Montag, 24. November 2014

Wir sind das Volk

Dagegen ist nichts zu sagen. Diesen Spruch schreien Leute aus Dresden und wahrscheinlich Umgebung jeden Montag heraus. Wir sind das Volk!

Nun sollte man denken, dass sich dieser Ruf gegen eine Regierung richtet, die unser Geld verschwendet. 

Man sollte denken, der Ruf richtet sich gegen die Regierung, die es zulässt, dass die Demokratie immer mehr abgebaut wird.

Man sollte denken, der Ruf richte sich gegen die Regierung, deren Liebe nur den Konzernen gilt und die das Volk übergeht.

Man sollte denken, der Ruf richte sich gegen die Ausspionierung weiter Bevölkerungsteile, gegen die Verarmung per Gesetz, gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, sprich der Konzerne, dagegen, dass arme Leute, die immer zahlreicher werden, nicht diskriminiert werden, dagegen, dass der Spalt Ost-West sich kaum geschlossen hat,  gegen die Konzerne, die Gesetze forumulieren, die die Regierung nur noch abnickt, gegen die Überflüssigmachung des Parlamentes, gegen Kriegseinsätze und man könnte noch viel mehr "gegen" finden.

Aber nein, die braven Bürger dort ziehen gegen noch ärmere Menschen durch die Straßen. Und die braven Bürger machen gemeinsame Sache mit den Neonazis. Diese braven Bürger regen sich über angebliche Zuwendungen für Flüchtlinge auf, obwohl sie die Gesetze gar nicht kennen. Sie regen sich auf, dass angeblich die Arbeitsplätze durch die Flüchtlinge weggenommen werden, auch in Unkenntnisse der Gesetze. Sie wollen auch gar nicht über die gesetzlichen Grundlagen aufgeklärt werden, die das Leben der Flüchtlinge, die voller Hoffnung zu uns kommen, reglementieren. Ich habe es oft vergeblich versucht. Es ist diesen braven Bürgern schlichtweg egal, was die Wahrheit ist. Sie haben die BILD in sich aufgenommen und die sagt eben die Wahrheit. Da unsere Regierung sich nicht gegen die BILD stellt, muss ja etwas an dem Gelabere dort dran sein.

Und wo finden wir unseren Freiheitspastor Gauck? Er fiel ja bisher durch immerwährendes Freiheitsgesäusel auf. Er, obwohl er selbst erst zur DDR-Opposition stieß, als es schon klar war, wohin die Richtung geht und die neuen Parteien und Organisationen schon längst legal arbeiteten, aber trotzdem lässt er sich als Freiheitsstatue feiern. Ich will jetzt nicht wiederholen, dass die Freiheitsstatue innen hohl ist, aber ich kann es mir einfach nicht verkneifen, diesen Satz hier unterzubringen.

Wo ist unser Freiheitspastor Gauck. Kriege, die Deutschland unmittelbar und mittelbar führt, deutet er um in Demokratiebringung in andere Länder um. Leider geht es aber dort nur um Zerstörung und Raub von Bodenschätzen. Solch heere Ziele wie Demokratie für alle, sind bei ihm nicht vorgesehen. Er trommelt die freiheitliche Keule der Glorifizierung der mörderischen "Arbeit" von Soldaten. Er hat auch kaum etwas für Arbeitslose und alte Menschen übrig. Sie sollen froh sein, in Freiheit leben zu können. 

Wo bleibt unser Freiheitspastor Gauck? Immer muss er seinen Senf dazugeben, auch wenn der Senf nicht sein eigener ist und er tunlichst schweigen sollte.

Er ist ruhig. Er sagt nichts zu diesen rassistischen Montagdemos. Ich habe noch im Ohr, dass er sich mal vor Jahren darüber aufgeregt hat, dass Menschen, die soziale Forderungen habe und die Montagsdemos wieder aufleben lassen wollten, diesen Spruch missbrauchen würden. Wir leben ja in Freiheit. Da kann ich mir wieder nicht verkneifen einen geklauten Satz unterzubringen, der sinngemäß lautet, dass der Arbeiter doppelt frei sei, frei an Eigentum (Produktionsmittel) und persönlich frei, frei seine Arbeitskraft anbieten zu müssen, um nicht zu verhungern. So ähnlich hat es Marx ausgedrückt.

Wann höre ich die Stimme des Freiheitspastors Gauck gegen den alltäglichen Rassismus und den immer zahlreicher werdenden rassistischen Demos, denen sich auch die braven Bürger anschließen?

Wieso höre ich nichts von dem Freiheitspastor Gauck, wenn ausländische Mitbürger in unseren Städten verprügelt werden. 

Wieso sagt ein Freiheitspastor Gauck nichts gegen die geschönten Statistiken, die uns einreden wollen, dass es uns gut gehe. 

Wieso kommt er nicht in die Städte, in die Dörfer und Gemeinden, die keine Arbeitsplätze mehr anbieten können, aber ihre Arbeitslosen dazu verdonnern sich unendlich oft auf nichts zu bewerben?

Wieso sagt der Freiheitspastor Gauck nichts, dass es immer mehr Menschen immer schlechter geht, dass immer mehr Kinder in die Armut fallen, dass es nicht genügend Lehrstellen gibt, obwohl die Statistik immer das Gegenteil sagt? Und warum spricht er nicht Klartext, dass die Unternehmen eben mit den Menschen vorlieb nehmen müssen, die in der Region leben, dass sie diese zu qualifizieren haben.

Wieso sagt der Freiheitspastor nicht endlich, dass die Schuldenbremse der Fluch der Länder, Städte und Gemeinden sind? 

Wo steht ein Herr Gauck? Bei den Antirassisten, Antifaschisten und armen Bürgern?  Wenn er wirklich dort stünde, wäre er sicherlich kein Bundespräsident mehr. Aber, er sollte dann generell sein Freiheitsgeplappere einstellen!

Menschen, die sich in die Ecke gedrückt fühlen, die nichts oder kaum etwas zu verlieren haben, sollte man ernst nehmen. Immer ärmere Wohnstätten, immer mehr Menschen ohne Perspektive. Dort setzen die braunen Rattenfänger an. Die ideologische Grundlage ist die BILD.

Wieso höre ich nichts von Herrn Gauck? 

 










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