Freitag, 6. November 2015

Reich, reicher am reichsten ...

... oder die Flucht ins Paradies. Ein Film von Regisseurin Angela die Große.

Ach bin ich froh alt zu sein. Ich bin zeitig genug in Rente gegangen, trotz der hohen Abstriche. Ich kann leben mit meiner Rente. Eigentlich kann ich mich zurücklehnen und herzlich lachen über diese von Merkel angerichtete Anarchie - wenn es nicht so traurig wäre.

Beladene aller Welt vereinigt euch in Deutschland - im Land, wo man einen Mercedes fährt und ein Häuschen erhält. Beladene aller Welt kommet nach Deutschland, wo sogar die Kanzlerin Selfies mit euch macht. Das nenne ich Willkommenskultur in reinster Form. 

Hier ist das Land, das als erstes in der Welt seine altmodischen, gestrigen Grenzen abgeschafft hat. Hier ist das Land, wo Mutti uns ernährt, kleidet und umsorgt. Hier ist das Land, deren Ressourcen niemals ausgehen und immer wieder auf geheimnisvolle weise sich auffüllen. Hier ist das Land der Sterntaler. Die Kommunen schauen gen Himmel (wie das in einem christlichen Land so üblich ist) und die Taler fallen vom Himmel in die aufnahmebereiten Arme von Bürgermeistern. 

Hier ist das Land, deren Straßen mit Silber und Gold gepflastert sind. Hier ist das Land, deren Schulen Palästen gleichen in ihrer Schönheit und Holdligkeit. 

Hier ist das Land, wo die Arbeitsplätze auf den Bäumen wachsen, jeder auf der Straße angesprochen wird, ob er nicht Manager werden wolle und eine Porsche-Dienstwagen fahren wolle. 

Hoffnungsvoll schauen wir auf unsere Herrscherin und verehren sie, weil sie das Land bunt macht und von einer gewissen Bräune reinigen will. Bunt ist schön. Bunt ist toll. Bunt muss das Land werden. Und wer wollte nicht in einem bunten Land leben. Wem es langsam zu bunt wird, der ist eben in seiner gewissen Bräune gefangen und muss ausgemerzt, zumindest gedemütigt, in eine Ecke gestellt, übergangen oder der Dämlichkeit gezeit werden. Was versteht auch der kleine Mann/Frau von den Gedankengängen einer großen Herrscherin, die sich dann Angela die Große nennt. Da sie schon Katharina die Große verehrt, sollte dieser Name nun auf ihrer Visitenkarte stehen. Bundeskanzlerin wäre doch wohl viel zu kurz gesprungen.

"Ihr Kinderlein kommet, so kommet doch all. Zur Krippe herkommet in Bethlehems Stall". Zur kommenden Advents- und Weihnachtszeit können wir dieses Lied doch nicht verbannen. Und wir haben es verschönt. Wer will schon in einen Stall kommen. Ein Land, wo Milch und Honig fließen, ein Paradies - das sollte der Bethlehems Stall schon sein. 

Und es gibt hier sogar einen Weisen, der zwar nicht aus dem Morgenland kommet, sondern schlicht und ergreifend nur aus Bayern. Was schimpfte und wetterte er gegen das reinste Paradies, von wegen überfüllt und so ... Nein, Weise machen das nicht, also hat er sich an den Riemen gerissen und fällt nun in das schöne Weihnachtslied auch mit seiner tiefen Basstimme ein. 

Was macht es da schon, dass es sogar Indigene in diesem Paradies gibt. Sollen die doch ein bisschen zusammenrücken. Haustiere in Ställen benötigen schließlich auch nur ein Minimum an Platz. Das Paradies wurde - genau weiß man das nicht - in Nahost verordet. Wem wundert es, dass nun alle und jeder aus dieser Richtung in sein angestammtes Paradies wandern will, das sich dummerweise nach Mitteleuropa verlagert hat? Sonne? Sonne muss schließlich nicht alle Tage sein - Hauptsache Mercedes.

Wem kümmert es, dass vor allem junge Männer ins Paradies strömen. Wir brauchen junge, kräftige Hengste, um unsere Parks und Straßen kehren zu können. Nunja, Paradies klinge eigentlich ein bisschen anders. 

Wohnungen? Im Paradies hat jeder seinen Wohn- und Schlafplatz. Wir leben ja im Paradies. Wer könnte da schon im Winter erfrieren. Ein paar Indigene? Kollateralschaden. Gibt es eigentlich nicht.

Wachen wir langsam aus unserem Paradiestraum auf. Es gibt keine Schulpaläste, aber viele marode Schulgebäude. Es gibt keine silbernen und goldenen Straßen, nur viele mit Löchern und Huckeln. Es gibt keine Arbeitsplätze, die einen reich machen könnten. Aber viel stundenweise Arbeit, Arbeit auf Abruf und/oder schlecht bezahlte. Warum sonst streiken hoch qualifizierte Menschen um einen angemessenen Anteil am Reichtum der Gesellschaft. Es gibt keine von Himmel herabfallenden Taler, nur Schulden und leere Kassen in den Kommunen. Irgendwie entpuppt sich das reiche Deutschland, wenn man genauer hinschaut, als ein reiches nur für eine ganz kleine Schicht. Der Rest? Der schlängelt sich mehr oder weniger gekonnt durch das Leben. Was las ich kürzlich in einem Kommentar? Es gehe uns sehr, sehr gut. Der Kommentator hat natürlich recht, wenn er unser Leben mit dem Leben in einem Elendsviertel von Bangladesh oder Indien vergleicht. Bei uns hungert man nicht den ganzen Monat über, sondern teilweise erst ab Ende des Monats, wenn das Geld immer knapper wird und gerade mal kein Sonderverkauf stattfindet. Nicht für umsonst gibt es hier im ach so goldenen Deutschland Tafeln. 

Ich bin nicht mehr jung. Gottseidank. Ausbaden müssen diese anarchische Politik unsere Kinder und Enkel. Und genau das ist es, was mich wütend macht. Unsere Angela die Große hat keine Kinder. Sie weiß nicht, wie das ist, wenn man sich um die Zukunft der Enkel Sorgen macht. Sie hat nur eines im Leben: ihr Streben nach Macht. 

Übrigens hat Schweden jetzt gesagt, dass es keine Flüchtlinge (es sind eigentlich keine mehr, wenn sie in Schweden ankommen) mehr aufnehmen kann und sie zurück nach Deutschland müssen ins Land der unbegrenzten Aufnahmemöglichkeiten. 

Ist das nicht verrückt? ist die unbegrenzte Zuwanderung in ein ressourcenendliches Gebiet nicht sogar ein Einweisungsgrund in die Klappse für eine, die meint Katharina die Große zu sein? 







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