Dienstag, 7. April 2015

Wann wacht Lieschen Müller endlich auf!

Da läuft sie mit weiteren 7000 Menschen durch Dresden. Seite an Seite mit Verbrechern. 

Pegida SIND Verbrecher.

Was haben die 7000 Menschen mit den Verbrechern zu tun? Das sollte sich mal Lieschen Müller fragen. 

Sie sind Brandstifter im wahrsten Sinne des Wortes! Pegida zündet ein Haus für Kriegsflüchtlinge an, was mit UNSEREN Steuergeldern instand gesetzt worden ist. 

Also hat Pegida UNSERE Steuergelder verbrannt! Na toll. Das Haus muss wieder hergerichtet werden mit dem Geld, dass uns dann nicht mehr zu Verfügung steht.

Pegida bedroht Menschen, die nicht so denken, wie sie - faschistisch - rassistisch! 

Pegida bedroht in IS-Manier die Dresdner Kreuzkirche. Wenn das Glockenläuten nicht eingestellt werde, dann wolle sie die Kehlen derer durchschneiden, die die Glocken läuten. 

Pegida SIND Verbrecher!

Und Lieschen Müller? Lieschen Müller läuft mit diesen Verbrechern mit.

Auch ich finde, dass die Medien lügen. Auch ich finde, dass der Sozialstaat kaum noch existent ist. Auch ich finde, dass sehr viele Einwohner Deutschlands um ihre Zukunft betrogen werden. Auch ich kann Merkel nicht leiden. Auch ich hasse es, wenn die fetten Reichen ihre Beute betrachten und immerzu raffen, raffen, raffen und uns nicht das Gelbe vom Ei gönnen. Das "auch ich ... " ließe sich noch fortsetzen. 

Laufe ich deshalb mit Verbrechern gemeinsam durch Straßen? Laufe ich mit Brandstiftern, mit dem Abschaum der Menschheit, mit Erpressern und Mordaufrufern durch die Straßen?

Es ist eine Verhöhnung der schwarz-rot-goldenen Fahne. Diese Fahne wurde bei den Befreiungskriegen 1813 bis 1815  getragen. Diese Fahne symbolisierte die Einheit Deutschlands, wurde von den damals fortschrittlichen Burschenschaften zum Hambacher Fest getragen. Sie war gegen den Adel gerichtet. Schwarz-rot-gold gehört zur Märzrevolution, zur Frankfurter Nationalversammlung. Schwarz-rot-gold wurde von fortschrittlichen Kräften getragen und es war nicht so einfach, diese Farben zu tragen, weil sie aufrührerisch waren und der konservativste und reaktionärste Teil Deutschlands sie nicht wollten. Schwarz-rot-gold steht für bürgerliche Freiheiten, für Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit!

Und warum läuft Lieschen Müller unter der schwarz-rot-goldenen Fahne durch Dresden? Für Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit? Wohl eher für das Gegenteil dessen. Lieschen Müller ist wie die schweigende Mehrheit wie im 3. Reich, die die Verbrechen erst möglich gemacht haben. Wieder einmal. 

Lieschen Müller hat nichts aus der Geschichte gelernt.

Mit gegangen, mit gefangen, mit gehangen. Lieschen Müller gehört zu den Verbrechern von Pegida.



Kommentare:

  1. Danke, guter Text!

    Und das schlimmste dabei ist warscheinlich, dass Lieschen Müller gerade durchaus der Meinung ist, "jetzt endlich aufgewacht zu sein".

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  2. Ich hatte heute einen Artikel in der Frankfurter Rundschau darüber gelesen. Ich hoffe, dass dies ein Einzelfall war und bleibt. Allerdings scheint der sogenannte "Wutbürger und Patriot" bereit zu sein, auf alle loszuprügeln, die er greifen kann. Oder: auf alles loszugehen, was diese Kleingeister in ihrer Dummheit eh nicht begreifen können oder wollen.
    Ein gefundenes Fressen für braune Idioten, die sich dadurch noch bestärkt fühlen und am liebsten mit erhobener Hand durch Deutschland marschieren würden. Anhänger für ihre menschenverachtende Gesinnung scheint es ja überall zu geben, die sich dazu noch rotzfrech als Demokraten bezeichnen.
    Wenn hierzulande schon religiöse Einrichtung bedroht werden sowie Menschen, die ihren Glauben leben wollen, wird es höchste Zeit, dieser Entwicklung mutig entgegenzutreten. Sei es im eigenen Umfeld oder im Bekanntenkreis.
    Pegida kam (Zufall?), nachdem Faschisten in der Ukraine wüten, unterstützt und hofiert von deutscher Politik sowie deren Medien.
    Das sollte uns alle ängstigen.

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  3. @VoWu: Danke für deinen Kommentar. Ich glaube, dass es an der Zeit liegt, dass Pegida auftreten konnte. Unsere Regierung, die Medien haben das Umfeld dafür bereitet und die Spießer aus dem Erzgebirge und dem Tal der Ahnungslosen - die immer noch ahnungslos sind - haben das alles bereitwillig aufgenommen. Es ist kein Zufall, dass das braune Zentrum Sachsen ist. Wenn du die Menschen dort erlebst, kannst du nur mit dem Kopf schütteln. Sie sitzen auf ihren kleinen Klitschen und haben Angst, dass irgendjemand ihnen eine Blume aus dem Garten entwenden könnte. Sie waren schon in der DDR borniert und haben ihre Borniertheit in das heutige Deutschland herübergerettet und es gepflegt. Sie kennen i.d.R. keinen einzigen Ausländer, aber wissen ganz genau, wie die sind. Ich habe solche Leute schon öfters bei meinen Rundreisen erlebt. Man kann leider nicht mit ihnen sprechen. Sie wollen nicht auf Vernunft hören. Man kann sagen, was man will. Sie kennen keine Gesetze, sie kennen das Leben nicht - außer auf ihrem Dorf - sind immer nur in einer Deutschlandblase gereist und beurteilen das Ausland danach, ob die Straßen und Vorgärten sauber und gepflegt sind. Man kann nicht mit diese Leuten reden. Nur BILD könnte ihre Meinung ändern. Leider wird BILD das nicht machen, weil es selbst stockreaktionär ist.

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  4. @PeWi,
    ich verstehe es nicht, helfe mir bitte auf die Sprünge, es zu verstehen.
    Die ehemalige DDR scheint eine Hochburg für Faschisten zu sein.
    Was treibt diese Menschen heute dazu, die sich selbst in einem Regime als Gefangene fühlten?

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  5. @VoWu: Nein, die DDR war keine Hochburg der Faschisten. Sicherlich gab es dort, wie überall, auch ewig Gestrige, vor allem in der älteren Generation. Unser Bildungssystem war meilenweit besser und wir wussten über die Geschichte bescheid. Es stimmt nicht (falls ich den Satz richtig deute), dass sich alle in der DDR als Gefangene fühlten. Ich nicht und viele andere auch nicht. Sicherlich gab es keine Reisefreiheit, was auch mit den fehlenden Devisen zu tun hatte. Es wiegt aber schwerer, dass im Prinzip alle Menschen in der DDR eine gesicherte Perspektive hatten. Heutzutage sagen zwar manche das Gegenteil, sie wollen aber nur dazugehören und lügen deshalb. Diese gesicherte soziale Perspektive ist weggefallen. Es gibt Tausende, die seit dem Zusammenschluss keine Arbeit mehr hatten, die sich von Maßnahme zu Maßnahme durchgehangelt haben. Wir waren das nicht gewohnt. Wir waren auch nicht gewohnt, dem Chef untertan sein zu müssen und möglichst den Mund auf Arbeit halten zu müssen. Unsere Kinder hatten eine gesicherte Perspektive. Alles, was wir - d.h. die meisten hatten - ist den Bach heruntergegangen. Nun müssen wir heutzutage feststellen, dass es keine blühende Landschafte gibt, dass es keine Perspektiven für unsere Kinder und Enkel gibt, dass die Medien nicht anders sind wie in der DDR und das wir schlimmer ausgehorcht werden, als es jemals in der DDR möglich war. Wir mussten feststellen, dass wir Bürger 2. Klasse in diesem Land sind und oft in den alten Bundesländer diskriminiert werden. Ich weiß das aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen mit vor allem Frauen. Wir müssen feststellen, dass Leistung sich nicht lohnt, wie man uns das eingeredet hatte. Das schafft Frust. Die Geldsorgen der meisten Menschen kommen noch dazu. Geldsorgen, die sie früher in ihrer gesicherten Existenz nicht hatten. So entsteht - angeheizt durch die Medien - ein Klima der Verängstigung. Der soziale Abstieg wird immer rasanter. Die Berufsausbildung wurde entwertet, unser Leben sowieso. In vielen Gegenden fehlen bezahlbare Wohnungen. Asylsuchende bekommen Wohnraum, den dann die Einheimischen nicht erhalten. Was glaubst du wohl, wie es ist, wenn dann die Scheißhausparolen von Bild auf die verängstigte Masse trifft? Auf die Masse der Menschen, die seit dem Zusammenschluss sehr viel verloren haben? Die meisten haben verloren, nur sehr wenige können das nicht von sich behaupten. Uns Frauen wurde die Gleichberechtigung genommen (obwohl die Gesetze oft anders lauten). Haushaltvorstände gibt es wieder usw. usf. und wir werden meist in die 2. Reihe gedrängt. Wir verdienen weniger im gleichen Job usw. usf., was früher nicht so war. An Supermarktkassen sitzen Frauen, die Diplome haben. Was glaubst du, wie die sich fühlen. Sie rennen eben den falschen hinterher, weil sie sich total verscheißert fühlen, von diesem Staat, von diesem System. Sie machen es leider nicht an Merkel und Co. fest, obwohl die auch nur Marionetten sind. Sie rennen den Bauernfängern hinterher und machen die als Schuldige aus, die noch weiter unten stehen und nun gar nichts für die Misere können. Viele fühlen sich ohnmächtig ausgeliefert und wissen nicht, wie sie ihren Frust los werden wollen. Ich könnte das noch weiterführen. Ich verstehe teils die Menschen, obwohl ich nicht billige, was sie drauß machen. Vielfach ist es auch das Ungewohnte. Türken sprechen laut ... andere putzen nicht so, wie man das als Deutschen zu machen hat ... und, und, und ... Das spielt auch eine Rolle. Wir schmorten im eigenen Saft, vor allem in den Gegenden, die abschnitten waren vom außer-DDR-Leben (wie im Fernsehen). Die wussten eben von nichts etwas. Die dachten, alle im Westen sind reich, weil die aus dem Westen sich auch so gerierten. Es kommt vieles zusammen. Aber das entschuldigt nichts.

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