Sonntag, 1. Mai 2016

Erschreckend undemokratisch ...

... und geschichtsvergessen.

Man mag zur AfD stehen, wie man will. Die Partei ist eine Gründung von Unternehmern, konservativen Intellektuellen und Adligen. Sie ist marktliberal. Sie würde sicherlich, falls sie an die Regierung käme, meine Interessen niemals vertreten. Für viele andere Menschen ist sie sicherlich auch nur eine Partei, nur dazu da, damit man überhaupt irgendwo ein Kreuzchen machen kann, um gegen die jetzige Politik protestieren zu können. Mit einem Kreuzchen dort, ärgert man die sogenannten Volksparteien bzw. die Nationale Front (hatten wir ja schon einmal im Osten) gewaltig.

Die AfD ist keine neue NSDAP. Ich weiß nicht, wie man überhaupt auf diese Gedanken kommen könnte. Nur weil sie den Islam nicht mag? Ich als Atheistin und Frau mag ihn auch nicht (ich mag überhaupt keine Religion). Und ich will auch nicht, wie ansatzweise schon vorhanden, dass manche Verbände, Kitas, Gerichte u.ä. sich diesem mittelalterlichen Geschichtsbild anbiedern. Ich will auch keine weiteren Sharia-Gerichte in Deutschland und ich will, dass Muslime Frauen achten entweder einfach so oder in ihren Tätigkeiten als Ärztinnen, Polizistinnen oder Lehrerinnen. Wir müssen uns nicht anpassen. Sie müssen es. Ich müsste es ja auch, wenn ich in irgendeinem arabischen Land leben wollte und muss es als Touristin auf alle Fälle.

Wer auf den Gedanken kommt AfD = NSDAP, der ist geschichtsvergessen! 

Als die NDSAP an die Macht kam - ich hatte es schon einmal in meinem Blog ausgeführt - wurden Mitglieder der KPD, der SPD, Gewerkschafter inhaftiert, gefoltert und getötet. Die dazugehörigen Namenslisten waren schon längst angefertigt. Viele fanden sich später in KZ's wieder. Liberale Bürgerliche und liberale Kirchenleute erlitten das gleiche Schicksal. Mein Onkel, Mitglied der KPD damals, war jahrelang im Brandenburger Zuchthaus eingesperrt und wurde dann ins KZ Börgermoor geschickt. Schon 1933 begann die Entfernung jüdischer Wissenschaftler, Künstler, Lehrer u.a. aus dem öffentlichen Leben. Es wurde auch da schon begonnen, die jüdischen Menschen in ein Getto zu stecken. Hier in Leipzig war es das Viertel rund um die Funkenburgstraße. Schon 1935 wurden die Rassengesetze in Kraft gesetzt. Jüdische Schüler durften nicht mehr in deutschen Schulen lernen. Dann mussten alle Juden das sogenannte "J" im gelben Stern tragen. Übrigens wurde in der Geschichte schon sehr viel früher damit begonnen, anders religiöse Menschen abzustempeln. Muslime machten das im Mittelalter z.B. mit Christen und anderen Glaubensgemeinschaften, die in ihrem Einflussbereich lebten und nicht gewillt waren zum Islam überzutreten. Sie mussten vorgeschriebene Dinge anziehen, damit man sah, dass sie nicht zur Herrschaftsreligion gehörten. 1938 begannen die Transporte in die KZ's und Vernichtungslager. Hitler beschrieb dieses Szenario schon in seinen Pamphleten und Reden. Die NSDAP war von Anfang an völkisch, hat von Anfang an vom "Volk ohne Raum" gesprochen, hat von Anfang an darüber gesprochen, dass diejenigen, die nicht die gleiche Auffassung haben, es büßen werden. Sie hatte nie einen Hehl aus ihrer Gesinnung gemacht. Sie hat von Anfang an ein sogenanntes Weltjudentum angeprangert, was für die schlechte Wirtschaftslage in Deutschland damals verantwortlich gewesen wäre. Sie hat von Anfang an für Verbote von linkem Denken plädiert und für das Verbot eben dieser Parteien (die SPD zählte damals noch dazu). Sie hat von Anfang an gegen Sinti und Roma gehetzt und damit meine ich wirklich gehetzt, will heißen, den Tod angedroht. Die NSDAP hat von Anfang an Spitzeltätigkeiten für ein einheitliches Denken auch innerhalb von Familien plädiert. Kinder verrieten ihre Eltern z.B. an die Gestapo.  DAS ist Faschismus und DAS waren Nazis.

Die AfD ist eine konservativ-nationale Partei. Sie ist nicht verboten und ihre Mitglieder sitzen in Parlamenten. Die Programmatik der AfD ist in keinsterweise mit der der NSDAP vergleichbar. 

Übrigens, nationales Denken ist nirgendwo auf der Welt verpönt, nur wir in Deutschland dürfen/sollen es nicht. Die meisten Völker sind stolz auf ihre Nation. Dazu mag man stehen wie man will, aber es ist nicht falsch und ein völlig normales Denken aus der Geschichte heraus gewachsen. Nur eine globalisierte Welt, will den Stolz auf Nationen abschaffen, er ist den Befürwortern (wie z.B. einen Herrn Soros) hinderlich beim Geldverdienen. Menschen ohne Bindungen, ohne Geschichtsbild und ohne ihre Traditionen und Kultur sind am besten zu lenken, weil sie entwurzelt sind. Mir war das noch nie so sehr bewusst, wie jetzt, da so auf unsere Werte gesch... wird.

Wahrscheinlich haben viele, die sich angeblich "links" betiteln eine wahrhaft schlechte Schulbildung erhalten. Wundern würde es mich nicht, da die Schulbildung hier im Lande mehr als mangelhaft ist. Schließlich darf man sogar "Geschichte" als Fach einfach abwählen, also man bleibt blöd, wenn man blöd bleiben will.

Wie kommen irgendwelche Leute, die sich sogar links titulieren, auf die Idee, Menschen, die einen Parteitag besuchen wollen - auch wenn einen diese Partei nicht passt - an ihrem demokratischen Recht hindern zu wollen? 400 verhaftete Randalierer aus dem linksextremen Spektrum sprechen eine deutliche Sprache. Wir leben nicht mehr in einer Diktatur, wo alle das machen sollen/müssen, was eine bestimmte Clique will, wie z.B. ein Politbüro. Diese Schwarzen-Kapuzenshirts, die meinen links zu sein, pöpeln, schlagen und zerstören. Für deren Schaden müssen wir als Steuerzahler alle aufkommen.

Demokratie heißt, sich mit einen politischen Gegner verbal auseinanderzusetzen. Das bedeutet nicht, zu brüllen, zu verunglimpfen, den anderen niederzuschreien oder ihn nicht ausreden zu lassen. Das ist völlig undemokratisch. Das Recht gehört zu werden, hat sogar ein Herr Maas oder eine Frau Petry.

Übrigens, DIE LINKE tut sich keinen Gefallen, wenn sie solche Leute, die sich fälschlicherweise Antifa nennen, unterstützt. Antifa mit faschistischen Methoden. Nun das ist mal etwas Neues. 

Ist es nicht die LINKE, die auf den Datenschutz besteht? Ist es nicht vorrangig auch die linksdenkende Klientel, die über ihre Daten bestimmen will? Haben nicht vor allem die Linken vor Jahren das Land mit Protesten überzogen, weil wirkliche braune Kameradschaften ihre Daten in einer schwarzen Liste veröffentlich haben? 

Nun haben Linke rote "Schwarze Listen" veröffentlicht. Mit welcher Berechtigung stellen Linke die Teilnehmer am AfD-Parteitag mit Name, Adresse, eMail-Adresse, Geburtsdatum im Netz an den Pranger? Ist ihnen das GG so egal geworden? Die NSA lässt grüßen! Diese Linken sind kein Deut besser als die Agency und die NSA. Über deren Datensammelwut haben doch gerade diese Konsorten so gewettert. Nun machen sie dasselbe. Wenn man dann noch die Kommentare dazu liest ... Solch ein Hass auf andere Menschen. Es ist ein Herauslassen niederster Instinkte. Wir hatten das schon einmal von 1933 bis 1945.

Diese Veröffentlichung IST kriminell und im höchsten Maße undemokratisch. Es zeugt von einem schlechten Charakter, wenn man Menschen schaden will, die nicht so denken, wie man selbst. 

Im 3. Reich waren dafür die Blockwarte zuständig. Ist jetzt Blockwartmentalität im Linksspektrum angesagt?

Man muss keinen dieser Menschen, die sich dort zum Parteitag der AfD versammelt haben, mögen. Man muss mit keinem dieser Menschen dort sich gemein machen wollen. Man darf einige dieser Menschen dort sogar verachten. Eines darf man nie. Seine eigene Menschlichkeit verraten. 

Die eigene Menschlichkeit schreibt einen immer die Achtung der Andersdenkenden vor. Und gerade diese sogenannten Linken werfen ja immerfort mit dem bekannten Luxemburg-Zitat um sich.

Wo bleibt der Aufschrei der Datenschützer? Wo bleibt das Statement des Innenministers?  Wo bleibt eine klare Ansage der Partei DIE LINKE.

Wo bleibt in Deutschland die politische Kultur? DAS ist wohl die Frage aller Fragen!