Montag, 26. Januar 2015

Syriza siegte

Die Griechen haben Syriza gewählt und die alte Regierung vernichtend abgewählt.

Nun kommen schon die Ratten der EU aus ihren Löchern und fantasieren, dass diese Wahl der EU-Wirtschaft schaden würde.

Der EU-Wirtschaft schaden würde? Wie abgefahren ist das denn!

Was würde eine EU-Wirtschaft voranbringen? Die weitere Verarmung der Bevölkerung innerhalb der EU wohl nicht.

Was versteht eigentlich die EU unter Wirtschaft? Die Realwirtschaft doch wohl nicht.

Das Wirtschaftssystem ist so angelegt, dass konsumiert werden muss, damit produziert werden kann. Man kann natürlich auch produzieren um des produzierens willens und sich dann wundern, dass niemand da ist, der einen den Konsummüll auch abnimmt.

Das Wachsen der Wirtschaft ist unabdingbar damit verbunden, dass die breite Masse die Waren kauft. Wenn die breite Masse nur bedingt kaufen kann, wird kein Unternehmen irgendetwas erweitern wollen, sei es die Produktion oder die Arbeitsplätze. Wenn von vielen Arbeitsplätzen mehr die Rede ist, dann splittet der Unternehmer nur einen Arbeitplatz in viele kleine Arbeitsplätzchen auf.

Ich habe schon mehrmals geschrieben, dass man in einem Unternehmen, welches rund um die Uhr arbeitet, einen Arbeitsplatz mit 24 Leuten besetzen kann. Danach kann man jubeln, dass 23 Leute zusätzlich eingestellt worden sind. Mit 1 Stunde Arbeit pro Woche wurde festgelegt, ist man auch nicht mehr arbeitslos, also wird damit auch die Arbeitslosenstatistik geschönt.

Nun wird fantasiert, dass der niedrige Erdölpreis uns alle reich machen würde. Bereit zum Einkaufsrausch. Da wird dann schon mal ein nur für 10 Minuten relevanter Benzinpreis von einigen Cent, wegen eines Systemsfehlers, als Schnäppchenpreis verkauft und uns in Aussicht gestellt, dass Benzin und Heizöl nur noch ein Bruchteil für uns kosten würden. Also Luftschlösser kann ich mir selbst bauen, da brauche ich keine Medien. Und die Luftschlösser platzen dann ganz schnell wieder. Der Einkaufsrausch muss ausbleiben, weil die Lebensmittelpreise mitnichten gesunken sind. Man erzählt das uns zwar am laufenden Band, aber es ist eine Lüge, da man Angebotspreise nicht zählen kann. Wir haben in der Regel höhere Kosten rund ums Wohnen, sei es Mieterhöhungen, Gebühren- und Versicherungserhöhungen. Die paar Cent weniger Benzinkosten erlauben den meisten, wenigstens einen Tag mehr Lebensmittel einkaufen zu können.

So, nun hat Griechenland Syriza gewählt. Und wegen Syriza wird die EU-Wirtschaft den Bach heruntergehen.

Die christlichen Parteien, schäumen: Keine Euros ohne Reformen.

Reformen! Durch die sogenannten Reformen wurde die griechische Arbeitslosigkeit und den Rückfall Griechenlands in ein Drittweltland erst angeschoben. Sparhaushalte machen jedes Pflänzchen von Erholung zu nichte. Man greife mal einen nackten Mann in die Taschen und halte ihn an weiter zu sparen.

Okay, eine Strafe im Mittelalter war, die Haut bei lebendigem Leib abzuziehen.

Will die EU im übertragenem Sinne die Haut bei lebendigem Leib nun noch abziehen? Was soll eigentlich von Griechenland übrig bleiben, wenn die Sparorgie weitergetrieben wird. Und wieso wird den Griechen angelastet, dass auch deutsche Steuerzahler Griechenland stützen würden. Die Griechen hatten ursprünglich bei den deutschen Steuerzahlern keine Schulden. Die Schulden lagerten bei privaten Banken. Und diese Banken wurden mit Steuerzahlergeld saniert - ohne dass die jemals mit Zins und Zinseszins ihre Schulden beim Steuerzahler zurückzahlen müssten. Unser Geld ist an Konzerne und Banken gegangen und die Griechen sind leer ausgegangen. Sie bezahlen die Zeche der Agenda 2010