Montag, 28. Oktober 2013

Wenn WIR abgehört werden, ist es Pillepalle

Es nervt, dieses scheinheilige Getue der Medien, der Parteien und Merkel. Ich denke, der Abhörskandal ist beendet? Unser allerseits beliebte jetzt geschäftsführender Innenminister hat das schon vor Wochen verkündet. 

Okay, es ging ja nur um unsere Telefonate, um unsere eMails. Es ging ja nur um den Pleps. Der sollte sich mal nicht aufregen. Ist alles in Ordnung. Ein Machtwort von Friedrich und alles war okay. Snowden war nicht der Held. Was er machte, macht man nicht. So unsere Regierung.

Und auf einmal bemerkt unsere Raute, dass sie auch abgehört wurde. Naja, warum auch nicht. Ihr Handy ist interessanter als mein Nichthandy oder meine eMails. Und plötzlich war alles ganz schlimm. Plötzlich war es eine Frechheit, ein Vertrauensverlust und was weiß ich nicht noch alles. Plötzlich war die Freundschaft zwischen Deutschland und den USA belastet, wenn nicht gar gefährdet. 

Es amüsiert mich. Unsere oberste Führung spricht von Freundschaft. Das ist so, als wenn man seine Follower bei Twitter oder Facebook auch als Freunde bezeichnen würde. Es gibt keine Freundschaft zwischen Staatslenkern. Das höchste sind gute Arbeitsbeziehungen, nicht mehr und nicht weniger. Es gibt auch keine Freundschaften zwischen Staaten. Das ist alles Humbug. Es gibt höchstens gemeinsame Interessen. Arbeitsbeziehungen und gemeinsame Interessen haben nichts mit Freundschaft zu tun.

Ich verstehe sogar Obama, dass er ein Dossier von Merkel wollte, ihr nicht traute. Man kann so einer Person auch nicht trauen. Sie, die alle Vorteile des Sozialismus für sich in Anspruch genommen hat, mit wehenden Fahnen als Agit-Prop das System verteidigt und gestützt hat, soll nun zur Antikommunistin mutiert sein? Wie heißt es doch so schön: Man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter. Und Merkel ist in gewisser Weise eine Verräterin, ob nun bewusst oder unbewusst, bezahlt oder nicht bezahlt. Sie hat den Mantel nach den Wind gehängt. Demagogen kann man nicht trauen. Das weiß Obama. 

Friedrich hat wieder einmal seine lustigen Ausfälle gehabt. Spione müssen ins Gefängnis. Das klappt ja wunderbar, wenn man an die vielen in Berlin auf einen Fleck versammelten Botschaften denkt. Botschaften - das weiß jedes Kind - sind der Hord von Spionagezentren. Dazu muss man nicht mal James Bond gesehen haben, um das zu wissen. Nun will Friedrich die Spione ins Gefängnis bringen. Spione eines exterritorialen Gebietes, die außerdem noch diplomatische Immunität besitzen. Die mit diplomatischer Immunität will er dann ausweisen lassen. Toll! Er will einen Spion gegen einen anderen ausstauschen. Das Problem ist damit nicht aus der Welt. Wie sollte es auch, da es nicht an Personen hängt. Schickt doch diesen Menschen endlich in sein kleines fränkisches Nest zurück, wo er Vorstand im Schützenverein spielen könnte und nervt uns nicht mit so einem Kleinbürger mit beengtem Verstand.

Ich vermisse in dieser ganzen Pseudoaufregerdiskussion etwas: Wo ist der dauernde Aufschrei der Medien, der Aufschrei von Friedrich, von Merkel als der BND Telefondaten an die USA übermittelte und die, dank der deutsche Daten, ihre Drohnen zu vermeintlichen Zielen schicken konnten; die getötet haben und immer noch töten - ohne Ansehen der Person, egal ob Frauen, Kinder, Alte und auch unschuldige Männer (die wollen wir nicht vergessen). Und noch viel schlimmer. Die Drohnen wurden in 2 Wellen geschickt, um auch noch die Helfer der Verletzten zu töten. Warum diskutieren wir nicht darüber? Wieso machen wir uns mit Mördern gemein und stecken nicht die Nachrichtendienstler des BND ins Gefängnis? Gilt Friedrichs Aussage nur für andere? Und hat Friedrich das vielleicht nur deshalb gesagt, weil er weiß, dass er sowieso nichts machen kann, aber es in den Ohren der BILD-Bevölkerung gut klingt?

Man will die Mails und Telefonate unter das Postgeheimnis für alle bindend stellen. Als ob das je funktioniert hätte. Auch in Deutschland werden Adressen/Absender von Briefen gescannt. Das sind alles solche Pseudohandlungen, weil man ja nicht auf das Ausspionieren verzichten will. Keiner!

Sicherlich, es ist eine Frechheit, dass wir alle mehr oder weniger abgehört werden. Sicherlich haben die meisten Bürger nichts zu verbergen, aber das sie nichts zu verbergen haben, muss ja nicht jeder wissen und schon gar nicht die USA. Mein Gelabere gehört nur mir alleine - sonst niemanden.

Und Spione zwischen den Staaten? Das ist ein uralter, ellenlanger Bart. Davon lebt die Filmindustrie und Autoren. Kein Staat traut dem anderen, auch wenn es gemeinsame Interessen gibt. Im Prinzip ist sich jeder Staat selbst der Nächste und wenn es hart auf hart kommt, verrät einer den anderen. Wie oben schon gesagt: Es gibt keine Freundschaften zwischen Staaten.  Das wird sich auch nicht ändern.


Auch zum Thema beim "Aufwärts"-Freund "Die Netzschau"
Merkelphone: Wer es jetzt noch nicht begriffen hat






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