Samstag, 13. Juni 2015

So wird es nicht gehen!

Das Wahlvolk ist mal wieder zu blöd. Sie begreift nicht einmal, was die Regierung uns Gutes antun will. Da wir zu dämlich dafür sind, Reformen als für uns ein freudiges Ereignis zu feiern, dachten die Parteien schon daran, volkstümlicher mit uns zu sprechen. Vielleicht in dem Stil: So! Muss Technik. 

Wie sonst?

Nun sind wir auch noch zu blöd, das Wahlverfahren zu begreifen. Wir Bürger kennen uns mit Erst- und Zweitstimme nicht aus (was bei einem kleinen Teil durchaus so ist), deshalb überlegt man in den Parteien, sie in Kandidaten- und Parteienstimme umzubenennen.

Als ob das an der Situation der Menschen in Deutschland etwas ändern würde. 

Ansonsten will man erforschen, warum immer weniger Menschen zu Wahl gehen. Ich fabuliere einmal. Man nimmt sich dazu eine Agentur und die verlangt eine Wahnsinnssumme an Steuergeldern dafür, den Parteien zu sagen, dass wir nicht den Sinn der Erst- und der Zweitstimme erkennen würden. Was sollte anderes herauskommen.

Schon der Ansatz, das Wahlsystem als zu kompliziert zu erachten (was durchaus in einigen Kommunalwahlen der Fall ist), zeigt, wie die Parteien ticken. Ich staune - weil ich wahrscheinlich immer noch blauäugig bin - dass sich DIE LINKE diesem Keine-Ahnung-warum-die-Leute-nicht-wählen-gehen-Reigen anschließt. Sie müsste doch wenigstens das Ohr an der Masse haben.  Aber sie scheint auch immer mehr die Bodenhaftung zu verlieren und nur nach dem Mitregierung - komme was wolle - gieren.

Die Parteien sollten sich doch mal die Frage stellen, wer denn gewählt werden könnte. Wo die Unterschiede der Parteien sind. Auf welche Wahlprogramme man sich verlassen kann.

Pah, nun siehts aber schlecht aus.

Welcher Unterschied besteht denn nun zwischen CDU-SPD-Grüne? Die Hauptrichtung ihrer Politik ist gleich: Beschneidung der Arbeitnehmerrechte, die Lüge von der wahnsinnig guten Arbeitsmarktpolitik, das Hurra zu HarztIV, die Lüge des boomenden Binnenmarktes, der Sparzwang, der jegliche Investitionen in das Volksvermögen verhindert, die Abzocke der Bürger, Ausspionierung von Bürgern, Aushebelung des Versammlungs- und Demonstrationsrechtes, des Streikrechtes, Einsatz einer Schlägertruppe und sicherlich auch Provokateuren bei Demonstrationen gegen den Demokratieabbau und anderer wichtiger Themen, wo der Bürger nicht mehr gehört wird, Kriminalisierung jedes Bürgers und damit Umdrehung des juristischen Rechtes, dass jeder zuerst als unschuldig gilt, bis das Gegenteil bewiesen ist ... Ach, wenn ich überlege, würde mir noch viel mehr dazu einfallen. Die LINKE macht zwar gute Oppositionsarbeit, aber wehe, sie ist irgendwo in den Ländern mit in der Regierung, dann macht sie absolut keine neue revolutionäre Politik, sondern genau das gleiche wie CDU-SPD-Grüne. Die Parteienpolitik ist immer nur marginal unterschiedlich. Eines weiß jeder Bürger: Die Politik wird IMMER gegen ihre Interessen gemacht und Wahlprogramme sind Makulatur, wenn der Bürger sein Kreuzchen im guten Glauben gemacht hat.

Warum sollten sich dann noch eine Vielzahl von Menschen dazu hergeben, Kreuzchen in bestimmten Abständen zu machen. Kreuzchen machen ist weit weg von Demokratie. Und viele wollen eben kein Stimmvieh mehr sein - zurecht. Mit Wahlen ändert man gar nichts, da CDU-SPD-Grüne an Marionettenleinen einiger Weniger hängen und nur Politk für diese machen. Schließlich wollen die ihre Fleischtöpfe nicht verlieren. 

Lenin schrieb, dass die Parlamente der bürgerlichen Demokratie Schwatzbuden wären. Sie sind es. Wahlen verändern den grundsätzlichen Widerspruch von gesellschaftlicher Produktion und privatwirtschaftlicher Aneignung nicht. Ehe dieser Widerspruch nicht aufgelöst wird, müssen die Menschen noch einen langen Weg gehen, der sie immer tiefer in den Abgrund bringen wird.

Es gibt für das Land keine Verfassung, sondern nur ein Grundgesetz, was man immer ergänzen und verändern kann. Gesetze sind rangniedriger als eine Verfassung, da kann man erzählen, was man will. Nicht ohne Grund, stand im Grundgesetz, dass bei einer Wiedervereinigung Deutschlands, eine Verfassung zu erarbeiten sei. Und nun verstecken sich Politiker dahinter, dass der Ostteil "beigetreten" wäre und wir deshalb nicht wiedervereinigt worden sind, es ergo auch keinen Grund gäbe, sich eine Verfassung zu geben. Was soll man von solchen Schmierenpolitiker halten?

Die meisten Menschen in Deutschland sind es müde, sich immer wieder die Sprechblasen und die Lügen von Parteien und Regierung anhören zu müssen. Sie haben es satt, dass diese Demokratie faktisch zu einer Einheitsregierung mutiert ist und dadurch die Demokratie aushebelt. Die meisten Menschen sind es müde, dass SIE immer als Sündenbock herhalten müssen, wenn das 1% der Herrschenden Mist baut. Sie sind es leid, immer wieder und immer wieder hören zu müssen, wie gut es ihnen doch gehen würde, wobei die Zahl der Armen immer weiter wächst und der Mittelstand sich im Sinkflug befindet. Man kann Deutschen nicht erzählen, dass sie in einem der reichsten Länder der Erde leben und froh sein sollen, nicht wie Inder hungern zu müssen. Das ist Propaganda. Sie sind es leid, als Arbeitsvieh herhalten und noch dabei um ihre spärlichen übrig gebliebenen Rechte bangen zu müssen. 

Wie soll man Menschen erklären, dass sie wählen gehen sollten, wenn Geheimgerichte installiert werden, die jeglichen parlamentarischen Willen für Null und nichtig erklären können. Warum soll der Bürger wählen, wenn sein Wille mit den Füßen getreten wird?

Wie soll man Menschen erklären, dass sie wählen gehen sollten, wenn sie mit jeder neuen Regierung keine Gerechtigkeit erkreuzen können, sondern nur noch mehr Erniedrigung, mehr Abgaben, mehr Abbau an Demokratie erhalten. Wieso sollen Menschen wählen, wenn sie dennoch nur Kriege, mehr Waffen und weniger Soziales dafür erhalten. Der Vertrag zwischen den Bürgern und ihrer Regierung ist schon seit Langem aufgekündigt worden. Das haben zwar noch nicht alle Bürger mitbekommen, aber sie werden es. Konsum kann Menschen nur für eine Weile ruhig stellen. Neue "Feinde" kann man per BILD nur für einen gewissen Zeitraum den Menschen einhämmern. Irgendwann ist Schluss mit Lustig im Kasten und sei der Weg noch weit.


Kommentare:

  1. Ich finde spannende Wahlabende immer toll – Hochrechnungen und viel Gesülze.
    Alle lachen in die Kamera, klatschen winkend parteidiszipliniert in die Runde, beten den Müll der letzten Jahre herunter, und danach, wenn alle Pöstchen verteilt sind, wird halt mal Politik gemacht. Das muß so sein, sonst wären Politiker/Innen absolut überflüssig.
    Da rutscht auch schon mal eine Ministerin von einem Amt in die nächsten Ämter, betet in ihrem aktuellen leistungstragendem Amt den gleichen Müll der letzten Jahre herunter, und freut sich auf die nächste Wahl – die Kanzlerin unser aller Herzen sein zu dürfen.
    Mutti löst Mutti ab, das Volk braucht frische Windeln. Wer dabei noch in die Hosen macht, hat wohl falsch gewählt, darf sich aber nach vier Jahren neu wickeln lassen.
    Der Inkontinenzler, auch Wahlbürger genannt, freut sich derweilen strampelnd auf den nächsten Schnuller in schwarzrotgoldenen Farben.
    :-)

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  2. @VoWu: Das hast du aber schön gesagt :D Beim Lesen habe ich über alle 4 Backen gegrient. Frage bitte nicht, wie das geht :)

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