wundere man sich nicht, dass es gegen die Anfänge des heutigen Faschismus keine Proteste gibt. In dieser Haltung, des hier vergessenen Ursache-Wirkungs-Prinzip sind die Wurzeln davon zu finden. Aber eigentlich ging es mir "nur" um den Gedenktag zur Bücherverbrennung, aber nicht mal dazu sind eine Reihe von Menschen fähig, dies einzuordnen und relativieren es ebenso. Und eigentlich ging es mir "nur" um Deutschland, damit hier und heute Lehren aus der Geschichte gezogen werden und man gegen die neuen Anfänge HIER in Deutschland (!) protestiert. Ich sehe, dass das nicht möglich ist, weil man das alles nicht für sooo schlimm hält.

      Löschen
    2. Erklörung: "weil man das alles nicht für sooo schlimm hält." Ich meine damit unsere faschistische Vergangenheit.

      Löschen
  4. Margitta Lamers 10. Mai 2013 16:45
    „Die Vernichtung von Bücher ging nach dem Krieg soweit, dass die Alliierten alle Schulbücher einzogen und vernichteten und neue Schulbücher anordneten. Welches Wissen wurde dabei eigentlich vernichtet?“

    Richtig, welches „Wissen“ wurde denn da vernichtet? Das Juden Untermenschen sind und Slawen, Zigeuner auch nur leicht über Ihnen. Das man im Namen der Volksgesundheit minderwertiges Leben aussortieren kann/sollte. Meinen Sie solches Wissen? Fragen Sie sich mal, warum Heine von den Nazis verbrannt wurde und was er vom dt. Wesen hielt, obwohl/gerade weil er Deutscher war.

    Margitta Lamers 10. Mai 2013 19:04
    „Aber wer in Opfer/Täter Kategorien denkt, dem wird wohl die deutsche Volksseele verschlossen bleiben und hört die verzweifelten Rufe seiner Vorfahren nicht.
    Ich bin mal gespannt wie unsere Nachfahren über unsere Zeit urteilen werden. Wenn sie so selbstgerecht sind wie viele Menschen heute, dann wird ihr Urteil möglicherweise härter ausfallen als über die NSzeit.
    Bist Du wirklich davon überzeugt, dass der Faschismus ausgerottet ist? Ich sehe den Faschismus in Weiten Teilen der Welt.“

    Und da ist sie ja schon wieder die dt. Volksseele. Was darf man sich denn bitte darunter vorstellen? Verblichene die in den Hallen Walhallas auf uns heruntersehen und uns zurufen auf das wir wieder unseren Platz zwischen Ihnen einnehmen sollen? Natürlich ist der Faschismus noch nicht ausgerottet, da brauche ich aber nicht in die weite Welt zu ziehen. Da kann ich ganz gemütlich im eigenen Lande bleiben. In DE sind auch heute immer noch Straßen, Plätze, Schulen ja ganze Stadtteile nach Kriegsverbrechern benannt. Welche Aufarbeitung hat den da stattgefunden?

    Die NS-Vernichtungslager standen doch nicht am Anfang der Geschichte. Die begann eben mit Bücherverbrennung, Schutzhaft, den Gesetzen zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums oder der Volksgesundheit. Und was ist mit Heute. Geschichte wird ZDF-Soaps geklittert, Begriffe wie Gutmensch und asozial in Verbindung mit Unterschichten sind schon wieder gebräuchlich. Auf hessischen CDU-Wahlveranstaltungen scheut man sich nicht von Arbeitslagern zu sprechen usw. usf. Die NS-Zeit ist in DE mitnichten überwunden. Sie zeigt sich täglich in ihrer spießbürgerlichen Fratze. Es kann daher gar nicht genug Mahner geben, die uns vor Augen führen, wohin die Reise geht.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.