Dienstag, 23. Februar 2016

Panoptikum Deutschland

Ich stehe zur Zeit nur noch neben Deutschland, zumindest gedanklich. Ich fühle mich, wie jemand, der vor einem Schaufenster steht und dort einschaut, was da drinnen so alles passiert.

Deutschland. Ich gebe zu, dass ich noch nie so richtig mit diesem Land verbunden war. Sicherlich, ich zahle hier Steuern und möchte, dass diese an der richtigen Stelle eingesetzt werden. Ich möchte auch, dass meine Enkel eine gute Zukunft in diesem Land haben.

Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass Deutschland nicht mehr Deutschland ist. Okay, das sogenannte Land der Dichter und Denker hat mit der Smartphone-Flut schon längst ausgedient. Man eventet oder hypt heutzutage nur noch mit irgendwelchen Unsinn. Ich warte nur noch auf den Hype, der per Facebook dann millionenfach geteilt wird: Wer rammt sich am tiefsten ein Messer in den Kopf und überlebe das. Endpunkt: Das Hirn muss nicht unbeschädigt bleiben - merkt sowieso niemand.

Deutschland. Mir kommt es vor, als ob ich in der Geschichte rückwärts gegangen bin - irgendwie so in Weimaer Zeiten. Da bekriegen linksextremistische Jugendliche andere, die sie als rechts bezeichnen, die es meist aber gar nicht sind. Da lassen sich linksextremistische Jugendliche von rechten Jugendlichen provozieren und machen dann noch Bambule als die Rechten schon lange wieder in ihrem Bett liegen. Schaufensterscheiben werden eingeworfen, Wartehäuschen demoliert usw. usf. Soviel anders als bei unbewohnten Flüchtlingsheimen das Dach anzuzünden ist das auch nicht. Wir leben seit Mitte letzten Jahres in einem gespaltenen Land, wo nur noch die flache Ansage irgendwelcher Sprechblasen gilt. Wo Menschen ihren Job verlassen müssen, weil sie zur AfD gehören oder weil sie das voraussagen, was dann zu Silvester in Köln eingetreten ist. Da wird ein Buchautor, mit dem man nicht in allem einer Meinung sein kann, von seinem Verlag rausgeschmissen, weil er Missliebiges gesagt hat. Seine Katzenbücher sind dabei vergessen, woran der Verlag bannig verdient hat. Statt sich mit dem Mann auseinanderzusetzen, wird nur mit Schlagworten um sich geworfen.

In meinem Land gibt es keine Meinungsfreiheit in dem Sinne mehr. Meinungen darf man natürlich xfach haben, so in der Art und Weise, wer nun wieder mit Justin Biber knutscht und so ... oder über irgendeinen anderen xyz-Promi.

Wirkliche Meinungsfreiheit über Fragen, die uns alle angehen, gibt es nicht mehr. Es gibt eine Einheitsmeinung, geprägt von Zarin Merkel und deren schwarz-rot-grünen Speichelleckern.

Wie will man Menschen gewinnen, indem man sie nur verurteilt mit Sprechblasen zumüllt und nicht auf ihre Sorgen eingeht? Die Sprechblase Politiker erzählt zwar immer wieder davon, dass man die Menschen mitnehmen sollte, aber gemacht wird es nicht. Im Gegenteil. Die Menschen werden als Pack tituliert und als Mob. 

Da gehen Sichtweisen verloren. Da gehen Maßstäbe verloren, wenn alles mit irgendwelchen Superlativen beschrieben wird. Da wird die deutsche Sprache verhunzt, die eigentlich sehr exakt formulieren kann. Wie will man vernünftig mit einer Person sprechen, sich argumentativ mit ihr auseinandersetzen, wenn man sie zuvor als Mob bezeichnet hat oder als Pack gebrandmarkt hat? Das geht wohl eher nicht.

Und das schlimmste daran ist, dass so der wirklich Mob untergeht. Um den wird sich dann nicht wirklich gekümmert, weil Hans Jedermann auch als solcher schon bezeichnet wird, wenn er eine andere Ansicht als Merkel hat. Ihn mundtot zu machen kostet soviel Kraft, dass man die wirklichen Hetzer nicht mehr ausmachen kann und auch nicht gewillt ist, sie auszumachen. Es ist einfacher alles über einen Leisten zu scheren.

Wehe man hat eine andere Meinung. Dann ist man unweigerlich eine Unperson. 

Zur Zeit ist es sehr beliebt, dass Menschen, die unbotmäßigerweise danach fragen, wie man über 1 Million zugereiste ungebildete und in einer anderen Kultur fest verankerte Menschen über die Runden bringen soll, als geistige Brandstifter, als Rassisten, als Nazis, als Faschisten, als Hetzer usw. usf zu bezeichnen.  Das ist einfach. Denn dann muss man sich auch nicht mit deren Meinungen befassen. Sie werden abqualifiziert. Sie sind persé im Unrecht. Sie sind Mob, Pack oder Ostdeutsche.

12 Millionen der einheimischen Bevölkerung in Deutschland gelten als arm. Im ÖR darf sich dann der Arme noch anhören, dass derjenige, der Flaschen sammelt nicht unbedingt arm sei. Sicherlich, da hat der BR so etwas von Recht. Ich habe auch Heidi Klum oder jemanden vom Porsche-Clan schon bei uns im Wohngebiet Flaschen sammeln sehen. Das macht man schließlich aus reiner Freude an der Sache. Niemand muss das hier im Lande machen. Unser Land ist reich.

Die reichliche Hälfte dieser 12 Millionen armen Menschen müssen über Sozialleistungen am Leben erhalten werden, mehr schlecht als recht. Und dazu kommen dann noch die über 1 Million Zugereisten dazu. Und seien wir doch einmal ehrlich. Die Mehrheit von denen, falls sie nicht wieder zurückgehen, werden immer und ewig auf Sozialleistungen angewiesen sein. 

Und ob man es nun opportun findet oder nicht. Man muss schon mal darauf aufmerksam machen, dass die Mehrheit der einheimischen Menschen irgendwann - meist Jahrzehnte - einmal in den Steuertopf kräftig gelöhnt hat. Sie haben - im Gegensatz zu den Zugereisten - das Land mit vorangebracht. 

Diese Unterscheidung ist aber schon falsch. Da hetzt man schon. Na, was soll's. 

Es gibt eben nur die eine Meinung, dass die Angekommenen alle vergöttert werden müssen. 

Ich schätze mal so, dass ungefähr 80% der Weltbevölkerung in ähnlichen Verhältnissen leben, wie die Zugereisten, die in Goldgräberstimmung hier zu uns gekommen sind. Die wenigsten sind direkt aus dem Bombenhagel auf europäisches Gebiet gekommen. Die Mehrheit kommt aus sicheren Flüchtlingslagern. Ja, das ist schlimm genug, aber auch nicht schlimmer, als die Lebensbedingungen in indischen Slums, in Bangladesh, in Mali, im Jemen, in Pakistan in ... man zähle die Entwicklungsländer in Afrika und Asien auf. Wieso machen wir Unterschiede in unserem sogenannten Mitleid? 

Ich habe heute in unserem Center ein Bild gesehen - Zebra-Mangusten. Ach waren die süß. Da kamen mir unbotmäßige Gedanken. Setzen viele Menschen die Zebra-Mangusten nicht den dunklen Kulleraugen von  in Dreck gehüllten Kindern und dann in die Kamera gehaltenen gleich? Sind nicht beide so unendlich süß? Wärmen nicht beide unser Herz? Sicherlich.

Aber wir müssen uns immer wieder fragen, haben wir die Mittel dafür? Was sagen wir über Menschen, die sich 20 Katzen in einer Einraumwohnung halten? Diese Menschen finden die Katzen auch unendlich süß und lieb, sind aber finanziell meist nicht in der Lage, diesen Katzen ein katzenwürdiges Leben zu geben. Da kommt ganz schnell das Amt und das Tierheim und die Wohnung wird geräumt. Bei Menschen ist das anders.

Und schon bin ich Rassist, Hetzer, Pack und Mob.

Menschen werden in Massenunterkünfte gequetscht. Gegen Massentierhaltung gibt es Bewegungen, die oft recht fundamentalistisch und aggressiv sind. Jetzt gibt es dagegen solche Bewegungen FÜR die Massen"haltung" - aber von Menschen. Oder wie soll ich sonst das Gutmenschentum verstehen? Diese Menschen akzepieren die Massenhaltung von Menschen in Unterkünften, die eigentlich keine sind. Diese Menschen akzeptieren, dass andere Menschen angelockt werden, ohne dass ihnen je eine Perspektive gegeben werden kann, ohne dass sie eine richtige Wohnung erhalten können, geschweige denn ein Haus, von einem richtigen Job ganz zu schweigen. Diese Menschen akzeptieren, dass sich Schlepper dumm und dämlich verdienen und die Neureichen der Neuzeit geworden sind. Wirklich human.

Diese Menschen akzeptieren aber auch, dass z.B. im Öffentlichen Dienst geforderte Gehaltserhöhungen wegen der Flüchtlinge abgeblockt werden. Also akzeptieren sie, dass Menschen, die für die Öffentlichkeit - also für jedermann - arbeiten, auf keinen Fall in paar Euronen mehr in der Tasche haben sollen. (Dass es die geforderten 6% nie geworden wären, ist ja klar, wenn es hoch gekommen wäre, dann auf 2 Jahre 3 % so in der Richtung.) Das Geld wollen sie lieber bei den Flüchtlingen sehen. Das ist wohl dann wahre Menschenliebe.

Und irgendwie finden diese sogenannten Gutmenschen das alles in Ordnung. Sie sind diejenigen, die den Humanismus für sich gepachtet haben und andere beschimpfen.

Die LINKE hat in "Hart aber fair" gefordert, dass Merkel eine Sozialgarantie für die einheimische Bevölkerung geben soll. Sie hat recht. Aber diese Sozialgarantie wird es nicht geben. Merkel wird das nicht machen - nicht machen können. Geld zum richtigen Ausgeben und nicht nur virtuelles Geld ist endlich. Konzerne haben schon wieder Entlassungen in Größenordnungen angekündigt. Die Wirtschaft dümpelt vor sich hin. Die wahnsinnig hohen Mehrsteuereinnamen - höher als erwartet - bewegen sich bei 0,1%. Man erwartete 0,5% und hat jetzt 0,6% erhalten. Eine riesige Steuerflut im Null-Komma-Bereich. Wahnsinn. 18 Milliarden - auf den ganzen Bundeshaushalt bezogen ist das die Portokasse. Man teile das mal nur auf die einzelnen Ressorts auf, dann wird es übersichtlicher. Und - das darf nicht vergessen werden, man hat die Steuer"flut" durch Nichtausgeben mit erreicht. Ich nehme an, der Rest wurde durch die Mehrwertsteuer im Wesentlichen eingenommen. Das normale Leben wird schließlich immer teurer. 

Okay, ich Pack, ich Mob, wie kann ich so etwas schreiben?

Die Krankenkassen haben die nächste Erhöhung der KK-Beiträge zur GKV angedroht. Die letzte haben die meisten ja gerade hinter sich. Ist auch logisch. Wer soll denn sonst die medizinische Betreuung der Zugereisten bezahlen, wenn nicht wir, die Beitragszahler.

Wenn man darauf aufmerksam macht, dass der Krug nur solange zu Wasser geht bis er bricht, ja dann ist man eben ein Volksverhetzer und Nazi. 

Wir Sachsen sind es ja von Haus aus. In NRW gibt es zwar mehr Straftaten mit rassistischen Hintergrund, aber das ist uninteressant. Obwohl man auch mal nachfragen muss, was unter diese Straftaten eigentlich alles fällt. Ostdeutsche, speziell Sachsen, geben ja ein viel besseres Ziel ab. Da werden ganze Dörfer, ganze Städte eben braun geredet. Der Hintergrund, dass gerade dort die Abgehängten Deutschlands wohnen, wem interessiert der schon. Den Sachsen muss es gezeigt werden, noch DDR-verseucht, Diktatur-geschädigt und gottlos. Was will man von solchen Menschen denn erwarten. Was wird uns allen Ostdeutschen immer wieder vorgeworfen? Die Westdeutschen hätten uns durchgefüttert. Wir hätten deren Sozialsysteme geplündert. Nur die Westdeutschen hätten den Soli bezahlt. Alles ist Dünnschiss, wird aber immer wieder behauptet und auch geglaubt. Nun ist diese gottlose Brut auch noch braun. Igittigitt. Sicherlich gibt es auch stark Braune darunter. Die Mehrheit ist es aber nicht. Sie fällt bloß nicht auf irgendwelches Politikergeschwätz mehr rein. Das hatten die 40 Jahre lang schon und haben sich 1989 eigentlich davon getrennt. Eigentlich. Nunja, sie sind vom Regen in die Traufe gekommen. Übrigens, die richtigen Braunen habe ich als einheimische Arbeitskollegen von der Pfalz und vom Odenwald kennengelernt. So richtig Braune, alte Kampfgenossen, die - einer meiner Chefs war so einer - stramm damals hinter den Republikanern standen und die Slawen als Untermenschen titulierten. Dort im Südwesten von Deutschland habe ich sie kennengelernt und auch junge Leute noch Azubis, die den Hitlergruß gezeigt haben, den abgewandelten. Die Mehrheit der Bürger von Bautzen und Clausnitz würde das wohl nie in den Sinn kommen. Sie sorgen sich nur um die Zukunft ihrer Kinder und Enkel. Aber das darf man ja nicht. Das ist Volksverhetzung.

Auch der politische Gegner ist kein Gegner mehr sondern nur Volksverhetzer. Man mag zur AfD stehen, wie man will. Ich finde deren Personal schrecklich, aber es ist die einzige Protestpartei. Merkel und Co. einschließlich der sich ihnen angeschlossenen Gutmenschen haben die AfD dorthin gebracht, wo sie heute prozentual steht. Ich finde, dass das eine Schande für Deutschland ist. Man bringt eine Partei, die aus konzernnahen Leuten und alten ostelbischen Junkern besteht in die komfortable Lage, in die Landtage einzuziehen und sicherlich auch in den Bundestag, nur weil man über die Köpfe und Sorgen der Menschen in Deutschland sich erhebt. 

Bravo! Gut gemach! Panoptikum Deutschland.

Da darf sich ein Personalchef von Mercedes im ÖR Fernsehen gerieren. Er bauchpinselt sich selbst, wie toll doch die Flüchtlinge sind und sie erhielten eine Chance in "seinem " Unternehmen. Das Beispiel? Ein Syrer, schon 3 Jahre in Deutschland hat einen ... einen Praktikumsplatz erhalten. 3 Jahre also wurde der Syrer von unserem Sozialsystem gehalten und jetzt in seinem Praktikum ebenfalls. Im Brustton der Überzeugung meinte der Personalchef, dass vielleicht für diesen Mann (er war so Ende 20) ein Ausbildungsplatz zur Verfügung stünde. Vielleicht ... Das müssen sich deutsche Leiharbeiter auch immer anhören, nur damit sie gefügiger bleiben, besser ausgebeutet werden können. Wenn der Mindestlohn für Zugereiste entfällt, dann wird dieser Syrer sicherlich einen Job erhalten und dafür wird ein Leiharbeiter gehen müssen. DAS wird die Praxis sein.

Panoptikum Deutschland!

Integration, buntes Deutschland. In der Geschichte der Menschheit gab es das noch nie. Jede Volksgruppe hatte immer ihre eigenen Wohnviertel. Im pharaonischen Ägypten wohnten die Griechen in ihren Vierteln und die einheimischen Ägypter in anderen. Die Ägypter fühlten sich den Griechen haushoch überlegen. Man hatte teilweise Berührungspunkte z.B. durch den Handel. In den Städten z.B. in Marokko sieht man das noch heute. Da gibt es Tore, die eine Seite blau, die andere grün. Auf der blauen Torseite gelangte man in die christlichen Wohngebiete und auf der grünen in die der Muslime. Die Juden wohnten noch in einem ganz anderen Viertel. Die USA in der neueren Zeit ist auch so ein Beispiel. Oder gehen wir nach Jerusalem. Dort ist das armenische Viertel so abgeschottet, dass außer den Armeniern niemand hereingelassen wird. Die Menschen haben i.d.R. immer nur innerhalb ihrer Volksgruppen gelebt. Das zeigt auch das hugenottische Viertel in Berlin. Bunt gibt es nicht auf der Welt, nur in Nischen. Bunt ist eine Illusion. Und vor allem, BUNT kann man nicht verordnen, zumal in einer Zeit, die wirtschaftlich für sehr viele Menschen schlecht läuft.

Diejenigen, die das Gegenteil sagen, ehre ich. Sie sind Visionäre, leben aber nicht auf den Boden von hier und heute. Das Star-Trek-Universum wird noch auf sich warten lassen. Hier und heute wird es nicht entstehen.   



PS: In einem Krimi, der kürzlich in xter Wiederholung lief, sagte jemand, der für die CIA arbeitete, sinngemäß, dass er derjenige wäre, der sich Gedanken mache, welche Schwachstelle ein Land hätte. Wenn man einen kleinen Baustein attackiert, dann fällt das ganze Gebäude ein. Wie wahr, wie wahr. Wir sind in dieser Situation.

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