Mittwoch, 28. Oktober 2015

Die Ostdeutschen sind vornehmlich Nazis

So etwas lese ich in Kommentarspalten immer häufiger. Ja, ja, die undankbaren Ostdeutschen. Es heißt weiter, dass sie ja selbst alle von der westdeutschen Gemeinde aufgenommen worden sind. Einfach so. 

Einfach so?

Wir haben Land und Vermögen eingebracht. Unser Vermögen mitsamt unseren Sozialkassen verschwanden in den Säckeln der großen Unternehmen und in den Säckeln von Spekulanten.

Nun machen - vor allem in Ostdeutschland - viele Menschen darauf aufmerksam, dass die Parole "Wir schaffen das" im Zuge der Völkerwanderung Probleme bodenständiger Art auslöst.

Die Regierung, die Medien und einige andere Naivlinge, die ich auch in ihrer humanitären Einstellung irgendwie verstehen kann, schmeißen Kritiker von Merkels Werbebotschaft in den Topf der da heißt "Nazi".

Das bringt nun den Westdeutschen den erhofften Beschimpfungsauftrieb, die schon immer Ostdeutsche beschimpften. 

Was habe ich - und auch andere - nicht alles gehört. Wir wären faul, hätten nie richtig gearbeitet, unsere Ausbildung wäre dünn wie Papier, nichts würde taugen, was wir angefasst hätten. Ostdeutsches Leitungspersonal war persé doof und unfähig und musste durch drittklassiges westdeutsches Personal ersetzt werden. Gute DDR-Wissenschaftler gab es gar nicht, es sei denn, sie machten auf Widerstandskämpfer, dann konnte man sie noch einigermaßen akzeptieren. Die Ostdeutschen haben die Sozialsysteme geplündert. Die Westdeutschen allein würden den Solibeitrag zahlen. Sie zahlten und ostdeutsche Städte würden wie Paläste aussehen, während Weststädte untergingen. Das hat nur gezeigt, dass sie außer den Innenstädten (die schon in der DDR aufgehübscht worden waren) nichts von den ostdeutschen Städten gesehen hatten. Selbst auf der Arbeitssuche im Westen musste man mit dummen Sprüchen rechnen, dass man z.B. überlege, ob man Ostdeutsche seinen Kunden zumuten könne und auch Ablehnung, dass man nicht mit Ostdeutschen reden wolle und Ähnliches. Vielfach wurden Ostdeutsche in Unternehmen als Angestellte zweiter Klasse behandelt. Ich habe oft genug mit ihnen darüber geredet. Sie verleugneten oft ihre Herkunft, sprachen Hochdeutsch - für Westdeutsche übersetzt: Schriftdeutsch. Und vieles mehr. Die Ostdeutschen hatten die Russlanddeutschen ersetzt. 

Sage mir niemand, dass die Ostdeutschen den Rassismus erfunden hätten. Was hat man über die Russlanddeutschen in Westdeutschland geschimpft. Sie würden keine gespendeten Dinge nehmen, nur nagelneues noch frisch Verpacktes. Sie nehmen Arbeitsplätze und Wohnungen weg. Sie wären nur deutsch, weil ihr Schäferhund ein deutscher Schäferhund wäre. Sie würden nur prügeln.

Vergessen wir nicht, dass in Mölln das erste Haus mit türkischen Bewohnern brannte. Es gab Tode dort. 

Westdeutsche denken im Prinzip nicht anders als Ostdeutsche. Sie sind nur hinterfotziger und sagen es nicht so offen. Das tut man nicht. Als ich in Rheinland-Pfalz lebte, habe ich viele Spielarten von Rasssismus, Fremdenfeindlichkeit und wirkliche Nazis kennengelernt. Ich wurde aus einem kleine Familienunternehmen entlassen, weil ich mich gewehrt hatte, dass slawische Menschen als Untermenschen bezeichnet worden sind. Der Besitzer des Unternehmens war ein hochangesehener Honoratior der Stadt. Ich habe in diesem Unternehmen auch junge Menschen kennengelernt, die den neuen Nazigruß offen auslebten. Ich habe mit so einem jungen Menschen gesprochen und er versteckte sich hinter irgendwelchen Ausreden. Man lebt seine rechte Gesinnung eben mehr hinter dem Rücken aus. 

Vergessen wir auch nicht, dass es bei der Gründung von Pegida nur relativ wenige Asylsuchende in Deutschland gab, deren Zahl schwankte und oft rückläufig war. Das Dublin-Gesetz griff in der Regel und die Masse an Zuzüglern war beherrschbar. Pegida gründete sich auf rassistischer Basis und rechtem Gedankengut. 

Vergessen wir aber auch nicht, dass zwischenzeitlich sich alles geändert hat. Wir sprechen jetzt von Völkerwanderung, von Balkanrouten, von Mittelmeerpassagen usw. usf. Hundertausende haben sich auf den Weg gemacht, um nach Deutschland zu kommen und nur nach Deutschland. Das ist schon ein quantitativer Umschlag. Auch christliche Syrer, die in Polen Zuflucht gefunden hatten, sind nach Deutschland weitergewandert. 

Die europäischen Gesetze wurden außer Kraft gesetzt. Man unterstellte immer den Dublin-Gesetzen Inhumanität. Es kann aber nur ein Staatengebilde überleben, was auch sein gesamtes Hoheitsgebiet schützt. Man mag Grenzen mögen oder auch nicht. Grenzen sind in der gesamten Menschheitsgeschichte aber auch immer identitätsstiftend gewesen. Man fühlte sich einer Gruppe zugehörig. In der Tierwelt ist es ebenso. Tiere markieren ihr Territorium und kein anderer darf dort hinein, ohne um seine Leben fürchten zu müssen. Menschen schützen ihre Identität auch, wie auch immer sie sie definieren. 

Mit diesem "Ihr Kinderlein kommet" wurde etwas losgetreten, was sich längst aller Kontrolle entzieht, weil man es nicht kontrollieren will. 

Wer völlig praktische Einwände gegen diese chaotische Praxis, die hier eingerissen ist, vorbringt - ist Nazi. Komischerweise. Kein Hinweis auf Ressourcenknappheit hilft, man ist eben Nazi. Bei ein paar Hundert oder so um die Tausend wäre das "Wir schaffen das" überhaupt kein Problem. Denn das haben wir jedes Jahr geschafft. Bei Hundertausenden auf einen Schlag, sieht das völlig anders aus. Jeder kommt an die Grenze des Machbaren. Wenn man das sagt - ist man Nazi. Komischerweise.

Viele besorgte Menschen werden inzwischen als Mob und Pack bezeichnet. Nazi sind sie ja sowieso schon. Und was machen die? Jetzt erst recht. Und warum vor allem im Osten von Deutschland?

Wir Ostdeutsche haben 1989 nicht vergessen. Wir waren die einzigen Deutschen, die für ein ganz kurzes Zeitfenster wahre Freiheit erleben durften. Wir sind die Deutschen, die schon erleben durften, wie es ist, wenn Regierungen gegen die Mehrheit der Menschen regieren.  Wir haben ein Gespür dafür entwickelt.

Letztens sind 10.000 Menschen bei Pegida mitgelaufen. Also sind 10.000 Menschen auf der Stelle Nazis, Rassisten, Kleinbürger, Spießbürger, welche, die die Baumärkte bevölkern und alles solch ein Müll, der durchs Netz und durch die Zeitungen wandert. Man bedroht diese Menschen, nur weil sie dort mitlaufen, obwohl Pediga jetzt schon eine andere Zielrichtung hat. Sicherlich laufen Rassisten und neue Nazis auch mit. Das ist in einer Gesellschaft eben so. 1989 sind auch auch Rassisten und Nazis mitgelaufen, die heute alle als Revolutionäre bezeichnet werden. Es war ja genügen rechte Westprominenz am Rande der Demos, die ihre Propagandblätter und Goodies verteilten. Vergessen wir auch das nicht.

Für die Regierung, die Medien, diejenigen, die denken, ehrenamtlich ist alles zu richten, ist es zwischenzeitlich egal, wer wo mitläuft. Ob nun AfD, ob nun "Wir sind Deutschland" oder wie sie alle heißen - alle Nazis. Die Mehrheit von ihnen sind besorgte Bürger und/oder nationalkonservative Menschen - keine Nazis. 

Ein einfaches Beispiel. Jede Oma mit wenig Geld kann ihren Enkel nur begrenzt etwas zukommen lassen. Sie muss selbst leben, auch wenn sie sich Geschenke von Mund abknappst, aber ihre Ressourcen sind endlich. Auch wenn sie wollte, sie kann nicht. Genauso muss man sich die heutige Situation vorstellen. Auch wenn man wollte, das Geld und die Ressourcen sind endlich, da man wirkliches Geldin die Hand nehmen, ausgeben muss und keine irgendwie gearteten virtuellen Beträge hin- und herschieben kann.  Wer wird wohl alles Geld aufbringen müssen, was gebraucht wird? Die Thyssen-Dynastie, der Porsche-Clan, die Puddingfamilie? Wohl nicht.

Hier werden die Menschen immer ärmer. Die größten Armutsgebiete lasssen sich vor allem im Osten Deutschlands finden. Sicherlich gibt es strichweise sehr wenige Menschen mit Migrationshintergrund im Osten. Aber in vielen westdeutschen Gemeinden wohnen davon auch nicht so sehr viele. Verschiedene Großstädte wissen, wie es ist, wenn sich Parallelgesellschaften herausgebildet haben, ob nun in Ost oder West. Die Ankömmlinge werden in Zeltstädte gepfercht, die im Osten UND im Westen stehen. 

Es ist aber einfacher, gegen Ostdeutschen zu hetzen. Ihnen vorzuhalten, dass sie in die Bundesrepublik eingetreten worden sind, obwohl gerade die westdeutsche Gesellschaft davon profitiert hatte. 

Aber halt. So einfach ist auch das nicht. Nicht DIE westdeutsche Gesellschaft hat davon profitiert, nur einige wenige. Viele dagegen von sicheren Arbeitsplätzen in den westdeutschen Unternehmen. Auch Ostdeutsche haben Arbeitsplätze in Westdeutschland weggenommen, weil sie für weniger arbeiteten als die Westdeutschen. Sie konnten auch anders behandelt werden, niedriger gedrückt werden als Westdeutsche. Sie ließen sich mehr gefallen, als Westdeutsche. Sie waren wirklich dankbar: Hauptsache Arbeit!

Heute nun zeigt sich wieder wunderbar das alte Sprichwort: Teile und herrsche, welches zu neuer Blüte gekommen ist. Wir als Ostdeutsche sollen dankbar sein, was man für Wohltaten für uns geleistet hat. Das habe ich seit 1990 bis zum Abwinken mir immer anhören müssen. Ostdeutschland das dunkle Deutschland und Westdeutschland das helle. Wer teilt nun immer noch in Ost und West ein?

Wäre es nicht besser, wenn ohne Scheuklappen und gegenseitige Vorurteile endlich mal über die Fakten der Völkerwanderung diskutiert werden würde?

Wäre es nicht besser, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen? Sie nicht in Pegida-Hände zu treiben?

Dann putzt man auch noch das idiotische Thema Renten auf. Die Hundertausende würden dann unsere Rentensystem stützen. Idiotischer geht es wohl nicht mehr. Mit welchem Job? Rentenbeiträge sind NUR und allein NUR an Arbeitsplätze gekoppelt. Woher sollen die kommen? Schwarzarbeit gilt nicht.

Das Thema ist kein einfaches Thema, weil es keine kurzfristigen Lösungen geben kann, obwohl man auch kurzfristig handeln müsste und kein Land jenseits von Deutschland verunglimpfen sollte, was Gesetze einhält, wie man es z.B. mit Ungarn z.Z. macht. Und ja, ich hasse das sagen zu müssen, weil ich die ungarische Regierung undemokratisch finde. Nicht, weil sie an ihrer Grenze europäische Gesetze einhält, sondern wegen ihres Wirkens im Innern von Ungarn. 

Nur, was haben wir mit dem "Ihr Kinderlein kommet" erreicht? Polen ist nach rechts gerückt. Bravo! Das ist wohl ein Bravourstück dieser anarchischen Behandlung der Flüchtlingsproblematik vor allem von Deutschland.

Wohin werden wir treiben, so führungslos wir gerade sind? Ach ja, ich höre schon wieder Böswillige oder Gedankenlose sagen "führungslos", die will wohl einen Führer? Nein. Aber Regierungen sollten führen und nicht nur aussitzen, d.h., sie sollten ihre Pflicht erfüllen und endlich beginnen zu arbeiten und nicht nur diskutieren und das heißt, nicht im luftleeren Raum zu arbeiten, sondern das "Wir schaffen das" mit Fakten zu untersetzen und die Sorgen der Bevölkerung aufzunehmen. So dumm ist das Volk nun doch eben nicht. Und Nazis sind sie auch nicht unbedingt, auch wenn sie kein Mainstream plaudern.


Montag, 26. Oktober 2015

Rechts auf dem Vormarsch

Dass der EU-Gipfel, er war ja nicht mal wirklich einer, Blabla sein würde, war abzusehen. Ich habe mir drei Sätze von Merkel angehört, dann war meine Geduld aufgebraucht. Die 3 Sätze waren wieder nur ... was sonst ... heiße Luft. Merkel hat eine Redekultur, wie sie in der DDR üblich war. Schließlich hat sie als Agit-Prop-Tante diese erlernt und nichts dazugelernt. Warum? Sie ist einfach zu faul, zum arbeiten, zum lernen, zum nachdenken. Punkt. Sie schleckt lieber die anderen Politiker küssender Weise ab und führt sich auf, wie ein kleines Kind, was mal mit dem Fuß auf den Boden aufstampft, wenn sie ihren Willen nicht bekommt, aber sonst nichts für irgendetwas Logisches zu haben ist.

Mich treibt die Frage um, was diese Agit-Prop-Tante eigentlich erreichen will. Die Fäden ziehen die USA. Sie ist denen hörig. Aber wer in den USA zieht die Fäden? 

Wirtschaftskreise, die die EU als Wirtschaftsfaktor schädigen wollen, um ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen durchsetzen zu können?

Was hat sie bisher erreicht? Sie hat die Mittelschicht erbost, egal ob nun die untere, mittlere oder obere Mittelschicht. Sie hat alle diejenigen erbost, die täglich arbeiten gehen, Steuern zahlen - diese nicht hinterziehen können wie die Oberschicht - und die Sozialsysteme aufrecht erhalten. Müssen wir nun noch mehr Steuern zahlen? Denn von nichts kommt nichts. 

Sie hat diejenigen in Ängste versetzt, die wenig haben. Diejenigen, deren Kinder Ausbildungsplätze suchen, deren Kinder eigentlich mehr Förderung in der Schule bräuchten. Diejenigen, die verzweifelt Jobs suchen. Sie hat diejenigen in Ängste versetzt, die am Rande der Gesellschaft leben müssen. Wird H4 verschärft werden? Gibt es nun noch weniger bezahlbaren Wohnraum, reichen die Lebensmittel der TAFELN nun nicht mehr für uns? 

Sie hat den rechten Rand Auftrieb verschafft. Die Mitte strebte in den letzten Jahren immer mehr nach Rechts. Nun hat sie es geschafft. Man denkt deutsch und konservativ.

Dass Menschen, wenn sie sich durch eine neue Völkerwanderung gefährdet fühlen, sich als Stamm zusammenschließen und Front gegen Wandernden machen, ist normal. Der Stamm bei uns ist unsere Nation. Das gibt es überall auf der Welt. Sichtbar vor allem dort, wo sich die Menschen wirklich noch um ihren Stamm scharen und wissen, zu welchen sie gehören. Erst kommt der Stamm, dann die anderen. Rechts ist das nicht. Es ist Selbstverteidigung, ob nun wirklich berechtigt oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Dass darunter wirkliche Rassisten sind, ist eben so und hat eine freie Gesellschaft auszuhalten. Man muss sie nicht mögen. Man darf die Sorgen der Menschen aber auch nicht beiseite wischen und sie alle zusammen diffamieren, was genau heute passiert.  

Was brauchen wir nun noch? Einen charismatischen Menschen, der die Massen mitreißt und ... und wir haben wieder eine national-konservative-rechts Regierung. 

Ist es das, was Merkel als Handpuppe hier etablieren soll?

Polen ist gerade nach rechts gerückt. In Frankreich feiert LePen Triumphe, in den Niederlanden und in Schweden ist rechts auf dem Vormarsch. Europa wandelt sich.

Das Europa von Helmut Kohl (mag er gewesen sein, wie er will) ist Geschichte. Merkel hat es geschafft, dieses Lebenswerk zu zerstören. 

Ich sehe dieser Entwicklung und bin - vorsichtig ausgedrückt - verstört. Ich bin Europäerin. Ich bin nur zufällig Deutsche. Meine Wurzeln liegen vielleicht irgendwo in Europa. Ich lebe auf vormals slawischem Gebiet und woher meine Familie ist, weiß ich nicht. 

Und ja, ich bin verstört, dass eine Merkel, das nun alles kaputt macht. Uns in unsere Nationen einkesselt, wo wir doch schon so viel weiter waren. Schengen wird sich nicht halten können. 

Wir gehen langsam in der Geschichte wieder rückwärts. Zuerst wurden unsere Arbeitsbedingungen dem 19. Jahrhundert angepasst und nun ist unser Zusammenleben innerhalb Europas dran. 

Und wieso konnte das alles passieren? Das sozialistische Lager hattte es nicht geschafft. Es ist durch Kleinmütigkeit, ökonomischen Unverständnis, diktatorischen Zügen und Unvermögen von vielen kaputt gewirtschaftet worden - mal plakativ ausgedrückt. Nur deshalb konnte sich dieses kapitalistische System als das Überlegene fühlen und das Rad der Geschichte zurückdrehen. Die Vorzeichen sind etwas anders, sie sind zumindest in der Wirtschaft globalisiert. Und Globalisierung bedeutet für die Mehrheit der Menschen in Armut gestoßen zu werden. Im Gegensatz dazu, werden wir wieder nationalisiert, damit wir ja nicht unsere Interessen mit den Interessen der anderen kleinen Leute vereinen können, denn das würde für die Herrschenden gefährlich werden.

Was das mit Merkel zu tun hat? Die Völkerwanderung, von wem sie auch immer angestoßen sein mag, denn Hundertausende von Menschen laufen nicht ohne Anstoß von heute auf morgen aus einem sicheren Flüchtlingslager völlig verantwortungslos mit ihren Kindern auf den Straßen irgendwohin in ein sogenanntes gelobtes Land.  Diese angestoßene Völkerwanderung passt hervorragend in ein Bild, das Deutschland national-konservativ formen soll. Da Geziere des Mainstreams darum, ist nur Fassade. Was passt den sogenannten ökonomischen Eliten am besten ins Konzept: Eine Bevölkerung, diszipliniert in ökonomischer und nationaler Hinsicht. So ist sie am besten zu überwachen und zu beherrschen.




Dienstag, 20. Oktober 2015

Ein Jahr Pegida

Das öffentliche Deutschland regt sich auf. Dieses Mal über den türkischen Autor Akif Pirinçci. Seine Verträge wurden vom Bertelsmann Verlag gekündigt, d.h., ihm wurden die ökonomischen Grundlagen für sein Leben entzogen. Somit hat das Unternehmen  nicht anders gehandelt wie es der sogenannte Unrechtsstaat DDR immer getan hat. Ich finde das schon gespenstig. Es gibt für die Äußerung des türkischen Schriftstellers Gesetze, die einzuhalten sind. Das Ende seiner ökonomischen Grundlage gehört wohl doch eher nicht dazu. Pirincci ist für seine Katzenromane berühmt geworden. KATZENROMANE.

Herr Pirincci wird als Beispiel dafür herangezogen, dass die Menschen, die bei Pegida mitlaufen, alles Rechtsradikale sind. So einfach ist die Welt.

Ehe ich weiterschreibe nur kurz zur Verständigung. Ich mag Pegida nicht und finde sie sehr daneben, aber eben mehr deutschnational-konservativ.

Wir sollten uns in diesem Zusammenhang einmal fragen, warum wir Deutschen in Nahost und der Türkei so beliebt sind.

Es liegt nicht daran, dass wir so tolle Jungs und Mädels sind. Man liebt uns nicht, weil wir uns so gut zu benehmen wissen (tun wir das wirklich?) oder weil wir Geld im Lande lassen oder eine Multikulti-Gesellschaft haben wollten. Die Liebe zu Deutschland geht schon etwas weiter zurück. Nicht gar so weit, aber doch in unsere unseelige deutsche Geschichte.

Die Türken waren seit dem Kaiserreich schon immer mit Deutschland verbandelt. Die blaue Moschee wurde zu Ehren des deutschen Kaisers in preußisch Blau getaucht, deshalb heißt sie eben blaue Moschee. Heutzutage wundert man sich darüber, weil sie kaum noch blaue Fliesen hat. Ein Brunnen, gestiftet vom deutschen Kaiser, steht auch auf dem Hippodromplatz. Auch Hitler war mit der Türkei verbündet und es gab orientalische Kampfverbände. Die Liebe zu Deutschland und dann zu Hitler ist bei den Türken nie erkaltet. "Mein Kampf" kann man dort in den Buchläden leicht erstehen. Es ist in den Fensterauslagen massenweise zu finden. Nichts ist in dieser Hinsicht verboten.

Araber lieben die Deutschen, weil sie die Juden vergast haben. Das klingt hart und man will das als Deutscher eigentlich gar nicht hören, weil es einen beschämt (zumindest mich), ist aber so. Auf den Straßen wird einen das oft gesagt. 

Leider hat ein Herr Pirincci nicht bedacht, dass sein Ausspruch hier in Deutschland nicht vom Gesetz gedeckt ist. 

Ich will damit nicht den KZ-Ausspruch von Herrn Pirincci verniedlichen, nur mal seinen geschichtlichen Hintergrund aufzeigen. Der muss mir persönlich nicht gefallen.

Da sind wir dann bei Pegida. Ich kann bis heute nicht verstehen, dass dort soviele Menschen mitlaufen. Einerseits. Ich glaube im Leben nicht, dass wir mit Burka und Pluderhosen mal herumlaufen und die Sharia über uns ergehen lassen müssten. Das ist voll Spinne.

Andererseits ist das die einzige Stelle, wo ein Andersdenkender seine Meinung sagen kann. Es ist die Stelle, wo man heute öffentlich sagen darf, dass durch Merkel die europäischen Gesetze ad absurdum geführt worden sind.

Pegida ist der einzige Platz, wo Menschen offen sagen können, dass es für diese vielen Menschen bei uns weder Wohnungen, Arbeitsstellen, Lehrer noch Kita- oder Schulplätze gibt.  Es ist die einzige Stelle, wo Menschen offen fragen können, wer die entstehenden Kosten zu tragen habe. Wer im Land glaubt denn, dass es ohne Steuererhöhungen abgehen wird? Wer im Land glaubt denn, dass die wirklich Reichen zur Kasse gebeten werden könnten?

Das offizielle Deutschland verschweigt diese Tatsachen.

Und dort setzt für mich der Skandal ein. Unsere liebe Kanzlerin schweigt beharrlich über die Fragen, die den Menschen auf den Nägeln brennen. Sie macht Außenpolitik und schwadroniert mit solch einen doofen Satz, wie "wir schaffen das". Und Wie? Madam schweigt. 

Die schweigende Kanzlerin steht für mich dafür, dass Pegida zu dem werden konnte, was sie ist und wozu sie sich entwickelt. 

Ich frage mich weiterhin. Wieso stellen die Linken nicht diese Fragen? Wieso lassen sie die Kanzlerin mit ihrem Schweigen davon kommen? Sind sie so naiv, dass sie glauben, dass wir ein reiches Land wären? Wo will die Linke die Arbeitsplätze und die Wohnungen für Abertausende Neuankömmlinge herholen? Welche Antworten hat die Linke darauf? Sozialromantik? Stellt sie fahrlässigerweise keine dieser Fragen, weil sie glaubt, sonst als rechts eingeordnet zu werden? Ich denke, die Linke fühlt sich für arme Menschen verantwortlich, für Langzeitarbeitslose für arme Kinder ... Wieso fragt sie nicht nach dem wie - bei Wir schaffen das? Augen zu und durch - Hauptsache bunt? Oder wie? Nur weil Pegida auch von Rechtsradikalen unterwandert ist, sind deren Fragen doch nicht Müll. Sie müssen von einer Gesellschaft beantwortet werden und zwar sachlich und nicht mit Bedrohungen der Menschen, die dort spazieren gehen, wie das zur Zeit geschieht. 

Wieso demonstrieren Linke mit solch läppischen und doofen Sätzen, dass der Kaffee auch nicht von hier käme. Was hat bitteschön der Kaffee jetzt mit den Menschen, die hierher kommen, zu tun? Auch Kartoffeln, Tomaten, Auberginen, Bananen, Zitronen und Apfelsinen sind nicht deutsch. Ist der Afghane oder Syrer jetzt vergleichbar mit einer Tomate oder einer Tasse Kaffee? Soll das witzig sein? Dazu ist das Thema zu ernst. Mich erinnert solch eine Demo"kultur" mehr an eine Envent"kultur". So an: Jetzt mischen wir mal die Rechten auf.

Apropos Afghanen. Vor vielen Monaten, als die deutschen Soldaten aus Afghanistan abzogen, wurde darüber gefeilscht, wer von den afghanischen Dolmetschern und anderen Angestellten Asyl in Deutschland bekommen sollte. Die wurden wirklich von den Taliban an Leib und Leben bedroht und - was hat das so menschenfreundliche Deutschland gemacht? - sehr viele der Asylanträge abgelehnt und die Menschen, die für sie gearbeitet haben, den Tod ausgeliefert. Vielleicht sind welche jetzt bei den Flüchtlingen dabei. 

Nächste Frage:

Wieso wurde damals, als die Anzahl der Flüchtigen immer größer wurde, Italien und Griechenland nicht geholfen? Wieso hat Frau Merkel tatenlos zugesehen, wie z.B. das bettelarme Griechenland, wo selbst gehungert wird, von Flüchtlingen (ich übertreibe mal) überrannt wurde.

Frau Merkel will die mächtigste Frau der Welt sein. Wieso hat sie sich z.B. nicht mit dem jordanischen König in Verbindung gesetzt und diesem geholfen, die Menschen dort bestmöglichst unterzubringen. Der jordanische König ist ein aufgeklärter Monarch, mit dem sie bestimmt ins Geschäft gekommen wäre. Wieso hat sie nicht alles daran gesetzt, die UN-Flüchtlingshilfe massiv zu unterstützen? Deren Gelder gehen aus. Das wäre uns allen wesentlich billiger gekommen, als Flüchtlingslager hier in Deutschland zu konzentrieren. Wieso hat sie niemals klar gemacht, dass es europäische Gesetze zur Asylfrage gibt?  Dass es in der EU ein Prozedere gibt, wer wo seinen Antrag auf Asyl stellen darf. Wieso hat sie das nicht in allen Flüchtlingslagern kommuniziert und allen anderen Ländern, wo Leute sich auf den Weg machen, um hier ihr Glück suchen wollen. Und genau an dieser Stelle, hätte sie aus humanitären Gründen, diesen Annahmestellen Hilfe zukommen lassen müssen.

Sie hätte vielleicht auch mal die Wahrheit sagen können. Sie hätte verbreiten können, dass die rosaroten Statistiken zu den Arbeitslosen nicht stimmen. Sie hätte sagen können, dass die Armut in Deutschland wächst. Dass es immer mehr arme Kinder gibt und die Altersarmut auf den Vormarsch ist. Sie hätte vielleicht auch sagen müssen, dass das sogenannte Jobwunder kein Jobwunder ist, sondern, dass nur Vollarbeitszeitstellen in Teilzeitstellen unterteilt worden sind. Sie hätte vielleicht auch mal sagen müssen, dass immer mehr Selbständige den Weg zum Amt nehmen müssen und Aufstockung beantragen müssen. Sie hätte dann auch sagen müssen, dass der Fachkräftemangel eine Lüge ist und die Unternehmen nur Billigstarbeitskräfte haben wollen und niemand wirklich von den Löhnen dann leben könne. Sie hätte vielleicht dann auch die wirklichen Durchschnittslöhne, die eine breite Masse erhält den Lebenshaltungskosten gegenüberstellen sollen und dabei nicht immer nur die Angebote der Woche zugrundelegen dürfen. Sie hätte dann vielleicht auch die Mietsituation in Deutschland kommunizieren müssen. Und vielleicht wäre es auch wünschenswert, wenn sie überall in der Welt zuzüglich zu den Durchschnittseinkommen sagt, was ein Mercedes kostet, bei der Anschaffung und im Unterhalt. Vielleicht hätte sie dann doch ein paar Menschen damit erreicht und vielleicht hätten sich nicht so viele Eltern fahrlässiger- und verantwortungsloserweise mit ihren Kleinstkindern in Schlamm, Regen und Dreck und der kommenden Kälte auf den Weg gemacht. Aber, dann hätte sie ja ihre rosarote Wirtschaftsbrille absetzen müssen und sich in die Niederungen der wirklichen Welt begeben müssen. Igittigitt.

Es kann nicht sein, dass Tausende von Menschen in Europa herumvagabundieren und Wunschkonzert spielen. Offene Arme kann sich kein Staat leisten. Und - man schaue sich die reichen Emirate an - andere machen das auch nicht, weil sie ihre Länder nicht destabilisieren wollen, wie sie selbst gesagt haben. 

Wollen wir französische Banlieus haben? Oder lieber Wenigeren helfen, aber dann richtig.

Mit ihrem Nichthandeln und gesetzeswidrigem Handeln hat Merkel Europa destabilisiert und bürdet den Deutschen Kosten auf, die eine soziale Zerreißprobe herbeiführen. Somit ist sie, Steigbügelhalter von Pegida. Sie ist diejenige - und alle anderen auch, die in das gleiche Sprachrohr pusten - die zum Erstarken des rechten Randes beitragen. DAS ist der Skandal. Und nicht, dass Pegida sein Einjähriges feiert. Soweit hätte es nie kommen müssen, zumal der Zulauf schon abgeebt war. Man solle nicht diese Menschen, die dort mitlaufen kriminalisieren, sondern sich überlegen, was man als Staat falsch gemacht hat. 

Alles erinnert mich an die späten DDR-Jahre, als das Politbüro beratungsresistent war, nicht mehr wusste, was wirklich im Land vor sich ging und vor allem Außenpolitik machte, verbunden damit, die Menschen zu verunglimpften, die aus der DDR flüchteten und Ausreiseanträge stellten. Damals meinte man auch, auf diese Menschen verzichten zu können.

Das Thema ist ernst und duldet kein Bauchgefühl. Es gibt auch keine einfachen Antworten, aber zur Zeit wird überhaupt nicht geantwortet. Und genau das ist das Gefährliche.

 


Mittwoch, 14. Oktober 2015

So würde ich nicht willkommen geheißen werden wollen.

So, dass nennen sie nun gelebte Menschlichkeit - zumindest ein Teil der Bevölkerung, die das Motto Ihr Kinderlein kommet unterstützen und alle, die etwas dagegen sagen, als Rechtsradikale beschimpfen.

Menschlich ist es also, dass Menschen auf Dreckplätzen campieren. Denn bei diesem Wetter, bei diesen kühlen Temperaturen, bei diesem ersten Schneefall, der - zumindest bei uns - in Regen übergegangen ist, werden die Zeltplätze Dreckplätze und zwar schlammige. In den nächsten Tagen wird das Wetter nicht besser werden und die Temperaturen auch nicht groß steigen. Wer von diesen Willkommensgrüßlern schreit denn nun, dass es unmenschlich ist, derart mit Menschen umzugehen? Höre ich da jemanden? Bietet von denen nun jemanden ein Zimmer in ihren Wohnungen an? Sitzen sie solidarisch mit diesen Angekommenen auch im Dreck oder in ihren warmen Wohnungen?

Es wäre menschlicher gewesen, nicht "Mama Flüchtling für alle Welt" zu spielen, sondern aufzuzeigen, dass es auch um Aufnahmefähigkeiten geht? Nicht um ein Wunschkonzert. Aufnahmefähigkeiten materieller und ideeler Natur? 

Der kleinen integrierten Palästinenserin hat sie mit ihrer kalten technokratischen Sprache eine Abfuhr erteilt, obwohl es gerade bei dieser Kleinen doch wohl menschlicher gewesen wäre, wenn sie ihr gesagt hätte, speziell ihren Fall prüfen zu wollen? Die kleine Palästinenserin hat sie zum Weinen gebracht und was macht sie mit den anderen? Erst lässt sie sich in allen Flüchtlingslagern der Welt als Mutter Theresa feiern und dann diejenigen, die ihre Worte ernst genommen haben, im Dreck campieren.

Handelt so eine Frau, die Mutter der Nation und der Welt sein will? Handelt generell eine Mutter so?

Wen wollte das Merkel nun eigentlich imponieren?

Den Nobelpreis hat sie nicht erhalten (Gottseidank), Teile der eigenen Partei rebellieren gegen sie, Bürgermeister schreiben Brandbriefe, viele Menschen in Dörfern, Gemeinden, Stadtteilen und Städten rebellieren ebenfalls.

Wollte sie denen imponieren, die die Angekommenen nun als Schwarzarbeiter für 3 EUR pro Stunde missbrauchen?

Was treibt diese Frau? Wer ist eigentlich noch mit ihrer Politik einverstanden? 

... ein paar, die materiell von ihr abhängig sind oder denen schon immer das Rückgrat gefehlt hat ... ein paar Gedankenlose ... ein paar Feiglinge, die keine harten Entscheidungen treffen wollen ... ein paar, die abgeschottet genug wohnen ... *

Wieso ist sie beratungsresistent?

Was ist noch oder überhaupt menschlich an ihr???

Aber mir wird Rechtsradikalität vorgeworfen ... Nicht das mich das wirklich interessierte, Interessant daran ist, dass wir hier in Deutschland wieder bei DDR-Verhältnissen angekommen sind. Nur eine Sprachregelung gilt noch als opportun. Nur die, die das Merkel in einer falsch verstandenen Humanität herausgegeben hat. Alle gegenteiligen Stimmen/Meinungen werden diffamiert.


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*Übrigens, es läuft eine Petition, die ihre Absetzung fordert. 

Mittwoch, 7. Oktober 2015

"Ich schaffe das"

Nein, nein - nicht ich. DIE. Diejenige, die sich unsere Bundeskanzlerin schimpft. 

Nun da lasse ich mich mal überraschen.

Viel Spaß, liebe Frau Merkel:

Beim Wohnungen bauen,
bei der selbstätigen Lehrerausbildung,
beim selbstätigen Schaffen von Unterrichtsräumen,
beim selbstätigen Schaffen von KiTa-Plätzen,
beim selbstätigen Suchen des Personals für die Betreuung der Angekommenen,
beim Bezahlen aus der eigenen Geldbörse der Stromrechnungen der Angekommenen,
bei der Bezahlung der Heizkosten für die Angekommenen auch aus der eigenen Geldbörse,
beim Bezahlen der Mieten und Unterhaltskosten für die Angekommenen aus eigener Geldbörse,
bei der selbstätigen weiteren Schaffung von Erstunterkünften, die auch menschenwürdig sind,
beim selbstätigen Suchen von Personal für die Polizei,
und ... und ... und ...

Sie kommt zwar aus einer Pfarrersfamilie, aber Gott ist sie nicht. Oder bildet sie sich das gerade ein? Sie wird wohl mehr als 6 Tage benötigen, um alle o.g. Aufgaben selbst erfüllen zu können.

Die Kosten die für alle Aufgaben anfallen, die sie selbst anpackend lösen will, wird sie natürlich freudig aus ihrem eigenem Vermögen bezahlen.

Viel Spaß dabei. Selbst Hand anzulegen - weit außerhalb jeder Rationalität - bringt Gesundheit, Brot, Wohlstand und Schönheit ... Oder?

Beim Agit-Prop der FDJ hat es auch geklappt, denkt sei vielleicht so vor sich hin, falls sie überhaupt denkt. Ich habe immer den Eindruck, die tut nur so, als ob sie denkt.

Zu DDR-Zeiten haben Agit-Prop-Sekretäre auch Heftchen und Blättchen und Vorgaben erhalten, was sie so sagen sollen. Da musste auch keine einzige Hirnwindung bemüht werden.

Zwischenzeitlich wird diese Republik wahrscheinlich ein Stück weiter nach rechts rücken. Wer die Probleme im Zusammenhang mit den Flüchtlingen nicht anspricht, kleinredet oder rosarot wegwischt, ist indirekt oder auch direkt Steigbügelhalter der Neonazis.

Ist das das angestrebte Ziel von Merkel? 





Samstag, 3. Oktober 2015

Ein paar kurze Fragen zur Flüchtlingswelle

Wieso rege ich mich über dargereichtes Essen auf, wenn ich angeblich gehungert habe?

Wieso rege ich mich über deutsche Gesetze auf und demonstriere dagegen, wenn ich angeblich vom Tode bedroht war und nun endlich in Deutschland Ruhe gefunden haben?

Muss ich als Gast nicht die Gesetze des Gastgebers achten? Ich spuke auch nicht in andere Wohnungen, wenn ich dort zu Besuch bin.

Woher habe ich als hungernder, vom Tode bedrohter Flüchtling das Geld mit dem Taxi durch Deutschland zu fahren?

Wieso muss eine Stadt kostenlos Strom/W-LAN für Flüchtlinge bereitstellen, die ja so arm dran sind, dass sie Smartphones besitzen? Wieso muss ich ihnen das bezahlen? Gehört ein Smartphone zum Grundnahrungsmittel?

Alles Fragen einer steuerzahlenden Bürgerin.


Nun ist es schon ein Viertel Jahrhundert, ...

... Zeit noch einmal zurückzuschauen.

Seit dem Frühjahr 1989 demonstrierte eine kleine Gruppe von Menschen vor der Nikolaikirche in Leipzig für eine andere DDR. Ihr Motto war: Wir bleiben hier. 

Diese Gruppe vergrößerte sich immer mehr. Ungarn öffnete seine Grenze nach Österreich und viele Menschen flüchteten über Ungarn nach Westdeutschland. Näher war es, in die bundesdeutsche Botschaft nach Prag zu fliehen.

Wovor flohen die Menschen? Sie wollten nach ihren Aussagen nicht mehr in einem kommunistischen Regime leben, was es in der DDR gar nicht gab - das es bisher nirgendwo auf der Welt gab und gibt. Die, die ich kannte, die nach Prag in die Botschaft gingen, denen ging es gut. Die hatten einen guten Job, kamen mit ihrem Geld zurecht, hatten ein Auto (falls das ein Maßstab für gutes Leben sein sollte). Sie wollten aber unbedingt westdeutschen Konsum. Und ja, es war zeitaufwändig in der DDR, z.B. seine Wohnung einrichten zu können. Sei es die Möbel, die Gläser, dies oder jenes einkaufen zu müssen. Man musste immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ja, es war nervig. In den Geschäften wurde man unfreundlich behandelt, Service war ein Fremdwort. Was ist dagegen ein sicherer Arbeitsplatz, kostenlose Weiterbildung, eine Studiumdelegierung zum kostenlosen Studium vom Betrieb bezahlt, genügend Kindergartenplätze, die auch bezahlbar waren, eine gute Bildung, billige Volkshochschulstunden, bezahlbare Kultur gegen einen Volkwagen oder billige Schokolade? An jeden Tag im Jahr Tomaten? Und Bananen? Damit konnten die ideelen Werte nicht mithalten.

Und ja, die DDR hatte viele nervige Seiten. Sie nervte u.a. auch mit ihren ständigen politischen Schulungen, wo auch immer die angesiedelt waren. Sie nervte wie jede Handy-App-Werbung. Erstere wie letztere rufen bei mir die gleichen Aversionen hervor.

Aber mal davon abgesehen. Als sich die großen Demos in Leipzig formierten, diesmal unter dem Motto Wir sind das Volk, bahnte sich eine Revolution an. Die große Mehrzahl wollte den Sozialismus weiterentwickeln, mit wirklich gelebten Volkseigentum. Niemand wollte seine Miete an irgendwelche Investoren zahlen. Man wollte Mitspracherechte. 

Dieser Revolutionsansatz scheiterte. Ich habe mir mal überlegt, warum er scheitern musste. Eine Revolution benötigt eine treibende Kraft und ein Programm sowie neue Ideen zur Weiterentwicklung der ökonomischen Basis. Das Neue Forum war zwar eine treibende Kraft, aber keine einheitliche. Vereine schossen wie Pilze aus den Boden.  Es gab viele Ideen, erfrischende Idee, die aber nicht zusammenfanden zu einem einheitlichen Führungsdach.

Nur ein Beispiel, um die Situation zu verdeutlichen, die Initiative für Frieden und Menschenrechte hatte nichts Wichtigeres am Runden Tisch im Bezirk Leipzig einzubringen, als dass diejenigen, die bisher ein Telefon hatten, dies abzugeben hätten, um es jenen zu geben, die bisher keines hatten. Dafür kämpften sie vehement. Als ich einwarf, dass das nichts mit einer Intitiative für Frieden und Menschenrechte zu tun hätte und nur neue Ungerechtigkeiten aufwerfen würde, war tischweit tiefes Schweigen. Die Blockparteien LDPD, CDU, NDPD stimmten mit allem überein, weil es ihnen egal war. Sie versicherten mir, dass dieser Spuk (sinngemäß mein Wort) sowieso bald ein Ende hätte. Deren selbsternannten Schwesternparteien in der BRD hatten dort schon das Zepter übernommen.

Und dann kam der November und das Motto der Demo änderte sich wieder. Wir sind EIN Volk, hies es plötzlich. An dieser Stelle war der Revolutionsansatz gescheitert. Und mit Recht reklamieren nun heute westdeutsche Politiker die Wiedervereinigung für sich. Sie lenkten direkt oder indirekt die neuen Demonstrationen und die Restauration begann. Ihren Höhepunkt erreichte die, als die Demo zusätzlich noch das Motto bekam Kommt die DM nicht zu uns, kommen wir zu ihr. (oder so ähnlich) Der Anfang für eine Restauration war gefestigt und konnte sich entfalten. Die ersten Vorboten waren die "Glücksritter", die die DDR-Bürger über den Tisch zogen. Dann kam der Einigungsvertrag, wo die DDR-Bürger noch einmal über den Tisch gezogen worden sind. Ein System wurde uns übergestülpt, was nicht passte und z.B. die Städtischen Wohnungsbaugesellschaften haben an diesem falschen Konzept bis heute schwer zu tragen. 

Wir bekamen die Freiheit. Nur was fängt man mit einer Freiheit an, die ohne das nötige Kleingeld daherkommt. Sie führte bei vielen in die Schuldknechtschaft der Banken oder in die Arbeitsknechtschaft von Unternehmern, denen das Wohl aller völlig egal ist. Sie müssen an ihren Profit denken, weil sie sonst untergehen würden. Konnten wir damit umgehen? Dazu kam, dass unsere Biographie in den Dreck getreten wurde. Mir sagte ein westdeutscher Arbeitgeber, der sich in Leipzig niedergelassen hatte, ins Gesicht: Ihre Arbeit, die Sie bisher geleistet haben, war nichts wert. Klatsche voll ins Gesicht.

Und welches Mitspracherecht bekamen wir? Eigentlich keines! Wir durften von nun an Kreuzchen aller 4 Jahre machen und Abgeordnete ins Parlament wählen, die nicht einmal uns rechenschaftspflichtig sind, sondern nur ihrem Gewissen, was durch ihr Parteibuch definiert wurde. Wir wurden aller 4 Jahre belogen und hinterher betrogen.

In den Unternehmen hieß es, stillhalten, jede Bösartigkeit hinnehmen, sonst drohte einen durch Entlassung der ökonomische Ruin. Und der angedrohte ökonomische Ruin ist ein bösartiger Lehrmeister.

Wir bekamen den Rechtsstaat, der uns gestattete, jeden vor's Gericht zu bringen und mag die Anschuldigung noch so unsinnig sein. Man kann jemand vor's Gericht bringen, weil einen die Farbe des Swimmingpools nicht gefällt, der als Sondernutzungsrecht im Garten eines Grundstückes gebaut wurde und bekommt von den Gerichten noch Recht. Mag es nun der überhängende Ast von Nachbars Garten sein, der rauchende Hausbewohner, das Smartphone mit runden Ecken, was nicht die gleichen runden Ecken wie ein anderes haben durfte - all dieser Müll kam  und kommt vor die Gerichte und unsere Gerichte haben nichts Besseres zu tun, als sich mit diesem Müll abzugeben. Wir leben ja in einem Rechtsstaat.

Wir bekamen auch wieder Zwangsarbeiter unter dem Motto Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. Und man wandte und wendet dieses Motto gnadenlos an. Unser Sozialsystem wurde völlig umgestaltet und die Leidtragenden waren und sind die arbeitenden Menschen. Heuern und Feuern entwickelte sich zum großen Hit. Löhne wurden gesenkt, die Basis von Statistiken geändert, so das immer ein rosarotes Bild von diesem Land gezeichnet werden konnte.

Upps, gab es das nicht schon zu DDR-Zeiten? Sagten uns unsere Zeitungen, unsere Regierung nicht tagtäglich, dass wir die Besten und Größten aller DDRs waren? Der einzige Unterschied war, dass wir es damals nicht glaubten. Heute schon. Heute ist das damalige NEUE DEUTSCHLAND die BILD. Viele hängen an ihren Schlagzeilen und nehmen das, was dort geschrieben steht, für bare Münze. 

Die Alterspyramide wurde erfunden und eine Rentenangst geschürt. Wir benötigen viele, viele neue Arbeitskräfte, damit wir die Alten ernähren können. Ich bin der Lügen leid. Wo wären denn die dazugehörigen Arbeitsplätze? Außerdem wurde die immer höhere Arbeitsproduktivität völlig außen vor gelassen. Es wird immer so getan, als ob wir noch in Manufakturen arbeiten würden.  Diese Lüge ist aber sehr erfolgreich, vor allem im Osten.

Der neueste Hit, ist die Fachkräfte-Lüge. Es mag ja sein, dass es in dieser oder jener Nische keine Leute gibt, die diese 100% ausfüllen können. Keiner kann das erwarten, dass jeder immer genau zu den Anforderungen eines Arbeitsplatzes passt. Aber sag mir niemand, dass unter den Millionen von Langzeitarbeitslosen und Teilzeitarbeitern nur dumme Leute sind und keine Fachkräfte. Der- oder diejenigen würden lügen.

Aber es wurde uns suggeriert, dass wir nun endlich nach der kommunistischen Diktatur uns verwirklichen könnten. Wir würden nicht mehr gegängelt mit geplanten Lehrstellen und Studienplätzen. Was haben wir bekommen? Kinder, die überhaupt keine Lehrstellen erhalten, geschweige denn, das lernen können, was sie so gern möchten. Ausrede: Sie wären nicht ausbildungsfähig. Also gab man den Menschen erst gar keine Chance ihr Können und ihr Enthusiasmus zu beweisen. Warum auch. Ausbildung kostet Geld und geht vom erwirtschafteten Profit ab. Und wir anderen? Studierte Leute endeten an stundenweise an Supermarktkassen. Selbstverwirklichung? Bessere Möglichkeiten als in der DDR? 

Wir haben Konsum erhalten. Endlosen Konsum ... Die Werbung hämmert uns ein, dass wir konsumieren, konsumieren und konsumieren müssen. Mit anderen Worten: Wachstum, Wachstum, Wachstum. Soweit man Geld hat, gehört man dazu. Alle anderen haben halt Pecht gehabt und sind selbst dran schuld, dass sie keins haben. Waren nicht optimiert genug, haben sich nicht so positiv dargestellt, sich nicht selbst gecoucht, sind nicht dünn genug, nicht hübsch genug, sind nicht blond und blauäugig oder wie auch immer. Jeder ist seines Glückes Schmied ist das neue Motto. Als ob Frau von der Leyen eine Schmiedin gewesen wäre oder unsere Mutter der Nation.

Grenzenloses Wachstum auf einer begrenzten Erde. Das ist unsere Errungenschaft. Mach die Mode mit, kaufe heute im Landhausstil, morgen ultramodern, übermorgen (also im 3. Jahr) wieder konservativ. Heute die Sixties, morgen die Nineties und übermorgen wieder etwas anderes. Mach alles mit. Kaufe! Und viele von uns konsumieren grenzenlos. Sie lassen sich jedes Jahr ein neues Smartphone einreden, ob sie es brauchen oder nicht, aber man will ja z.B. zu den Apple-Jüngern gehören. Einkaufen wird uns leicht und leichter gemacht und wer nicht bezahlen kann, nimmt eben einen Kredit auf, bis das Kartenhaus zusammenfällt.

Viele von uns haben in den 25 Jahren gelernt, in die Schuldenfalle zu tappen. Die Dollarzeichen in den Augen waren größer als der Verstand. Geld muss arbeiten, heißt das Motto. Als ob Geld arbeiten könnte. Nur wenn Werte wirklich erarbeitet werden, Dinge hergestellt werden, nur dann entsteht etwas Neues. Geld aus Geld zu generieren ... wozu soll das gut sein? Das geht solange gut, bis alles zusammenbricht. Aber wozu sollten wir nachdenken, wenn das die Werbeindustrie für uns erledigt. 

Europas Kartenhaus ist gerade zusammengefallen und man kann es nicht mehr aufbauen.

Die versprochenen blühenden Landschaften sind nur in sehr kleinem Umfang im Osten entstanden. Die Städte sind schöner geworden - ohne Zweifel. Man schaue aber bitte nicht an manche Peripherie. Dort verfallen Häuserschönheiten immer mehr. Aber was schert das dem Geldadel. Erst wenn die Gentrifizierer aufmerksam auf ein Jugendstilhaus werden und das wiederum dort steht, wo andere Jugendstilhäuser stehen, nur dann "blüht" das Stadtviertel auf. Es wird auf einmal "in" und die Bewohner dort verjagdt. Man kann die Wohnungen - luxussaniert - dann zwar nicht mehr bezahlen, aber wer will schon eingesessene Einwohner in seinen Wohnungen haben.

Was haben uns die 25 Jahre nach der Vereinigung gebracht? Ein Leben auf der Abwärtsspur. Okay, das Leben wird uns mit billiger Schokolade, jeden Tag Tomaten und fast alle Tage im Jahr Erdbeeren, immer Bananen sowie Lebensmittel mit immer mehr Zusatzstoffen versüßt. Man kann sich billig einkleiden, von Näherinnen zusammengeschustert, die von ihrem Lohn kaum oder nicht überleben können, die irgendwo in Fernost sitzen. Und das ist das, was wofür wir demonstrierten?

Kultur z.B. ist kaum bezahlbar. Unser Konzertsaal, das Gewandhaus, wird für viele, dem Haus nicht angemessene, Veranstaltungen genutzt. Varietès z.B. gastieren darin. Das Haus muss Geld verdienen. Ich würde z.B. gern mal wieder in ein Konzert gehen. Aber von dem Geld, was Karten kosten, kann ich mindestens 2 Wochen leben.

Die Krankenhäuser müssen Geld verdienen. Krankenhäuser! Ärzte müssen Geld verdienen. Ärzte! Ist es da noch verwunderlich, dass man keinem Krankenhaus und keinem Arzt mehr wirklich trauen kann? Ist die Behandlung wirklich notwendig oder bringt sie nur mehr Geld ein? Was nützt mir z.B. eine topmoderne Arztpraxis, wenn der Arzt nur noch an die Ratenzahlungen denken muss und mir deshalb irgendetwas aufschwatzen will, was eigentlich sinnlos ist, aber Geld in die Kassen bringt?

Geiz ist geil wird uns als Negativ-Motto untergeschoben. Nur, das nötige Kleingeld, um beim Biobauern z.B. kaufen zu können, wird weiten Teilen der Bevölkerung vorenthalten. Diese müssen sich dann aber jeden Tag Vorwürfe anhören, dass sie dran schuld seien, dass es eine industrielle Landwirtschaft gäbe, weil sie nur billig einkaufen wollten. So wird Ursache und Wirkung verdreht und jeder haftbar für alles gemacht, ob er die Sache nun beeinflussen kann oder nicht.

Ein Viertejahrhundert wieder Deutschland. 

Deutschland als Gesamtheit hat das nicht gut getan. Wir sind die Oberlehrer von Europa geworden und sind gerade dabei es nachhaltig zu zerstören. Die Nachfahren von Brand und Kohl (mag er gewesen sein, wie er will) verschleudern das europäische Erbe aus Kleingeistigkeit, Buchhaltertum, Spießigkeit oder Unternehmerhörigkeit. Wir sind wieder wer! Europa muss Deutsch sprechen! Davon bekommen gewissen Kreise feuchte Unterhosen. 

Und Ost und West? Genau genommen, sind wir keineswegs eins. Manches Mal scheint es nur so, weil viele Ostdeutsche sich assimiliert haben und ihre kulturellen Eigenarten verleugnen. Es gibt in Sachsen z.B. keinen Zwetschgenkuchen, sondern immer nur Pflaumenkuchen. Es gibt hier in Sachsen keine Zwetschgen, sondern Hauspflaumen. Es gibt hier keine Berliner, sondern Pfannkuchen. Bienenstich ist eigentlich in Sachsen etwas völlig anderes, als was jetzt als Bienenstich angeboten wird. Schweinehack ist Gehacktes und Rinderhack Geschabtes. So heißt es bei uns. Frage mal jemand beim Fleischer danach, der jetzt immer nur Metzger heißt oder eine Backwarenverkäuferin, die so jung daher kommt. Nein, wir müssen süddeutsche Begriffe verwenden. Warum machen wir das mit? Wir haben unsere Lebensmittel nicht mehr. Es gibt unsere Wurstsorten nicht mehr und die so tun, als ob, sind nur noch ein schwacher Abklatsch dessen. Es gibt nur eingeebneten Einheitsbrei. Wir sind dem westdeutschen Kapital Untertan geworden. 

Freiheit? 

Okay, ich kann mich ganz öffentlich über Mama Merkel lustig machen. Das ist gut so. Ich kann mich an Volksbegehren beteiligen. Na und? Interssieren tut das niemanden. Da können Tausende, Millionen irgendetwas Sinnvolles begehren. Unsere Abgeordneten haben ein dickes Fell. Es interessiert nicht! Unsere gewählten Abgeordneten haben eine Regierungsmannschaft gebildet, deren Interessen nicht mehr dem Volk dienen, sondern nur einer kleiner Schicht. Es nützt nichts, wenn alles Volk gegen etwas ist, man macht es trotzdem.

Was ist so eine Freiheit wert? Sie ist auch nur eine Diktatur, die aber versteckt daher kommt, die nicht sagt, dass sie eine Diktatur ist, die Kreuzchen machen lässt und das als Nonplusultra der Freiheit hinstellt. 

Demokratie? Soll Kreuzchenmachen Demokratie sein? Jeder der durch unser Kreuzchen an die Macht kommt, schert sich einen Dreck darum, welche Interessen er eigentlich zu vertreten hätte. Das Grundgesetz - was hartnäckig immer wieder als Verfassung tituliert wird - ist nur ein Fetzen Papier oder ein paar nichtsagende Binärcodes. Wer hält sich eigentlich noch daran, der auf es geschworen hat?

Und das sollte eine Revolution gewesen sein? 1989? Revolutionen bringen eine Gesellschaft eigentlich nach vorn. Hat sie das? Ist es nicht eher so, dass sie uns einen Rückschritt gebracht hat, vom Mitbesitzer zum Enteigneten?

Sollen wir nun darauf anstoßen? Auf unsere Enteignung? Auf unsere Zwangsarbeiterschaft? Auf unsere Lohnknechtschaft? Auf unsere Zinsknechtschaft? Und nur weil wir alles kaufen können, was wir wollen, falls wir das nötige Kleingeld dafür haben? Reicht das? Ist Kaufrausch die neue Freiheit? Ist das alles im Leben?

Okay, wer sich zu den Gewinner von was auch immer zählt, mache das. Ich nicht.