Montag, 13. Februar 2017

Dresden - Hiroshima

Es ist der 13. Februar. Am 13. Februar 1945 verging in einen Feuersturm Dresden. Männer, Frauen, Kinder wurden getötet. Die Anzahl der Toden wird heute noch unterschiedlich angegeben. Es kommt darauf an, wer sie verkündigt und warum.

Dresden. Diese Stadt hat sich besonders gut für einen Feuersturm geeignet, wie die Befehlshaber der Anglo-amerikanischen Bomberflotte herausfanden. Dort konnte man maximalen Schaden an der Zivilbevölkerung anrichten.

Hiroshima. 6. August 1945. Nagasaki. 9. August 1945. Auch diese beiden Städte eigneten sich besonders gut für den Atombombenabwurf, um maximalen Schaden an der Zivilbevölkerung anzurichten.

Deutschland und Japan. Beides Weltkriegsauslöser mit millionenfacher Schuld an vielen Völkern. Beides geschah in einer anderen Generation. 

Nur, Kriegsverbrechen bleiben Kriegsverbrechen. Rache bleibt Rache.

Es gibt Gesetze, die definieren, wie man mit der Zivilbevölkerung in Kriegen umgehen sollte. Auch wenn ein Aggressor, wie damals Deutschland oder Japan, Kriegsverbrechen verübte, sollte eine Koalition, die wie damals den Krieg beenden wollte, nicht in das gleiche Schema der Kriegsverbrechen verfallen. Damit stellte sie sich auf die gleiche Stufe mit den Faschisten.

Beide Kriegsverbrechen haben den Kriegsverlauf nicht beeinflusst.

Japan und Deutschland. 

Japan hat in Hiroshima einen Friedenspark eingerichtet. Japan gedenkt seiner Opfer der Atombombenabwürfe:

so klein war der Atomsprengkopf und so verbogen war das Stahlteil nach der Explosion

den unbekannten Opfern gewidmet

im Hintergrund das Museum im Gedenken an die Opfer

eines der vielen Ausstellungsstücke des Grauens

Japan schaut nach vorn, OHNE Schuldzuweisung an die heute Lebenden. Schulklassen pilgern zu den Gedenkstätten im Friedenspark. Gedenken der Opfer dort. Es gibt Vitrinen mit Origami-Kraniche. Jeder Schulklasse bringt solche Origamiketten mit. Im Museum wird den Opfern ein Gesicht gegeben. Jedes Jahr wird in Hiroshima am Tag und zur Uhrzeit des Atombombenabwurfs die Friedensglocke geläutet. Die ewige Flamme soll solange brennen, wie es Atombomben auf der Welt gibt. DAS ist Gedenken.



Wie anders in Dresden. 

Der OBM von Dresden spricht Dresden schuldig. Die Stadt hätte Schuld auf sich geladen. Es leben aber kaum noch welche aus dieser Generation. Eine Stadt ist IMMER unschuldig. Und die Menschen damals? Am 13. Februar 1945? Waren die Frauen und Kinder schuldig? Waren Flüchtlinge, die in Dresden von überall her Schutz suchten alle Kriegsverbrecher? Alle die den deutschen Opfern dort gedenken, werden als Nazis disqualifiziert. Die Nazis haben der Kollektivschuld gefrönt. Müssen wir dieses faschistische Gedankengut weiterführen?

Schuldzuweisungen - ich schrieb es schon einmal - sind kontraproduktiv und zeigen immer rückwärts, aber nie in die Zukunft.

Was macht stattdessen Dresden? Die Antifa schändet den kleinen Opferstein für die vielen Toten. 

BILD zeigt ein Bild, wo die Antifa auf die Verhüllung des Opfersteins schreibt: Nationalismus und Geschichtsverklärung verhüten. Dresden du Täter*in. 

Das ist Verhöhnung pur. Verhöhung der Opfer, der Frauen, Kinder, Männer, Flüchtlinge, die verbrannten, erstickten, von einstürzenden Häusern erschlagen wurden. Diese Opfer wurden damit noch einmal getötet - von Deutschen, die sich antifaschistisch nennen.

Noch schlimmer geht es auch. Beim Fußballspiel Dynamo Dresden - St. Pauli wurde die Diffamierung unserer Großeltern noch die Krone aufgesetzt: Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt.

Herr Maas - bitte handeln! DAS ist Hatespeach! Wie kann ich als Staat tolerieren, dass es Gruppen gibt, die sich dazu noch als antifaschistisch gerieren, die sich offen gegen Deutschland wenden und Andersdenkende offen angreifen und zum Angriff aufrufen. Dagegen gibt es Gesetze. Anwenden! Mein Onkel war während des sog. 3. Reiches im Zuchthaus Brandenburg und im KZ Börgermoor. Er würde im Grab rotieren, wenn er wüsste, wer sich heute antifaschistisch nennt.

Ich frage mich, was das für Kinder sind. Deren Großeltern hätten auch im Flüchtlingstreck in Dresden stecken können. Wären sie dann auch der Meinung, dass ihre Großeltern zurecht verbrannten? Ach ich vergaß, sie wären dann ja nicht auf der Welt. 

Wie weit ist es mit Deutschland gekommen. Dass Deutschlandhasser den öffentlichen Diskurs bestimmen können. 

Was meinen die Antifa-Jüngelchen und -mädelchen, wer ihre Kohle verdient, damit sie überleben können? Meinen diese Missratenen, dass Deutschland besser werden wird, wenn die Ordnung zerstört ist? Sie dürfen sich gern in Nahost und Afrika anschauen, was dann auch hier in Deutschland passieren würde, wenn Deutschland an die Wand gefahren ist.

Zwei Länder. Zwei, deren Führungsclique Kriege begonnen haben. Eine Erinnerungskultur, die unterschiedlicher nicht sein könnte. 

Japans Erinnerungskultur ist vorwärtsgewandt und wendet sich als Friedensbotschaft an die ganze Welt.

Deutschlands Erinnerungskultur ist gestrig und hilft niemanden. Sie zerstört das gesellschaftliche Gefüge in diesem Land.


Kommentare:

  1. Im Frühstücksfernsehen sprach man unlängst vom "DDR-Mythos der Bombenangriffe aus Dresden. Vom Mythos Bombenterror." Da bekam ich ich eine angedeutete Schnappatmung. Meine Frau (aus NRW) hat das nicht verstanden, daß ich mich über sowas aufregen kann.
    Selbst in der englischen Wikipedia wird der Bombenterror ( In another letter he called it “terror bombing”.) als solcher bezeichnet,man könnte Churchill als Zeugen heranziehen.
    Ich mag dieses Land, in dem ich jetzt lebe, nicht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Frank Weber, nein, ich lebe heutzutage in einem mir völlig fremd gewordenen Land. Kriegsverbrechen sind Kriegsverbrechen, egal, wer sie begangen hat. Deutschland mutiert immer mehr zu einer Diktatur.

      Löschen
  2. Danke für Deinen Beitrag. Da Du eitel bist :-) wollte ich Dir Bescheid geben, dass ich Dich in meinem Blog zitiert habe: http://www.ansichten-eines-regenwurms.de/265-dresden.html

    Ich nehme mir jede Woche ein Thema vor und staune, was die Menschen so treiben. Bin leider ein paar Wochen "hinten dran", hole aber wieder auf.

    Auf Dich aufmerksam geworden bin durch einen Link in einem Kommentar in der "Propagandaschau".

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke. Eitel *ggg* Da werd ich doch gern mal deinen Blog besuchen. Propagandaschau kenne ich gar nicht.
      mfg

      Löschen

Ich freue mich, dass du kommentierst. Nur beachte bitte:

Kommentare, die rassistisch sind, Hetze gegen bestimmte Personengruppen verbreiten und im Gossenjargon angefertigt werden, sind Spam und werden von mir nicht veröffentlicht. Außerdem mache ich bei unsachlichen und nicht zur Sache gehörenden Kommentaren sowie doofem Gelabere von Trollen von meinem Hausrecht gebrauch.