Donnerstag, 25. Juli 2013

XIII


Man terrorisiere die Bevölkerung, damit sie Angst bekomme. Dann könne man alles durchsetzen!  

Sinngemäß sagte das ein Verschwörer in "XIII - Die Verschwörung".

Kommt das einen nicht bekannt vor? Man denke z.B. an die sogenannte Sauerlandgruppe, die Terroristen mit Modellflugzeugen u.ä.

Man denke an einen Herrn Friedrich, der jeden von uns ausspionieren will und weil er es noch nicht darf, dankend auf die Daten der NSA zurückgreift. 

Man denke an die Post, die auch in Deutschland Adressen und Absender scannt. Nur Naive glauben, dass die das sofort wieder löschen. 

"1984", jeder weiß etwas mit dieser Jahreszahl anzufangen, ein Buch, Ende der Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts geschrieben, in weiser Vorhersehung des Kommenden. Wahrscheinlich davon inspiriert wurde die  1984 geschaffene frankobelgische Comicserie von Jean Van Hamme und William Vance - "XIII".

"XIII - Die Verschwörung" ist ein toller Film, der mit nur 2 Sternen bewertet gestern bei Tele5 lief und damit völlig unterbewertet wurde. Ich glaube, dass er nur 2 Sterne bekam, sollte abschrecken, sich diesen Film anzusehen. Er wurde in französisch-kanadischer Coproduktion 2008 herausgebracht. Bisher war er nur im Bezahlfernsehen zu sehen.

XIII - ein zeitgemäßer Film im Zeichen der NSA-Schnüffeleien. 

Eine Reihe Industrieller und mächtiger Männer in den USA wollen die Vorherrschaft, die uneingeschränkte Macht. Die Nr. I will mehr - die Diktatur. 

Zum Inhalt:

Während ihrer Rede zum Unabhängigkeitstag wird die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten von einer tödlichen Kugel getroffen. Der Attentäter kann nur knapp entkommen.

Drei Monate später findet ein älteres Ehepaar im Wald einen verletzten Mann (Stephen Dorff). Er kann sich an nichts mehr erinnern, nicht einmal an seinen Namen. Einziger Hinweis auf seine Identität ist die Tätowierung "XIII" an seinem Hals. Und bald stellt sich heraus, dass er eine professionelle Kampfausbildung durchlaufen haben muss. Er verfügt nicht nur über blitzartige Reflexe, sondern auch über einen ausgesprochenen Killerinstinkt. Handelt es sich hier um den fieberhaft gesuchten Präsidentenmörder?

XIII wird in eine weit verzweigte Verschwörung hineingezogen und gnadenlos von der Regierung und den Geheimdiensten. Zur DVD 

Der Film ist spannend und keine Minute langweilig. 

Man darf gern auch einen Bogen zu 9/11 spannen oder zur allmächtigen Schnüffelei der NSA. Man fragt sich, ob die Verschwörungstheorien zu 9/11 wirklich nur Verschwörungstheorien sind. Wurden nicht vielleicht doch durch einen oder mehrere "Agent provocateur" eine Gruppe Islamisten gefunden, die den Anschlag verübten? Was wussten die Geheimdienste? Haben sie den Tod so vieler Menschen billigend in Kauf genommen, damit undemokratische Gesetze durchgedrückt werden konnten? Wer waren die Gewinner von 9/11. Der Islam sicherlich nicht. Wohl eher die Rüstungskonzerne und diejenigen, denen Demokratie ein Dorn in den Augen ist. Und wie weit her ist es überhaupt mit den demokratischen Rechten von Bürgern, die ins Visier von Ermittlungskräften kommen. Die Gedanken kommen einen unwillkürlich beim Sehen des Filmes.

Jedem sei dieser Film ans Herz gelegt. Und er gehörte eigentlich in das ÖR, wenn diese nicht so sehr mit ihrer Selbstzensur beschäftigt wären.


PS: Mal den englischen Trailer dazu, den deutschen hab ich nicht gefunden.


 

Kommentare:

  1. Ich danke dir für den Tipp.
    Mir ging es genauso, wie du es beschreibs. Ich habe den Titel gelesen, dann die Beschreibung und dachte: "Schon wieder so eine Märchengeschichte, wo ein amerikanischer Präsident umgebracht wird..." Und schon hatte ich beschlossen, den Mist nicht anzuschauen. Also ging der Plan mit der Negativ-Werbung offensichtlich auf. Aber nach deinem Artikel werde ich mal sehen, ob der Film nochmal wiederholt wird. Oder auch die DVD kaufen. Je nach dem, was eher passiert :-)
    Auf jeden Fall vielen Dank für deinen Artikel!

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  2. Die Kommentare bei amazon sind positiv auf den Film. Er hat so etwas wie das Bourne-Projekt an sich, geht aber tiefer und ist nicht nur oberflächlich action. Naja, die Action-Szenen sind nicht immer unbedingt ganz schlüssig, aber Action-Szenen sind das wohl nie. Erstaunlicherweise hat ein Comic soviel Tiefgang. Das war für mich neu.

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  3. Ich finde übrings so generell, dass diese pauschale Kritik gegen US-Fernsehen völlig überzogen ist. gerade die Taz ist ja immer schnell dabei. Jetzt hat eine Redakteure mal aufgezeigt, dass viele US Serien sich schon seit längeren kritisch mit den Agentenkram auseinanderstzten: Zitat: "Und so lautet die Botschaft der neuen TV-Serien: Die US-Behörden sind fast so gefährlich wie die Terroristen, die sie jagen. Fast so gleichgültig, wie sie töten, verraten sie Menschen, ohne dem höheren Ziel - der Sicherheit - näher zu kommen. "

    Ganzer Artikel:
    hier
    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=/2013/07/26/a0094

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  4. Hi Marty, Danke für den Link. Ich kenne diese Serien nicht. Comedy-Serien sehe ich aus Prinzip nicht und Homeland und 24 sind nicht mein Geschmack. Ich bin mehr bei den technikaffinen US-Serien und dort sieht man was möglich ist, obwohl sicherlich nur die Spitze des Eisberges gezeigt wird und alles noch viel tiefer geht. Ich schaue übrigens fast ausschließlich US-Serien. Die Drehbücher sind in der Regel besser als Deutsche und die Schauspieler sind meilenweit besser. Mal ab und an eine Serie aus Europa, dann ist Schluss. Deutsches Zeugs meide ich, idiotische Drehbücher und hysterische Schauspieler. Aber das nur am Rande. Übrigens, der Film war eine französisch-kanadische Produktion.

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