Freitag, 16. August 2013

Zugepflastert - heute FDP

Zur FDP fällt mir eigentlich wenig ein. Sie will nichts von mir wissen und nicht ich von ihr. Sie fühlt sich nur für eine kleine Gruppe der Bevölkerung zuständig. 

Die Wahlplakate der FDP lassen sich nicht so richtig runterladen. Deshalb hier zweigeteilt. Auf dem schönen Arbeiterplakat steht die Schrift noch drauf, die ich daneben setzte.






Der Arbeiter - die Mitte der Gesellschaft. Er lächelt glücklich, dass er wenigstens mal im Wahlkampf von der FDP Aufmerksamkeit erhält.

Außerhalb des Wahlkampfes interessiert sich die FDP einen feuchten Kehrricht um den mit seinen Händen schaffenden.

Die FDP ist gegen Mindeslöhne. Ihr ist es Schnuppe, wenn Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen nicht leben können. Gerade auf dem Bau werden Tarifverträge durch Leiharbeit und Werksverträge ad absurdum geführt. 

Die FDP will auch nichts gegen die Rente mit 67 tun. Hätte sie ja schon. Ist schließlich an der Regierungs"macht". Nun stelle sich mal jeder vor, wie ein 66-jähriger die Dachbalken trägt, sie verbaut, vielleicht ein Dach deckt und was man so als Bauarbeiter alles beim Gebäudebau noch tun muss. 

Vielleicht fühlen sich einige Bauarbeiter der Mitte der Gesellschaft zugehörig. Sie sind es nicht. Wie du und ich und alle anderen, die mit ihrer Hände Arbeit Werte schaffen oder geschaffen haben. Sie sind die dressierten Äffchen im Dienste einer Schicht, die den Mehrwert in ihre Tasche steckt und dem anstrengungslosen Wohlstand frönt in spätrömischer Dekadenz. 

Die FDP ist die Partei der Apotheker, der Hotelbesitzer, der Weingutsbesitzer ... Das sollte man nie vergessen, trotz der schönen Wahlplakate mit den eingängigen und nichtsagenden Slogans.

Die FDP will gar nicht, dass der Sohn, die Tochter des Bauarbeiters gefördert wird. Sie besteht auf die Gymnasien, wo fein säuberlich getrennt sozial gesiebt wird. Ihre eigene Klientel sollte aufsteigen und nicht die Tochter, der Sohn des Bauarbeiters, ganz zu schweigen von den Kindern der Einwanderer oder derer, die einen muslimischen Hintergrund haben. Die Letzteren kommen auf den Wahlplakaten nicht vor. Da ist es ein kleiner rotblonder Junge (!).

Was fällt z.B. der FDP ein, wenn die Bahn, weil sie sich für die Börse aufgehübscht hat, zu wenig Personal hat? Brüderle meinte: Da sollten doch Teile der Bahn an die Börse gehen. 

Sein Geheimnis bleibt es, woher dann das Personal kommen soll, dass vorher schon nicht da war. Will er H4-Bezieher anlernen? Sollen die als Hilfskräfte für eine Fachkraft auf dem Stellwerk fungieren? Sollen nun Leih- oder Werksvertragsarbeiter von überall her als Billigstkräfte Loks fahren? 

Es bleibt sein Geheimnis, wie die Personaldecke größer werden könnte, weil er keinerlei Vorstellung von Berufen hat. Für ihn sind alle Werktätigen Jobbesitzer. Er hat sicherlich keinerlei Vorstellungen davon, dass Arbeitnehmer Fachleute sind, die man benötigt und dass eine Gesellschaft nur mit der Achtung vor Fachleuten existieren kann. Sonst vegetiert sie dahin, wie unsere. 

Schließlich ist es wichtiger zweistellige Profitraten einzufahren, als über ein sinnvolles ökologisches, allgemeines Verkehrsmittel nachzudenken. Die Schweiz z.B. hat nachgedacht. Das scheint aber an der FDP mit ihren betriebsblinden Augen für die Wirklichkeit vorbeigegangen sein. 

Fachleute sind in Brüderles Augen und der der FDP wohl nur die eigene Klientel?

Wer als einfacher Popel in diesem Land FDP wählt, der ist in meinen Augen doof und handelt fahrlässig gegen seine Interessen. Heutzutage lässt sich ein Kreuzchen bei dieser Partei ja nicht mal mehr damit begründen, dass dieser oder jener doch so sympathisch herüberkäme. Sie sind alle Kotzbrocken. Unwählbar!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.