Sonntag, 21. Juni 2015

Am Tag der Flüchtlinge ...

... wurde in Deutschland über den Flüchtling an sich gesprochen.

Das muss der Neid uns lassen. Deutschland kann prima Gedenktage begehen und damit die Geschichte verschleiern. 

Da werden die Opfer der NATO gleich gestellt mit den Opfern Nazideutschlands. Mit bewegter Stimme erzählt eine Sudetendeutsche (ich glaub, sie war von dort), was für Kriegsgräuel sie als Deutsche in ihrem Heimatort durch die Alliierten (es waren sicherlich Russen) erdulden musste. Ich habe bei diesen Sätzen sofort weitergezappt. Man kann das nicht mehr hören.

Bei aller Liebe. Ich glaube das dieser Frau, dass es für sie furchtbar war. Nur, sie hatte das auszubaden, was Deutschland an Verbrechen in Europa während des 2. Weltkrieges begangen hatte. Was sind schon die paar deutschen Vertreibungsopfer, wenn man sich anschaut, dass Millionen von Menschen ermordet worden sind, weil sie Deutschland im Wege standen oder nicht dem arischen Bild der Nazis entsprachen. Deutschland hatte eine riesengroße Fluchtwelle jüdischer Menschen, Gewerkschafter, Linker, Christen und anderer Menschen, wie Künstler und Humanisten ausgelöst, deren Heimat im sogenannten 3. Reich nicht mehr ihre Heimat sein durfte.

Diese Frau - ich unterstelle ihr keine Bösartigkeit - verniedlicht mit ihrer Klage darüber, was sie erdulden musste, die Kriegsverbrechen der deutschen Faschisten und ihrer Mitläufer. 

Sie ist in keinster Weise vergleichbar mit dem heutigen Leiden der Balkanvölker, der Iraker, der Syrer, der Lybier der Afrikaner, die durch das Mittun des Westens oder das Anstacheln von Konflikten durch den Westen,  aus ihre Heimat flüchten mussten. Sie flüchten vor den islamistischen Kopfabschneidern, die durch den Westen finanziert worden sind. Wir hören jeden Tag von Flüchtlingsschiffen. Das ist aber nur ein kleiner Teil, der hier in Europa ankommt. Riesige Flüchtlingslager befinden sich in den Nachbarländern der zerstörten Länder - vom Westen zerstört oder die Zerstörung wurde vom Westen in Kauf genommen. 

Ja, es ist schlimm, was den Passagieren der Gustloff wiederfahren ist. Ja, es ist schlimm, dass zum Ende des Krieges Flüchtlingstrecks als Zielscheiben herhalten mussten. Nur, was haben die Deutschen denn erwartet, wenn man Völker in ihrem Namen massakriert? Kein Mensch ist so gütig wie Jesus, der dem Angreifer, der ihn geschlagen hat, auch noch die andere Wange hinhält. Kein Mensch!

Es tut mir leid. Aber es gibt immer Ursache und Wirkung, das ist in der Naturwissenschaft so und die Gesellschaften funktionieren auch so.

Deutschland ist Meister in der Verschleierung von Ursache und Wirkung. Kein Flüchtling ist gleich dem anderen, wenn man dieses einfache Wirkprinzip anwendet. Es ist immer Wichtig, die Ursache der Flucht zu verstehen. Deutschland will das anscheinend nicht.






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