Montag, 27. Juli 2015

Guten Tag 19. Jahrhundert

Die Unternehmerverbände machen dicke Ärm. Nein, das ist falsch. Sie müssen keine dicke Ärm machen. Sie sind der dicke Arm. Sie haben die Regierung im Sack. 

Nachdem die Regierung ein Antistreikrecht installierte - letztendlich ist es eins - geben sich die Alles-Besitzenden immer noch nicht zufrieden. Sie wollen in ihren Unternehmen nur individualisierte Menschen. Sie haben nicht vergessen, dass nach einem langen, blutigen und entbehrungsreichen Kampf der Arbeiterklasse der 8-Stunden-Tag in ihren Unternehmen etabliert werden musste. Diese Niederlage haben sie nie vergessen.

Jetzt ist das Klima  gut. Man hat die deutsche Regierung in der Tasche, man hat Europa in der Tasche, man hat Macht! Die Alles-Besitzenden! Jetzt kommt die lange zurückgestellte Rache an der Klasse, die sich erlaubte, für besser Arbeitsbedingungen seit Anbeginn der Industrialisierung zu kämpfen.  Jetzt heben sie ihre Köpfe unter dem Tisch hervor.

Die Alles-Besitzer haben schon vieles geschafft. 

Das Volkseigentum der DDR, haben sie sich für'n Appel und nen Ei unter den Nagel gerissen. Als dann die steuerlichen Zuwendungen, die sie dafür bekamen, ausliefen, wurden die Betriebe geschleift und der Tross zog weiter - nach Osteuropa, nach Asien ...

Die Gewerkschaften wurden von ihnen korrumpiert. Schwache Gewerkschaften sind gute Gewerkschaften für die Alles-Besitzenden. Dafür gründeten sie - nicht sehr erfolgreich - auch selbst Gewerkschaften.

Das Korrumpieren der Gewerkschaften war den Alles-Besitzenden noch nicht genug. Es entstanden kleine Gewerkschaften, die wirklich Gewerkschaften sind und die mussten per Gesetz platt gemacht werden bzw. in die Bedeutungslosigkeit zurückgedrängt werden. Sie waren nicht korrumpierbar. Welch eine Schande für die Alles-Besitzenden.

Die Alles-Besitzenden ließen Gesetze schaffen, die die Menschen in die Armut und Angst trieben. Sie waren es, die die Regierung ein Gesetz verabschieden ließ, die ihnen eine Herde Zwangsarbeiter bescherte. Und wenn die nicht so wollten, wie die Oberen es wollten, gab man sie den Verhungern preis - sprich: Man strich ihnen das gesamte Sozialgeld. Alles. Und nur nach Gutdünken ihrer Handlanger wurden Essensgutscheine verteilt. 

Und nicht nur Zwangsarbeiter wurden ihnen zugetrieben. Auch ganz normale Arbeiter mussten letztendlich Geld mitbringen, damit sie in den Unternehmen der Alles-Besitzer überhaupt arbeiten durften. Unser Steuergeld wurde zu denen transferiert, die sowieso schon genügend auf ihren Konten haben. 

Um gute Statistiken zu produzieren, splitterten die Alles-Besitzenden eine Vollarbeitstätigkeit in mehrere Teilzeitarbeitsplätze auf. So konnte die deutsche Regierung im Ausland glänzen und ihre menschenverachtende Politik allen anderen auch aufdrängen. Sie waren ja die Guten, die Besten, die mit der geringsten Arbeitslosenzahl. Wer weiß denn schon, dass man bei 1 Stunde Arbeit pro Woche nicht mehr als Arbeitsloser gilt?

Und nun wollen sie den 8-Stunden-Tag schleifen. Die Arbeit"nehmer" sollen am besten den ganzen Tag am Telefon in Abrufbereitschaft sitzen und dann irgendwann arbeiten dürfen, wann es angeblich der betriebliche Ablauf ihnen vorschreibt. Sie wollen Sklaven. Sie haben diese Art der Arbeit schon bei Stundenkräften ausprobiert. Und es klappte hervoragend. Die Arbeit"nehmer" kuschten - Hauptsache Arbeit - und machten die Arbeit nach Abruf mit. Die Angst H4 zu erhalten und noch schlimmer behandelt zu werden, hungern zu müssen machte sie willfährig, denn Zwangsarbeiter waren sie ja irgendwie auch schon. Das Modell soll nun auch auf Vollzeitarbeitskräfte übertragen werden. Und ich denke, irgendwann werden sie es schaffen. Die CDU macht das gern, es ist ihr Markenkern und die SPD gibt es nicht mehr. 

Was sagte Gabriel kürzlich? Es gäbe keine Klassen mehr. Und ich setze dazu: Nur noch nette Menschen, denen man eben helfen muss. Aber nun nicht jeden. Die SPD hatte schon vor längerer Zeit festgestellt, dass ihre Hilfe nur für diejenigen da sei, die Leistungen erbringen. Und wer leistet nach Gabriels Verständnis mehr als die Alles-Besitzenden?

Eine Frau Nahles - sie will mal eine Linke gewesen sein - hoa ha ha ha - freut sich über jeden Arbeitsauftrag, den sie von den Alles-Besitzenden erhält. Da plärrt wieder mal von denen jemand, dass er länger Leiharbeiter beschäftigen will und Frau Nahles will sich darum kümmern.

Wenn die Alles-Besitzenden husten - fällt die Regierung um.

Wir bewegen uns stramm ins 19. Jahrhundert zurück. Alle die vielen Toten, die für uns gekämpft haben, die uns ein besseres Leben ermöglichen wollten, sind somit für umsonst gestorben? Umsonst für uns?

Sogar der Stuhl für uns Mutti hält das nicht mehr aus.  

 


Mittwoch, 15. Juli 2015

Die deutschen "Qualitäts"medien ...

... haben wieder mal gepupst oder vornehmer ausgedrückt, die Papageiensprache benutzt.

Man erkläre mir mal, welche Logik dahinter steckt, die sagt, dass der einfachen Bürger Griechenlands hungern soll, weil man ein modernes Finanz- und Katasteramt aufbauen muss. 

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Wahrscheinlich muss man deutscher Qualitätsjournalist sein, um solch Verqueres zu verstehen.

Welche Logik steht weiterhin hinter den Abbau von Staatsbediensteten, wenn man denn diese o.g. Ämter auf- bzw. umbauen will, um sie in die Moderne zu führen?

Hat ein Herr Schäuble schon einmal richtig gearbeitet? Ich meine damit: Richtig an der Basis?

Um z.B. ein moderenes Finanzamt aufzubauen, muss man erst in irgendeiner Form den Ist-Zustand analysieren. Aus diesem Ist-Zustand muss ein Soll-Zustand entwickelt werden. Weiterhin heißt das, dass man Leute benötigt, die Daten aufbereiten und einarbeiten. Die Daten müssen dann logischerweise in eine Datenbank eingepflegt werden. Das geht nicht automatisch. Speziell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eines Landes, müssen auch spezielle Abfragen möglich sein, die ein sinnvolles Ergebnis erbringen. Standardsoftware ist dazu nicht brauchbar, zumindest erst nach x Anpassungen. 

Man könnte das mit Leiharbeitern machen. Man könnte ... Ich habe selbst als Leiharbeiterin kurzzeitig solche Arbeiten verrichten müssen. Aus meinen Erfahrungen heraus und aus Gesprächen mit anderen Leiharbeitern bringt das aber nichts. Leiharbeiter, die keine Chance auf eine Übernahme haben - hier in Griechenland auf einen Job im Staatsdienst - , arbeiten nicht Lust betont (positiv ausgedrückt). Warum sollten sie sich auch Gedanken über ihre Arbeit machen. Sie werden mechanisch irgendwelche Daten einpflegen, auch wenn sie unsinnig oder falsch sind. Sie gehen den Weg des geringsten Widerstandes.

Letztendlich benötigt man in der Regel nicht weniger Arbeitsstellen, sondern mehr. 

Wenn man denn wirklich wöllte, dass die Einkommenssteuer eingezogen wird und die Steuererklärungen geprüft werden, dann kann man keine Stellen im Staatsdienst streichen. 

Ganz richtig ist das nicht. Man kann schon ... Aber dann kommt das heraus, was hier in Deutschland unter Arbeitsqualität - der wir uns doch in der ganzen Welt lautstark rühmen - verstehen. Viel zu wenige Steuerprüfer müssen viel zu viele Steuererklärungen überprüfen. In Deutschland prüft man dann die kleinen Steuerzahler und die großen verschont man ganz gern wegen Personalmangel. Was ist dann hier in Deutschland soviel anders als es jetzt in Griechenland ist?

Bei den Spardiktaten gegen die griechischen Menschen diktieren Ahnungslose irgendwelche Sparorgien, ohne zu wisssen, wie Arbeit wirklich funktioniert. Was weiß ein bösartiger Mensch auf Rädern schon davon, was Indianer leisten müssen. Er spricht nur für die Häuptlinge, die von immer weniger Indianern alimentiert werden müssen. Diese Häuptlinge werden von uns alimentiert. Wir sind die Indianer. Merkel und Co. haben einstweilen ihr Gehirn bei den wenigen Besitzern von Allem abgegeben und arbeiten gegen uns, egal ob wir nun Grieche, Spanier, Franzose oder Deutscher sind.



Dienstag, 14. Juli 2015

Zurück in die Vergangenheit

Nun hat Deutschland es  ja geschafft! Bravo! Dass muss erst mal ein anderes Land vorweisen. Deutschland hat den 2. Weltkrieg im nachhinein gewonnen. Dieses Mal ohne Kanonenboote, aber dennoch - mit vielen Toten. 

Ich "gratuliere" Deutschland. Ihre Opfer sind die Verzweifelten Europas, die Jugend Europas, die Arbeitnehmer Europas, deren Akademiker Südeuropas. 

Auch die Toten sind die Opfer Deutschlands. Diejenigen, die sich das Leben nahmen, in Griechenland und überall in Südeuropa. Es sind die Opfer Merkels, des bösöartigen Mannes im Rollstuhl und der Deutschen Bank. Diejenigen, die kein Geld mehr erhalten, nicht mehr wissen, wie sie sich und ihre Familie ernähren sollen. Diejenigen, die ihre Krankheiten nur noch durch den Tod beendeten können, da Deutschland das griechische Krankensystem zerstört hat. Diejenigen, die durch Merkel und Co. obdachlos wurden und nicht mehr ein und aus wissen.

"Wollt ihr den totalen Krieg?" Eine Masse johlte damals im Olympiastadion.

Die Unterwerfung Griechenlands ist nichts anderes, nur mit anderen Mitteln. Und die deutschen Normalos schweigen oder begrüßen es. 

Es ist gespenstig, hier in Deutschland zu leben und den angestachelten Hass gegen die Griechen oder andere Südeuropäer erleben zu müssen. Er wird auf uns zurückschlagen!

Griechenland sind die neuen Juden. Deutschland braucht keine KZ's mehr, es hat sein Geld. Mit diesem Geld unterjocht es Europa.

Wo ist Frankreich geblieben? Die einst stolze Nation? Sie wurde in den Dreck getreten mit deutschen Rautenschuhchen.

Was wird aus Europa werden?

Wird sich irgendwo jemand finden, diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten? Wo ist der PEN-Club; wo die Intellektuellen? Zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes haben sie sich über alles und jedes ausgelassen. Sie konnten gar nicht genug z.B. die DDR tadeln, weil es dort keine parlamentarische Demokratie gab. Sie haben die undemokratischen Zustände im damaligen sozialistischen Ländern permanent angeklagt?

Und wo sind sie heute? Wo klagt irgendjemand endlich mal die undemokratischen Zustände hier und heute in Deutschland und Europa an? Wieso haben die jetzt Sendepause? Gibt es nicht genügend Stoff, um die Abwicklung des europäischen Gedankens und der Demokratie zu geiseln? Wieso halten sich die Intellektuellen vornehm zurück?

Wir erleben gerade die Renaissance der faschistoiden Nationalstaaten. Wir haben sie in Ungarn miterlebt und in den baltischen Republiken sowie in der Ukraine. Wir erleben den Zulauf der Front National und anderer diverser rechter Parteien in den europäischen Staaten, auch in Deutschland. Wir erleben gerade die Rückkehr der Franco-Gesetze in Spanien. Wir erleben die Reconquista, die die Ergebnisse der Aussöhnungen Deutschlands mit Westeuropa und dann mit Osteurpa zu nichte machen wollen.

Wird sich die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wiederholen?

Über eines sollte sich dabei Deutschland klar sein. Niemand lässt sich auf die Dauer demütigen. Niemand lässt sich eine Vorherrschaft einer Nation auf Dauer gefallen. DAS lehrt uns die Geschichte! Irgendwann sollten Merkel und Co. mal in die Geschichtsbücher schauen. Damals haben alle "Welt"herrscher gedacht, dass das auf sie nie zutreffen würde, dass sie für die Ewigkeit herrschen könnten. Aber sie mussten sich alle eines Besseren belehren lassen. Auch das ewiges Rom war nicht ewig!

In fast jedem Sci-Fi-Film wird von einem 3. Weltkrieg ausgegangen, atomar geführt, mit barbarischen Zuständen hinterher. Werden wir wieder in die Barbarei zurückfallen, weil z.B. die Deutsche Bank ihren Gierschlund nicht schließen kann? 

(Übrigens hat diese Bank griechischen Oberschichtlern Angebote gemacht, deren Geld auf ihre Konten zu übernehmen.)

Wird Deutschland und Europa eine braune Morgenröte erleben? Zur Zeit sieht es danach aus.


  

Mittwoch, 8. Juli 2015

Der hässliche Deutsche

Der hässliche Deutsche kommt mit Pickelhaube daher und weiß immer alles besser. 

Der hässliche Deutsche spielt am laufenden Band Oberlehrer und fühlt sich permanent benachteiligt. 

Der hässliche Deutsche ist der einzige in der Welt, der immer alles richtig macht. 

Der hässliche Deutsche wundert sich permanent darüber, warum andere ihm nicht nacheifern wollen. 

- Nur, wenn wir dem Hässlichen nacheifern, werden wir dann nicht alle hässlich? -

BILD zeigt das heutige Deutschland am besten: eine Kanzlerin mit Pickelhaube! BILD unterstreicht den Machtanspruch Deutschlands und plant für die Kanzlerin. 

Habe ich etwa BILD ins Parlament gewählt? Oder sie zur Regierung gekürt? Habe ich BILD als Kanzler(in) der Bundesrepublik Deutschland? Oder wie?

Wieso gebärdet sich dann der Konzern, als ob er eine demokratische Legitimation hätte, und wieso schreibt er Pläne dafür, was Deutschland zu machen habe.

Bekomme ich jetzt statt der deutschen Staatsbürgerschaft in Bälde eine BILD-Staatsbürgerschaft und werden wir das BILDerteutschland?

Es wird wirklich tagtäglich peinlicher, eine Deutsche zu sein. Ich fühle mich zur Zeit exterritorial auf dem Territorium Deutschlands. 

Wer kann dieses aufgeblasene Deutschland denn noch ertragen? Ich nicht mehr. 

Ich kann seine Lügen gegenüber uns nicht mehr ertragen. Ich kann seine Siegesmeldung nicht mehr ertragen, die keine Siegesmeldungen sind, wenn man genauer dahinter schaut. Ich kann seinen Hass anderen Völkern gegenüber nicht mehr ertragen. Ich kann seine volksverhetzenden Reden nicht mehr ertragen. Ich kann es nicht mehr ertragen von der angeblichen Hilfsbereitschaft Deutschlands wem gegenüber auch immer zu hören. Ich kann es nicht mehr ertragen! Ich kann es nicht mehr ertragen, dass andere Länder, die nicht so wollen, wie sich das Pickelhauben-BILD-Raute so vorstellt, mit Sanktionen überzogen wird. Ich kann das undemokratische Handeln dieses Landes einfach nicht mehr haben. 

Im Rückblick muss ich feststellen, das nicht mal die DDR-Regierungen derart verlogen und hetzerisch gegenüber anderen Völkern aufgetreten ist, wie unsere jetzige. Einzig die Medien haben kräftig von der DDR gelernt. Sie haben es aufgegeben, die 4. Instanz zu sein. Manches Mal frage ich mich, wie gewisse Personen an die Schalthebel der Macht gekommen sind. Bei Frauen spricht man immer von der Besetzungscouch. Genau so wird es auch sein, nur die Couch wird nicht so primitiv nur eine Couch sein.

Ich schäme mich immer öfters, Deutsche zu sein. 

Dieses Land tritt wiedereinmal in seiner Geschichte nicht in die Fußstapfen seiner großen Denker und auch Dichter. Dieses Land holt wieder einmal seine Demagogen aus der untersten Schublade hervor und setzt Krämerseelen an die Spitze des Landes. 

Dichter sind zwischenzeitlich ganz verschwunden, sie sind schließlich nicht werttragend. Wer benötigt heutzutage auch noch eine feine, geschliffene, durch Ethik getragenen Sprache, wenn es laut, primitiv, barbarisch und scheinheilig ebenso geht ohne dass die breite Masse der Menschen aufschreckt. 

Nein, Deutsche zu sein in diesen Tagen, ist keine Freude mehr.

»Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen«, sagte Warren Buffet





Montag, 6. Juli 2015

Die Post ist wieder da.

Wofür haben nun eigentlich die Postler gestreikt? Da haben sie sich wochenlang nicht nur für mehr Geld eingesetzt, sondern sich auch stark gemacht, dass unterbezahlte, ausgegliederte Kollegen, die in fragwürdigen Jobs bei der Post arbeiten müssen, nicht mehr unterbezahlt sind.

Was wurde erreicht?

NICHTS!

Sie haben wirklich für nichts gestreikt - für fast nichts. Das Ergebnis ist es nicht wert, dafür wochenlang zu streiken. 

Warum nur lassen die Gewerkschaften sich mit Einmalzahlungen abspeisen. Ich frage mich das immer wieder. 400 EUR für 2015 und das erst ab Oktober. Davon gehen die Steuern und Versicherungsleistungen noch ab und es bleibt meist nur so um die 50 % davon übrig. Nun was soll eine Einmalzahlung von rund 200 EUR in diesem Jahr? Was soll dieser Portokassenbetrag dem Postler bringen? Nichts! Die paar Quikser verplempern sich ganz schnell, aber essen muss man jeden Monat, auch Licht, Wasser, Wärme (es wird ja mal wieder kälter) müssen gezahlt werden und nicht zu vergessen: die Miete, die monatlich fällig ist.  Na Wahnsinn. Der Wohlstand bricht aus!

Für 2016 wurden 2 % aus"gehandelt". Das deckt nicht die Teuerungsrate von Mieten, Gebühren, Lebensmittel und vielem anderen. Es ist nicht ein Plus zur Inflationsrate. Die leider mit dem normalen Leben der Menschen absolut nichts zu tun hat. Dazu kann man dann auch nur "super" sagen, die Arbeitgeber lachen sich scheckig über die Gewerkschaften.

Für 2017 sollen es dann nur 1 % sein, also der Lohnzuwachs wird gebremst. Erst wenig, dann noch weniger. 

So ein Ergebnis hätte binnen Kurzem ausgehandelt werden. Die Arbeitgeber haben das erreicht, was sie erreichen wollten. Die Gewerkschaft steht mit leeren Händen da. Aller Schnickschnack noch drumherum, was sich die Gewerkschaft zu Gute hält ist - eben Schnickschnack, ist ein App, die man benutzen kann, aber nicht muss, eine App, die letztendlich nur Datenpakete kostet, aber nichts bringt, falls man sein Hirn noch nicht bei BILD abgegeben hat. 

Wie kann man denn so irre sein, einen Tarifvertrag bis 2017 abzuschließen? Wie will man die sogenannten menschenwürdigen und schützenden Bedingungen für die Arbeit"nehmer" in den ausgegliederten Billig-Tochter-Gesellschaften durchsetzen, wenn man als Gewerkschaft nicht mal einen guten Lohn durchgesetzen kann?

Letztendlich schießen sich mit dieser Streikrunde alle ins Bein, außer die Postaktionäre natürlich. Alle anderen Unternehmen werden nicht wachsen können und Kapitalismus heißt eben Wachstum. Kapitalismus ist auf Konsumtion angewiesen, obwohl sie das nicht mal selbst kapieren in ihrer asozialen Denkart. Der deutsche Binnenmarkt wird weiter vor sich hindümpeln, aber das wird ja schon als einen robusten Erfolg gewertet. Mit der Wahrheit stehen die Arbeit"geber", die Gewerkschaften, viele der deutschen Ökonomen, die Regierung und die Medien auf Kriegsfuß.

Was aus einem Land wird, was sich selbst in die Tasche lügt, konnten wir an der DDR studieren. Deutschland eifert dem nach, mit Riesenschritten. Die Straßen ähneln schon fast dem Zustand derer in der DDR.





Der Tag der medialen Schmutzkübel in Deutschland

Populismus, Stammtischbefriedigung,Verbannung aus Europa (wenn es möglich wäre), Demagogen usw. usf. ist die Diktion zu einer demokratischen Volksbefragung, die nicht das Ergebnis zeigte, was sich so der Geldadel dachte. 

Zwar wurde im Vorfeld immer wieder Stimmen von Griechen eingespielt, die sich gegen Syriza richteten, die für das EU-Diktat waren und uns wurde vorgegaukelt, dass die Stimmung 50:50 wäre. 

Ich gebe es zu, ich habe darum gebangt, ob das Ergebnis wirklich so hauchdünn für die NEIN-Anhänger werden würde und darum, ob die Erpressungen Erfolg haben würden.

Ich habe mich gefreut, dass die Griechen so eindeutig gestimmt haben. 

Die Griechen haben wirklich ihre Würde bewahrt. Sie wollen nicht die Provinz Deutschlands werden. Sie wollen keine Merkel oder einen bösartigen, menschenverachtenden Rollstuhlfahrer folgen.

Gestern konnten wir endlich mal wieder einen Sieg der Demokratie über die Diktatur der EU erleben. Es wird ein kurzer Sieg werden und es wird schwer werden, die Interessen der Menschen gegen die Besitzer von allem durchzusetzen. Keiner sollte aber vergessen, dass Siegen möglich ist, wenn ein großer Teil der Bevölkerung sich nicht durch eine menschenverachtenden, nur auf ihr eigenes geldmessiehaftes Verhalten reduzierende EU einlullen lässt.

Leider sind viele der Deutschen sehr weit davon entfernt, zu verstehen, dass es keinen Aufschwung ohne Geld auf Seiten der Verbraucher geben kann.

Ich hoffe, die anderen südeuropäischen Länder nehmen sich an Griechenland ein Beispiel. Vielleicht wäre es dann möglich, dass großmäulige Deutschland auszubremsen.