Montag, 9. Februar 2015

Gab es nicht mal eine Lehre aus der Geschichte?

Napoleon war unterlegen, die deutsche Wehrmacht im 1. und im 2. Weltkrieg - und das alles gegen Russland oder die Sowjetunion. Irgendwann sollte doch beim letzten Entscheidungsträger angekommen sein, dass es besser ist, MIT Russland zu sprechen, dessen Sorgen zu verstehen, als GEGEN Russland - ob nun heiß oder kalt - zu kämpfen.

Umso befremdlicher ist für mich - oder noch schlimmer, so befremdlich ist es für mich gar nicht - dass der Bundeswehrverband und zwar vertreten durch einen gewissen Herrn Wüstner, sich für den Krieg rüsten will und sinngemäß sagt, dass,  wer den Frieden will, für den Krieg rüsten muss? Alles im Hinblick auf den Bürgerkrieg in der Ukraine

Also rüste ich mich hoch, höher am höchsten und tue damit etwas für den Frieden?

Eine eigenartige Ansicht pflegt da ein Herr Wüstner. Und diese Ansicht ist nicht nur eigenartig, sondern verdammt gefährlich für uns alle. Will er sich vielleicht mit einer Atommacht anlegen? Sollen die Endzeitfilme wahr werden? Nur noch ein paar verstreut lebende Menschen in Anarchie nach einem 3. Weltkrieg - einem Atomwaffenkrieg? Herr Wüstner wird den mit Sicherheit NICHT überleben, auch nicht, falls er irgendwo für kurze Zeit unterkrauchen kann und den ersten Atomschlag überleben sollte. Nach dem Krieg weiterleben, ist die Kunst, die solche gefährlichen Schwätzer nicht beherrschen (ich übrigens auch nicht).

Er will, dass der Wehretat erhöht wird. 

Man stelle sich vor, es klingelt an seiner Wohnungstür, er macht auf und eine AK 47 ist auf ihm gerichtet und mit russischen Worten wird er aufgefordert die Hände hoch zu nehmen. So in etwa scheint er sich die Welt zurecht basteln zu wollen. 

Aber mit der Leyenkriegsministerin geht er damit Händchen haltend vorwärts bis über die Abruchkante hinaus. Sie will  auch mehr Geld für den Krieg. 

Ach nee, das sagt sie natürlich SO nicht. Sie will eine charmante Bundeswehr, mit Halbtagssoldaten, Kindereinrichtungen neben den Panzern, die, falls nicht im Einsatz, durchaus auch als Spielplatz dienen könnten. Sie will den Soldatenberuf in eine Reihe stellen mit dem Einzelhandelskaufmann/frau. Bei ihr wird nur keine Butter und kein Mehl verkauft, sondern der Tod. 

Pst, pst - leise - sowas sagt man nicht laut. Laut wird nur getönt, dass der Soldatenberuf aufgewertet werden muss. Auch ein Soldat soll eigenverantwortlich in seinem Beruf handeln können. 

Das weiß schließlich jeder, dass ein Befehl nicht ernst genommen werden muss, sondern, dass der Soldat entscheiden kann, ob er ihn Folge leistet oder nicht. 

Ups, da habe ich doch sicherlich etwas falsch verstanden. Nur, an welcher Stelle sollte ein Soldat eigenverantwortlich bei der Bundeswehr arbeiten können? Die einzige Stelle, die ich mir vorstellen kann, ist, dass der junge Mann/die junge Frau sich vorher überlegen, ob sie sich für ein ukrainisches Faschistenpack vor den Karren spannen lässt oder besser nicht, egal, wieviel Geld man dafür erhält. Geld ist nicht alles. Und wenn man tot ist, nützt es einen sowieso nichts.

Wir sollen uns also auf den Krieg vorbereiten. Mit Russland. Weil Russland so halsstarrig wäre und seinen Krieg in der Ukraine nicht beende. 

Russland steht in der Ukraine? Nur in den Köpfen einer Merkel, eines Gauck und anderer. Will ein Herr Gauck durch das Rühren der Kriegstrommel gegen Russland nicht vielleicht die aus seiner Sicht erfolgte Untat der Roten Armee an seinen Eltern rächen, die fest im damaligen faschistischen System eingebunden waren? Nein, das möchte ich einem Bundespräsidenten nicht unterstellen. Er müsste ja eigentlich über den Dingen stehen. Eigentlich! 

Übrigens nur am Rande, ist es nicht eine tiefe Demütigung für Frankreich, wenn man sieht, wie ein Hollande wie ein winziger Chihuahua hinter einer Merkel hinterhertrippelt? Was ist aus dieser Grand Nation geworden? Traurig.

Zurück zum Kriegsgeschrei? Wäre es nicht eher angebracht, die wahren Schuldigen, an diesem Bürgerkrieg in der Ukraine zu benennen? Ist dieser Bürgerkrieg nicht ausgebrochen, als eine sich durch westliche Hilfe an die Macht geputschte Junta die russischen Bürger als Bürger 2. Klasse definiert hatte? War nicht die Konrad-Adenauer-Stiftung am Putsch beteiligt mit ihrem Schützling Klitschko? Waren nicht westliche Politiker auf den Maidan? Einfach so hingereist? Haben sie nicht die Menschen dort angestachelt? Kämpfen nicht jetzt Blackwater-Söldner in Waffenbrüderschaft mit ukrainischen, faschistischen Brigaden gegen die eigenen Staatsbürger?

Wäre es nicht an der Zeit, dass die europäischen Entscheidungsträger, auch eine Frau Merkel, endlich einem Poroschenko die Zähne zeigen und ihn zurückpfeifen?

Wäre es nicht an der Zeit, dass Deutsche nicht gegen Flüchtlinge auf die Straße gingen, sondern sich heftig dagegen verwahren würden, dass ihr Steuergeld an eine Junta geht, die damit Menschen erschießt? 

Millionen werden zum Töten durch die EU an die Ukraine transferiert. Der Krieg wäre wahrscheinlich schon längst zu Ende, wenn der Westen nicht ein freudiger Geldgeber dafür wäre. Es ist ja nicht sein Geld. Es ist das Geld seiner Bürger. Die dürfen im Gegenzug dann auf kommunale Einrichtungen verzichten und mehr kommunale Gebühren und was weiß ich nicht noch alles zahlen. Und das alles, um eine Junta zu halten? Um russische Bürger zusammenzuschießen? Um russischen Bürgern, ihre Bürgerrechte vorzuenthalten? Um eine neue Werkbank für die Konzerne zu etablieren, die unsere Arbeitsplätze kostet? Das sind die Werte des Westens?

Auf diesen Westen pfeife ich! Dessen Werte sind nicht meine Werte! Und es soll mir keiner mehr mit irgendwelchen christlichen Gesummse kommen. Wir sind nicht das christliche Abendland. Wir sind Kriegstreiber ohne Moral und Werte.

Ein Hund, der bald stirbt, beißt tollwütig auf alles ein. Das sind wir, nicht du oder ich, sondern unser westliches System.


PS: Bösartig kann man auch behaupten, dass die Ukraine auf russischem Gebiet sich breit gemacht hat. Kiew gehörte zur alten Rus.