Mittwoch, 23. Oktober 2013

Kämpfen? Nicht angesagt!

Burger King! Schlimme Arbeitsbedingungen, Einschüchterung des Personals! Die Gewerkschaft Nahrung und Genuss kämpft dagegen an. 


Auch diese Gewerkschaft lebt sie. Sicherlich unterstützt sie ihre Mitglieder, damit sie um ihre ausstehenden Lohnbestandteile kämpfen kann. Dann ist es aber auch Schluss.

Man informiert über die schlechten Arbeitsbedingungen VOR vor dem "Burger King". Man klärt die Leute auf. Und die gehen dann zum "Burger King" hinein und essen dort. Sie sollen im "Burger King" nur ihre Solidarität mit den Beschäftigten dort zum Ausdruck bringen. Oh ja, da haben die Besitzer aber Angst davor. Die Besucher bezahlen das Zeugs dort. Mehr müssen sie auch nicht. Hauptsache die Kasse stimmt.

Man sammelt Unterschriften. Unterschriften sollen bewirken, dass die Lizenznehmer von "Burger King" anständig werden. 1000 Unterschriften heißt dann, 1000 mal anständiger werden. Oder wie?

Nein, nein, die Gewerkschaft will nicht zum Boykott von "Burger King" aufrufen. Schließlich hängen dort Arbeitsplätze dran.

Toll! Arbeitsplätze! Arbeitsplätze von schikanierten, unterbezahlten, eingeschüchterten Arbeitnehmern. Soweit sind wir nun schon gekommen. Das es für Gewerkschaften wichtig ist, die mießen Arbeitsplätze zu beschützen. 

Egal wie mieß - wir stehen hinter dem Arbeitgeber - bitten ihn nur, anständig zu sein.

Wenn es nicht so verdammt traurig wäre, könnte man von früh bis spät einen Lachkrampf über soviel Blauäugigkeit bekommen. Ich bin schon blauäugig, aber werden um Längen von den Gewerkschaften geschlagen. Ich weiß, wie Ausbeutung sich definiert. Die Gewerkschaften haben das noch nicht mitbekommen. Lesen müsste man eben können und zwar verstehendes lesen.

Wenn ich der Arbeitgeber wäre, würde mich das einen Scheiß interessieren, solange die Menschen bei mir essen und dafür bezahlen. Solche Unternehmer sind skrupellos. Die interessiert NUR Geld und NUR am Geldbeutel kann man sie greifen.  Gewissen? Das ist ausverkauft.

Was interessiert es die Menschen. Die gehen zum "Burger King". Ihnen ist es egal, wie es den Leuten dort gehen. Wer Industriefraß will, kauft ihn und auch dort. 

Bestes Beispiel ist das iPhone und das iPad. Hat es je einen Käufer interessiert, dass die Arbeiter, die das Spielzeug herstellen, wie Sklaven gehalten werden? Hat sie die Selbstmorde der Arbeiter interessiert, die dieses Arbeitsregime nicht mehr ausgehalten haben? Hat je jemanden interessiert, wie die Ressourcen der Erde dafür geplündert werden und wie später dann der ausgebeutete Ort aussieht? Und wieder wurde jubelnd das neue iPad begrüßt.

Es ist traurig, dass eine Gewerkschaft um Achtung von Angestellten BITTET. Von Betteln hat sich noch nie eine Situation geändert. 


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